12. Ist der Bau eines neuen Stadtteils ein finanzielles Risiko?


Wie hoch sind die Ausgaben und Einnahmen?

  • Gegenwärtig stehen für die Entwicklung des neuen Stadtteils Dietenbach Ausgaben in Höhe von rund 600 Millionen Euro Einnahmen aus Grundstückserlösen und Fördermitteln in Höhe von rund 590 Millionen Euro gegenüber. Die langfristige Finanzierbarkeit der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme ist nachgewiesen.
  • Die Kosten des neuen Stadtteils sind auf Grundlage der Testplanung/Auslobung und teilweise über Fachgutachten ermittelt. Alle Kosten für Herstellung der Hochwasserfreiheit, Leitungsverlegungen, Ersatzflächen, Entschädigungen und die Infrastruktur sind einbezogen. Sie werden derzeit anhand des Siegerentwurfs von K9 überarbeitet; aufgrund der sehr großen Datenmenge wird dies bis Ende Januar 2019 in Anspruch nehmen.
  • Dabei wird überprüft, welcher Mehraufwand für Infrastruktur entsteht (die Testplanung/ Auslobung war von 6.000 WE ausgegangen, der Entwurf von K9 kann 6.500 WE ermöglichen.

Ist da noch bezahlbarer Wohnraum möglich?

  • Die Grundstückspreise sind zwischen 680 und 820 €/m² kalkuliert. Nirgendwo in Freiburg ist erschlossenes Bauland derzeit so günstig. Bezahlbarer Wohnraum ist bei diesen Grundstückspreisen möglich.
  • Die Erfahrungen aus Rieselfeld und Vauban zeigen zudem, dass der Bau eines neuen Stadtteils mit seiner gesamten Infrastruktur gut finanzierbar ist.

Welche Vorteile bietet die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme bei der Finanzierung?

  • Dietenbach soll mit Hilfe einer sogenannten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme entwickelt werden. Dies hat der Gemeinderat am 24.07.2018 beschlossen. Die Entwicklungsmaßnahme wird über einen Sonderhaushalt abgewickelt.
  • Dahinter verbirgt sich ein wichtiges wohnraumpolitisches Instrument für Städtebaugroßprojekte. Gemeinden, die wie Freiburg unter einem besonderen Mangel an Wohnraum bzw. Wohnraumflächen leiden, können Bauland zu einem von der geplanten Entwicklung noch unbeeinflussten Anfangswert (in Dietenbach 15 Euro pro m²) kaufen, überplanen, die Grundstücke neu ordnen und anschließend zum höheren Verkehrswert für entwickelte Grundstücke (in Dietenbach derzeit 680 Euro bis 820 Euro pro m²) weiterveräußern. Mit dem Erlös aus den Bodenwerten finanziert die Kommune die gesamte Infrastruktur wie Straßen, Ver- und Entsorgungsleitungen, Schulen, Kindergärten und Parks.