13. Wie wird der neue Stadtteil familien- und menschenfreundlich?


Welche öffentliche soziale und kulturelle Infrastruktur wird hier entstehen?

  • Alle wichtigen Angebote der Grundversorgung sollen vor Ort zur Verfügung stehen. Die Grundversorgung und die Nutzungsmischung aus Wohnen, Bildung, Einkaufen, Dienstleistungen und Erholung und die kompakten Strukturen schaffen somit einen lebendigen Stadtteil der kurzen Wege.

Was ist im einzelnen an Infrastruktur geplant?

  • ein Schulcampus, bestehend aus einer Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe und einer Grundschule sowie einem multifunktionalen Gebäude zur Abdeckung des Spitzenbedarfs,
  • 2 Sporthallen, eine Freisportanlagen mit mehreren Groß-, Klein- und Ballspielfeldern (Basketball, Volleyball, Fußball etc.),
  • 4 eigenständige Kindergartengebäude und 18 Kitas, die in die Wohnhäuser im Erdgeschoss integriert werden,
  • Flächen für Einzelhandel (u.a. Supermarkt, Discounter), Dienstleister (Ärzte etc.), Gastronomie (Restaurants, Kneipe etc.), wohnverträgliches Gewerbe in untergeordnetem Umfang ,
  • ein Stadtteiltreff mit Räumen für die Quartiersarbeit und für das Stadtteilleben, ein Pflegeheim, ein Familienzentrum, Jugendtreffs und
  • ein Haus der Kirchen (mit Kapelle, Sozialräumen, Café und sozialverträglichen Wohnungen),
  • zwei Parks mit vielfältig nutzbaren Freiflächen, die eine hohe Wohnumfeld- und Lebensqualität sicherstellen.
  • Ein zentraler Stadtteilplatz in der Mitte des neuen Stadtteils, an dem sich die Geschäfte, der Stadtteiltreff und das Haus der Kirchen befinden, soll der wichtigste soziale Treffpunkt und Standort für einen Wochenmarkt und Stadtteilfeste sein.
  • Darüber hinaus übernehmen insgesamt 7 Quartiersplätze wichtige nachbarschaftliche Funktion. Die verkehrsberuhigten Wohnstraßen (> siehe 5. Mobilität) stellen ebenfalls wichtige Sozialräume dar.

Was bedeutet Inklusion?

  • Dietenbach soll inklusiv gestaltet werden. Diese Strategie hat der Gemeinderat Ende 2015 für Dietenbach beschlossen. Inklusiv heißt, dass allen Nutzern – alt oder jung, arm oder reich, behindert oder nicht behindert – die soziale Teilhabe am Statteilleben ermöglicht werden soll.
  • Vielfältige Möglichkeiten der Begegnung entstehen – dazu gehört in erster Linie der Stadtteiltreff oder das Haus der Kirche, aber auch die flexibel nutzbaren Kindertagesstätten auf den Quartiersplätzen.
  • Es ist ein Stadtteil der kurzen Wege: Haltestellen, Marktplatz, Geschäfte oder Freiräume befinden sich in fußläufiger Entfernung. Das erleichtert Menschen mit Behinderung den Alltag.
  • Ein großer Vorteil im Entwurf ist, dass das Straßen- und Wegenetz sehr einfach und übersichtlich strukturiert ist. Das erleichtert die Orientierung – z.B. für sehbehinderte Menschen.

Wie wird Barrierefreiheit bei der Planung berücksichtigt?

  • Die Barrierefreiheit wird hergestellt. Dazu gehört z.B. bei der Gestaltung des öffentlichen Raums Orientierung für sehbehinderte Menschen zu schaffen durch taktile Elemente und das Arbeiten mit Kontrasten.
  • Auch das Verkehrskonzept ist darauf ausgerichtet. Zwar wird die Parkierung in den Quartiersgaragen gebündelt, aber es wird auch barrierefreie Parkplätze für behinderte Menschen geben.
  • Es besteht ein großer Bedarf an inklusiven Wohnungen und einem inklusivem Wohnumfeld. Ein inklusives Quartier ist – anders als im Bestand – sehr gut planbar und umsetzbar.

Wie sind Wohnungen/Wohngemeinschaften von Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf (die auf Pflegestützpunkte angewiesen sind) eingeplant?

  • Im neuen Stadtteil ist ein Pflege­heim mit 72 Plätzen geplant
  • Eine psycho­logischen Beratungsstelle und Familien­zentren sind ebenfalls angedacht und im Flächengerüst bereits integriert.
  • Zu beachten sind auch Gruppen mit be­sonderen Bedarfslagen, insbes. Flücht­linge und Obdachlose, die es durch die allgemeine Wohnungsknappheit äußerst schwer haben, sich auf dem Woh­nungsmarkt angemessen zu versorgen. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen Personen, die lediglich eine Wohnung brauchen und Gruppen, die einen Bedarf an sozialer Begleitung (Sozi­aldienst) haben wie z.B. die Gruppe der wohnungslosen psychisch kranken Menschen. Im Sin­ne einer sozialen Durchmischung und Integration der Gruppe in das soziale Umfeld sollte eine dezentrale Unterbrin­gung im Geschosswohnungsbau ange­strebt werden.