Chronik

Das war 2018

Als ein Jahr mit vielen Veränderungen geht 2018 in die Rathausgeschichte ein. Bei der Oberbürgermeisterwahl landete Martin Horn in beiden Wahlgängen vor Amtsinhaber Dieter Salomon. Nach 16 Jahren endete damit die Amtszeit des ersten grünen Oberbürgermeisters einer deutschen Großstadt. Und bereits im März wurde der langjährige Finanz- und Erste Bürgermeister Otto Neideck mit einem großen Fest in den Ruhestand verabschiedet.

Mit viel Elan startete der neue Oberbürgermeister Martin Horn ins Amt. Vor allem in den Bereichen Digitalisierung und bezahlbares Wohnen setzte er neue Akzente, die er mit der Gründung eines Amtes für Digitalisierung und einem Referat für bezahlbares Wohnen unterstrich.

Topthema und das Jahr prägend war der Wohnungsbau. Im ganzen Stadtgebiet drehen sich Baukräne, fast im Wochentakt fanden Spatenstiche statt oder konnten fertige Projekte eingeweiht werden, beispielsweise in der Belchenstraße in Haslach oder am Rennwegdreieck.

Schluss war nach fast vierjähriger Bauzeit beim Jahrhundertprojekt „Umgestaltung Rotteckring“. Mit der Verkehrsfreigabe der neuen Kronenbrücke zeigt der ehemalige Innenstadtring jetzt von der Kronenstraße über den Platz der Alten Synagoge bis zum neuen Europaplatz am nördlichen Ende der Kaiser-Joseph-Straße ein rundum neues Gesicht.

Bei drei Bürgermeistern stand die Wieder- oder Neuwahl an: Ulrich von Kirchbach und Martin Haag wurden in ihren Ämtern bestätigt, Stefan Breiter wurde als Finanzbürgermeister neu gewählt.

Lange Sitzungen hatte der Gemeinderat zu bewältigen, und traf dabei richtungsweisende Entscheidungen – auch in seinem Zähringer Exil, in das er wegen der Sanierung des Ratssaales ausweichen musste. Der Stadtteil Dietenbach nahm entscheidende Hürden, das Stadionprojekt wurde mit dem Bebauungsplan formal abgeschlossen – und mit dem NS-Dokumentationszentrum eine längst überfällige Erinnerungsstätte an die Gräueltaten der Nationalsozialisten auf den Weg gebracht.

Auf zahlreichen Veranstaltungen wurde die Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren gewürdigt. Obschon sich seither in Sachen Gleichstellung viel getan hat, ist vor allem die Repräsentanz in politischen Gremien immer noch unterdurchschnittlich. Die nächste Chance, das zu ändern, bietet sich bei den Kommunalwahlen im Mai nächsten Jahres, die bereits jetzt erste Schatten vorauswerfen.

Terminlich zuvor fällt aber eine andere Richtungsentscheidung für die Zukunft Freiburgs. Der Initiative „Rettet Dietenbach“ gelang es, die notwendige Anzahl von Unterschriften zu sammeln, um einen Bürgerentscheid über den Bau des neuen Stadtteils Dietenbach zu erzwingen. Am 24. Februar 2019 findet die Abstimmung statt.

Turbulent wird also vermutlich auch das kommende Jahr. Doch zunächst soll noch einmal das Jahr 2018 im Mittelpunkt stehen. Wie immer fasst das AMTSBLATT die wichtigsten Ereignisse der letzten zwölf Monate in seiner letzten Ausgabe des Jahres auf dieser Doppelseite zusammen.

Glückwunsch, Mundenhof: Seit 50 Jahren gibt es das grüne Juwel vor den Toren der Stadt. Bis heute hat das Tiergehege nichts von seiner Anziehungskraft verloren. (alle Fotos: A. J. Schmidt)
Glückwunsch, Mundenhof: Seit 50 Jahren gibt es das grüne Juwel vor den Toren der Stadt. Bisheute hat das Tiergehege nichts von seiner Anziehungskraft verloren. (alle Fotos: A. J. Schmidt)

Januar

Burglind macht Kleinholz: Der Jahreswechsel ist von heftigen Stürmen begleitet. Rund 4000 Festmeter Holz werden im Stadtwald Opfer von Tief Burglind. Vor allem wurzelkranke Eschen verlieren den Halt.

Auftakt zum Abschied: Rund 1200 Gäste folgen der Einladung von Oberbürgermeister Dieter Salomon zum Neujahrsempfang ins Konzerthaus. Was noch keiner ahnt: Es wird sein letzter als Amtsinhaber sein.

Steuereinnahmen auf Rekordhoch: Fast 200 Millionen Euro nimmt die Stadt 2017 aus Gewerbesteuern ein. Künftig wird es vielleicht noch mehr: Zum 1. Januar steigt der Hebesatz von 420 auf 430 Punkte.

Bobbele als Bürgermeister: Mit großer Mehrheit wählt der Gemeinderat den von der CDU vorgeschlagenen Stefan Breiter als Nachfolger von Otto Neideck zum Finanzbürgermeister. Der gebürtiger Freiburger war bislang Bürgermeister in Remshalden.

Von Kirchbach macht‘s nochmal: Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach erhält vom Gemeinderat große Zustimmung für seine dritte Amtszeit – und einen neuen Titel: Künftig ist er, als Nachfolger von Otto Neideck – der „EBM“, also Erster Bürgermeister und OB-Stellvertreter.

Bilanz mit Glanz: Über 300 000 Besucherinnen und Besucher zählen die fünf städtischen Museen im Jahr 2017. Höhepunkte im Jahresprogramm waren die Ausstellung „Nationalsozialismus in Freiburg“ – und wie immer der Dauerbrenner „Vom Ei zum Küken“.


Februar

Sause im Rundling: Nach dem Einzug der Ämter öffnet das neue Rathaus im Stühlinger seine Tore für die interessierte Bürgerschaft. Über eintausend Bürgerinnen und Bürger lassen sich die Gelegenheit nicht nehmen, hinter die Kulissen des Verwaltungsneubaus zu schauen.

Gemeinderat im Exil: Weil der neue Ratssaal im Innenstadtrathaus neue Technik, neues Inventar und besseren Brandschutz braucht, tagt der Gemeinderat bis zur Sommerpause im Bürgerhaus Zähringen. Rund 2,7 Millionen Euro investiert die Stadt in die Sanierung.

Schauinslandbahn im Höhenflug: Zum vierten Mal nacheinander vermeldet die VAG Rekordzahlen bei der Gipfelbahn. Exakt 358 019 Bergund Talfahrten sind es 2017 gewesen. Die Fahrt mit Deutschlands längster Umlaufseilbahn ist aber einfach auch zu schön...

Vorentscheid für Dietenbach: 28 renommierte Büros aus dem Inund Ausland haben beim städtebaulichen Wettbewerb ihre Entwürfe für den neuen Stadtteil eingereicht. Eine Jury wählt daraus jetzt für das weitere Verfahren die besten vier aus. Die endgültige Entscheidung fällt im Oktober.

Startschuss für die Stube: Die Bauarbeiten für den Umbau der Stube in St. Georgen zum Kultur- und Vereinshaus beginnen – und kommen schon bald ins Stocken, weil auf Ausschreibungen deutlich teurere Angebote eingehen als gedacht. Die Kosten steigen auf 8,5 Millionen Euro.


Hanna Böhme übernimmt die Geschäftsführung der städtischen Tochtergesellschaft FWTM. Sie folgt Bernd Dallmann nach, der 30 Jahre lang Wirtschaft und Tourismus förderte.


Walter Scheck war nicht nur Chauffeur, sondern auch Trainingspartner von Oberbürgermeister Dieter Salomon Das bleibt der unfassbar fitte 68-jährige auch im Ruhestand.


Bertholf Kiefer war bis zum Schluss ein Aktivposten in der Stadtgesellschaft. Im April stirbt der langjährige und hoch geschätzte Sozialbürgermeister im Alter von 92 Jahren.


März

Höllentalbahn macht Pause: Wegen umfassender Sanierungs- und Ausbauarbeiten nimmt die Bahn acht Monate lang alle Züge zwischen Freiburg und Titisee vom Gleis. Wenig überraschende Erkenntnis: Trotz straff organisierten Schienenersatzverkehrs steigt die Verkehrsbelastung im Stadtgebiet erheblich.

Mehr Geld, mehr Sparten: Der nach Reinhold Schneider benannte städtische Kulturpreis erhält nach fast 60 Jahren ein Update. Künftig gibt es Preise nicht nur in den Sparten Literatur, Musik und Bildende Kunst, sondern auch für Tanz, Theater, Fotografie und Medienkunst. Auch das Budget wird aufgestockt – von 29 000 auf 52 000 Euro.

Hauchdünn für Europa: Durch den Bau der Stadtbahn Rotteckring gibt es am Nordende der Kaiser-Joseph-Straße jetzt einen richtigen, bislang aber namenlosen Platz. Nach hitziger Debatte entscheidet sich der Gemeinderat mit nur einer Stimme Mehrheit für „Europaplatz“.

Ein Feuerwerk zum Abschied: Nach fast 25 Jahren wird Finanzbürgermeister Otto Neideck in den Ruhestand verabschiedet. Rund 700 Gäste sind beim fröhlichen Ausstand auf der Messe dabei – und erleben ein spektakuläres, rund 15-minütiges Dankesfeuerwerk der Schausteller.

Gedächtnis der Stadt: Der Gemeinderat entscheidet, das Stadtarchiv in einem Neubau an der Messe unterzubringen. Zur Finanzierung ist der Verkauf des Altgebäudes an der Salzstraße geplant.


April

Ende mit Schrecken: „Mein Freiburg Marathon“ heißt das Laufgroßereignis jetzt, nachdem die FWTM die Regie übernommen hat. Die Freude über die gelungene Premiere währt allerdings nur kurz: Ein 23-jähriger Teilnehmer bricht kurz vor dem Ziel zusammen und stirbt wenige Tage später.

Wohnen in Weingarten: Auf einer bislang ungenutzten Wiese beim Hochhaus Binzengrün 36 errichtet die Stadtbau einen fünfgeschossigen Neubau mit 40 geförderten Miet- und gleich vielen Eigentumswohnungen. Sie sind schon vor Baubeginn fast alle verkauft.

Das ist die Höhe: In Zähringen sollen im Baugebiet Höhe rund 200 Wohnungen entstehen. Eine Jury kürt den Entwurf des Darmstädter Büros Bäumle Architekten zum Sieger. Geplant ist ein aufgelockertes, stark durchgrüntes Wohngebiet für Familien.

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Im Baugebiet „Innere Elben“ werden die Spaten für ein besonderes Projekt gestochen. Auf einem 6000 Quadratmeter großen Grundstück baut die Stadtbau nicht nur 68 neue Wohnungen, sondern auch ein Feuerwehrhaus für die freiwillige Feuerwehr St. Georgen.

Niederlage im ersten Wahlgang: Für Oberbürgermeister Dieter Salomon enden die OB-Wahlen mit einer herben Enttäuschung. Was kaum jemand prognostiziert hat: Der Anfang des Jahres noch völlig unbekannte Martin Horn holt im ersten Wahlgang die meisten Stimmen.


Mai

Ende einer Ära: Die Freiburger Bürgerschaft entscheidet sich für einen Wechsel an der Rathausspitze. Mit 44 Prozent liegt Herausforderer Martin Horn im zweiten Wahlgang deutlich vor Amtsinhaber Dieter Salomon, der stadtweit nur noch knapp über 30 Prozent Zustimmung findet.

Fuß vom Gas: Eine Änderung der Straßenverkehrsordnung macht es möglich, dass in der Nähe von Kitas und Schulen Tempobeschränkungen eingeführt werden. Weil diese aber auf die Betriebszeiten der Einrichtungen beschränkt werden, entsteht ein ziemlich herausfordernder Tempo-Flickenteppich.

Neue Namen: Der Gemeinderat setzt die von einer Expertenkommission empfohlenen Straßenumbenennungen nach und nach um. So haben die Herren Renner, Lexer und Hegar als Namenspaten ausgedient und werden durch Grete Borgmann, Wilhelm von Möllendorf und Hilde Mangold ersetzt. Weitere Umbenennungen folgen im Lauf des Jahres.

Wellenreiten: Weil bei der Sanierung der Leo-Wohleb-Straße nicht alles glatt lief, schlägt der Asphalt schon nach kurzer Zeit Wellen. Die Baufirma behebt den Garantiefall, knackige Staus auf Freiburgs Hauptverkehrsader sind eine Woche lang unvermeidbar.

Gestreiftes Stechbiest: Manchmal ist der Klimawandel ganz einfach zu erkennen, zum Beispiel an Tieren, die aus südlichen Gefilden stammen und bei uns heimisch werden. Eines davon ist die asiatische Tigermücke. Weil sie gefährliche Krankheiten übertragen kann, sagt ihr die Stadtverwaltung den Kampf an.


Dicht umringt: Nach seinem Sieg im zweiten Wahlgang stellt sich der neue Oberbürgermeister Martin Horn den Fragen der Presse. Er ist der jüngste OB einer deutschen Großstadt.
Dicht umringt: Nach seinem Sieg im zweiten Wahlgang stellt sich der neue OberbürgermeisterMartin Horn den Fragen der Presse. Er ist der jüngste OB einer deutschen Großstadt.

Juni

Die Welt zu Gast: Beim Freiburg Festival gastieren hochrangige Ensembles aus aller Welt auf den Freiburger Bühnen im Stadttheater, E-Werk und Marienbad. Wer schon immer mal wissen wollte, was in der Welt von Tanz, Theater, Perfomance und Musik gerade angesagt ist, kann sich das jetzt quasi vor der eigenen Haustür anschauen.

Neues Domizil: Der Eigenbetrieb Friedhöfe hat einen architektonisch höchst gelungenen Neubau am Hauptfriedhof bezogen, den er jetzt der Bürgerschaft vorstellt. Führungen und Vorträge stoßen auf eben so viel Interesse wie das 3,3 Millionen Euro teure Verwaltungsdomizil.

Mehr Sicherheit und Ordnung: Seit einem Jahr läuft die Sicherheitspartnerschaft mit dem Land – und wird viel gelobt. Dass es dennoch keine hundertprozentige Sicherheit gibt, zeigt eine Vergewaltigung, die im Oktober bundesweit für Schlagzeilen sorgt.

Dienstende für Dieter Salomon: „Mal sehen, was das Leben noch für mich bereithält.“ Zum Abschied aus dem Amt blickt Dieter Salomon im Amtsblatt-Interview auf 16 Jahre als Oberbürgermeister zurück – und gespannt in die Zukunft. Zu einer kleinen Feier im Konzerthaus kommen viele Wegbegleiter und Freunde und verabschieden ihn mit stehenden Ovationen.


Glückwunsch, Mundenhof: Seit 50 Jahren gibt es das grüne Juwel vor den Toren der Stadt. Bis heute hat das Tiergehege nichts von seiner Anziehungskraft verloren. (alle Fotos: A. J. Schmidt)
Abschied mit Ovationen: Nach 16 Jahren als Oberbürgermeister scheidet Dieter Salomon Ende Juni aus dem Amt. Zum Abschied im Konzerthaus gibt es lang anhaltenden Applaus.

Juli

Freiburg gemeinsam gestalten: Das Motto seines Wahlkampfs will der neue Oberbürgermeister Martin Horn als Oberbürgermeister mit Leben füllen. Die Unterstützung für dieses Ziel ist groß: Zur Amtseinführung ist das Historische Kaufhaus bis auf den letzten Platz gefüllt.

Neues Personal: Der neue Oberbürgermeister kommt nicht allein ins Rathaus. Nicole Horstkötter als persönliche Referentin, Katja Heinrich als Fachfrau für Social Media und Joachim Fritz als Stadtteilkoordinator sollen mithelfen, seine Ideen zu verwirklichen.

Bebauungsplan fürs Stadion: Mit großer Mehrheit nimmt das neue Stadion im Gemeinderat die letzte Hürde. Über 1700 Seiten füllt die Beschlussvorlage, mit der die Verwaltung auch den kleinsten Zweifel an dem Projekt ausräumen möchte. Der Lohn: Im November erteilt das Regierungspräsidium die Baugenehmigung.

Dietenbach einen Schritt weiter: Die Gemeinderatsbeschlüsse über die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme und die Kooperation mit der Sparkasse bringen das Großprojekt einen großen Schritt weiter. Das ist auch nötig: der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist das beherrschende Thema schlechthin.

Ort der Erinnerung: Einstimmig beschließt der Gemeinderat, ein Dokumentations- und Informationszentrum über den Nationalsozialismus einzurichten. Fast 80 Jahre nach Kriegsbeginn sollen die Themen Machtergreifung, Gleichschaltung, Verfolgung, Deportation und Ermordung von Juden und anderen Opfergruppen einen Ort der Erinnerung finden.

Dialog geht weiter: Ein Jahr nach Einweihung des Platzes der Alten Synagoge nehmen viele Menschen Anstoß am Verhalten in und am Gedenkbrunnen. Im Dialog mit den jüdischen Gemeinden sucht die Stadt nach gemeinsamen Lösungen für einen respektvollen Umgang.

Manager fürs Klima: Um sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen, beschließt der Gemeinderat die Einführung eines Klimaadaptionsmanagers. So kompliziert der Name, so einfach ist sein Auftrag: Er soll alle Ideen koordinieren, die zur Anpassung an den Klimawandel möglich und nötig sind.


Monika Stein bewirbt sich um das Amt der Oberbürgermeisterin – und macht aus einem Zwei- einen spannenden Dreikampf. Über 26 Prozent der Stimmen holt sie im ersten Wahlgang.


Norbert Schröder- Klings war viele Jahre in Spitzenpositionen im Rathaus tätig, unter anderem als Leiter des Baureferats. Im Mai stirbt der nimmermüde Tausendsassa.


Otto Neideck war fast 25 Jahre Finanzbürgermeister in Freiburg. Der Job ließ keine Zeit für ein Instrument. Das will er jetzt nachholen: Zweimal täglich übt er am Saxofon.


August

Neues Netz, tolle Bilanz: Die VAG füllt das Sommerloch mit zwei großen Botschaften. Zum einen gibt es ab März 2019 ein neu geknüpftes Liniennetz, wenn die Stadtbahn über den Rotteckring in Betrieb geht. Außerdem vermeldet sie mit 80 Millionen Fahrgästen einen neuen Rekord, allerdings auch ein gewachsenes Defizit.

Sommerzeit, Baustellenzeit: Überall in der Stadt wird fleißig gebaut: Im Rotteckring ist das Ziel schon in Sicht, an der Höllentalbahn herrscht noch Optimismus, in manchen Schulen geht es gerade richtig los (Anne- Frank-Schule), in anderen wird gerade alles fertig (Pestalozzischule).

Sommerzeit, Badezeit: Die Natur ächzt unter der langen Trockenheit, dafür herrscht in den Freibädern großer Andrang. Am Ende der langen Saison wird der Besucherrekord von 2003 nur knapp verfehlt.


September

OB vor Ort: Martin Horn hat angekündigt, jeden Monat einen Stadtteil zu besuchen. Los geht es in Munzingen. Die Ortschaft am Tuniberg ist offenbar ein schöner Ort zum Leben; große Probleme kommen beim Bürgergespräch jedenfalls nicht zur Sprache. Das ändert sich bei den weiteren Vor-Ort-Besuchen in der Wiehre, in Opfingen und im Rieselfeld.

Mieterhöhungsstopp: OB Horn weist die Freiburger Stadtbau an, bis auf weiteres auf Mieterhöhungen zu verzichten. Er kündigt an, dass es in den nächsten Monaten nicht bei diesem Signal für den Erhalt und die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum bleiben soll.

Freunde in Fernost: Eine Gemeinderatsdelegation besucht die neue Partnerstadt Suwon in Südkorea und Matsuyama. Die Partnerschaft mit der japanischen Stadt besteht seit 30 Jahren und blüht nach wie vor so wie die Kirschen im Frühjahr.

Freiburg in 3D: Die Stabsstelle Geodatenmanagement präsentiert ein virtuelles, dreidimensionales Stadtmodell. Es erleichtert viele Planungsarbeiten – und ermöglicht spannende Einsichten in die Stadt.

Zuwachs für den Stühlinger: Im Kleineschholz könnte auf 13 Hektar ein ganzes Wohnquartier neu entstehen. Wie es aussehen könnte, zeigen die fünf städtebaulichen Entwürfe, die eine Jury aus 15 eingereichten Arbeiten auswählt.


Stefan Breiter

Stefan Breiter tritt Neidecks Nachfolge an – und bringt ein Element mit auf die Bürgermeisterbank, das dort bislang fehlt: Als einziger ist er in Freiburg geboren.


Felicia Maier

Felicia Maier kommt vom Kulturamt in Karlsruhe an die Spitze des Freiburger Kulturamtes. Dort folgt sie Achim Könneke nach, der als Kulturreferent nach Würzburg wechselt.


Herta Müller

Herta Müller war schon dreimal Gast beim Freiburger Literaturgespräch. Jetzt kommt sie erstmals als Literaturnobelpreisträgerin – seltener Glanz im frisch renovierten Ratssaal.


Oktober

100 Jahre Frauenwahlrecht: Zum Jubiläum organisiert die städtische Frauenbeauftragte eine Veranstaltungsreihe, die Erreichtes würdigt und Nichterreichtes sichtbar macht. Vor allem in den Parlamenten sind Frauen noch immer weit unterdurchschnittlich vertreten.

Läuft glatt: Die Stadt investiert viel in die Barrierefreiheit. Vom Bahnhof bis zum Münster werden Hürden abgebaut, unter anderem durch geschliffene Pflastersteine in den Altstadtgassen. Das kommt allen zugute, die nicht gut oder gar nicht zu Fuß sind oder schlecht sehen.

So viel wie nie: 110 Millionen Euro soll der Neubau der Staudinger- Gesamtschule am Ende kosten. Noch nie hat die Stadt für ein einziges Schulprojekt so viel Geld ausgegeben – dennoch oder gerade deswegen erteilt der Gemeinderat einstimmig sein „Go!“

Nochmal Haag: Mit sehr großer Mehrheit wählt der Gemeinderat Martin Haag in seine zweite Amtszeit als Baubürgermeister. Die erste sei „konstruktiv und konfliktiv“ gewesen, sagt Haag. Angesichts der anstehenden Projekte dürfte die zweite kaum anders werden.

Vorrang für Erbbau: Gemeinderat und Verwaltung sprechen sich für eine Liegenschaftspolitik aus, die Grundstücksverkäufe nur noch in Ausnahmefällen vorsieht. Statt dessen soll es eine Renaissance des Erbbaurechts geben.


Patrick Evers

Stefan Breiter tritt Neidecks Nachfolge an – und bringt ein Element mit auf die Bürgermeisterbank, das dort bislang fehlt: Als einziger ist er in Freiburg geboren.

Patrick Evers saß fast 30 Jahre für die FDP im Gemeinderat. Jetzt läuten er und Nikolaus von Gayling den Generationswechsel ein. Sascha Fiek und Christoph Glück rücken nach.


Esmeralda Hernandez Mairena

Esmeralda Hernandez Mairena ist Bürgermeisterin in Wiwili. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Santiago Castillo Lazo besiegelt sie feierlich die Partnerschaft mit Freiburg.


René Funk

René Funk bringt in seinen neuen Job als Leiter des Amts für öffentliche Ordnung neben reichlich Berufserfahrung etwas weiteres Nützliches mit: rheinischen Frohsinn.


November

Digitalisierung wird Chefsache: OB Horn steigt beim Thema Digitalisierung aufs Gas und will ein neues Amt für Digitalisierung gründen. Beauftragter für das Zukunftsthema wird Bernd Mutter. Der Gemeinderat zieht einstimmig mit.

Auch Wohnen wird Chefsache: Um ämter- und dezernatsübergreifend alle Themen rund ums Wohnen besser zu koordinieren und aufeinander abzustimmen, gründet OB Horn das Referat für bezahlbares Wohnen. Los geht‘s am 1. Januar.

Langsamer ist leiser: Tempo 30 hat viele Vorteile: Die Unfallgefahr sinkt ebenso wie die Schadstoffemissionen. Für die Anwohner an der innerstädtischen B 31 noch wichtiger ist aber ein anderer Effekt: Es wird leiser – künftig nicht nur nachts, sondern auch tagsüber.

Mehr Polizei: Ein schreckliches Verbrechen sorgt für eine schnelle Reaktion seitens der Landesregierung. Innenminister Strobl sagt zusätzliche Polizeikräfte zu – und OB Horn will mit dem Gemeinderat über eine Aufstockung des Vollzugsdiensts sprechen.

Dietenbach, ja oder nein? Eine Bürgerinitiative will die Bebauung der Dietenbachniederung verhindern. Dafür sammeln sie ausreichend Unterschriften. Jetzt muss die Bürgerschaft über den neuen Stadtteil entscheiden. Den Termin setzt der Gemeinderat auf den 24. Februar fest.

Quartiere erhalten: Damit Abriss und Neubau nicht den Charakter gewachsener Quartiere zerstören, bringt der Gemeinderat eine Erhaltungssatzung für den Waldsee auf den Weg. In der Wiehre und im Stühlinger könnte eine Millieuschutzsatzung Luxussanierungen verhindern.


Dezember

Mooswaldpläne werden konkreter: Für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils arbeitet die Verwaltung an einem Rahmenkonzept. Jetzt wird der Siegerentwurf ausgewählt. 300 Interessierte kommen zu einer Infoveranstaltung und machen sich ein Bild davon.

Über zwei Milliarden: Erstmals überschreitet ein Doppelhaushalt die Zwei-Milliarden-Marke. Es ist nicht die einzige Premiere. Für OB Horn und Finanzbürgermeister Stefan Breiter ist es die erste Haushaltseinbringung. Gleichzeitig startet die Infophase zum Beteiligungshaushalt.

Bye-bye Baustelle: Nach fast vierjähriger Bauphase ist die Umgestaltung des Rotteckrings einschließlich des Neubaus der Kronenbrücke abgeschlossen. Die Innenstadt ist jetzt nicht nur größer und schöner denn je, sondern endlich auch wieder umleitungsfrei.

Sensationeller Fund: Bei einem britischen Kunsthändler taucht eine mittelalterliche Konstruktionszeichnung des Freiburger Münsters auf. Ein Karlsruher Experte erkennt den wahren Wert des Risses, der dank der Spende dreier Stiftungen zurück nach Freiburg kehrt.

Schäden am Bau: Im Dachstuhl des sanierten Augustinermuseums stellen Fachleute einen Pilzbefall fest – und in die ein Jahr alte Staschull- Sporthalle am Berufsschulzentrum dringt Wasser ein. In beiden Fällen lässt sich die Schadenhöhe noch nicht beziffern.


Simone Hund

Simone Hund ist die neue Leiterin des OBBüros. Die 52-jährige Waldulmerin hat schon über viele Jahre und auf vielen Postionen im Rathaus ihre Führungsqualitäten bewiesen.


Jens Dierolf

Jens Dierolf wechselt von der Heilbronner Stimme ins Rathaus. Als OB-Pressesprecher ist er auch für den städtischen Online-Auftritt und die Inhalte des Amtsblatts verantwortlich.


Bernd Mutter

Bernd Mutter ist im Rathaus seit Jahrzehnten in Leitungsfunktionen tätig. Auch für die neue Aufgabe als Digitalisierungsbeauftragter ist er als Chef der IT bestens gerüstet.


Sabine Recker

Sabine Recker ist bislang stellvertretende Leiterin des Rechtsamts und dort Fachfrau für Baufragen. Ab Januar leitet sie das neue Referat für bezahlbares Wohnen.


Veröffentlicht am 14. Dezember 2018

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