„Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit“: Wanderausstellung startet am Montag, 10. Dezember, in der Meckelhalle im Sparkassen-Finanzzentrum

„Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit“ heißt die Wanderausstellung, die ab Montag, 10. Dezember, in der Meckelhalle der Sparkasse in der Kaiser-Joseph-Straße186-190 zu sehen ist. Die Ausstellung ist vom Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit dem Alemannischen Institut Freiburg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Historisches Seminar, Abteilung Landesgeschichte) sowie der Sparkasse Nördlicher-Breisgau konzipiert.

Vor 800 Jahren starb mit Bertold V., der letzte Herzog von Zähringen. Zahlreiche Geschichten und Legenden ranken sich bis heute um dieses Geschlecht, das am Ober- und Hochrhein sowie in Burgund seinen Machtbereich hatte und dessen Vertreter für etwa 150 Jahre zu den einflussreichsten Reichsfürsten zählten.

Kriegsherren, Bauherren von Burgen und Kirchen, Städtegründer und Kandidat für den Königsthron – all diese Bezeichnungen treffen auf die Herzöge von Zähringen zu. Zugleich gibt es aber auch Aussagen wie jene des bedeutenden Geschichtsschreibers Otto von Freising,
der die Zähringer als Herzöge ohne Herzogtum bezeichnet. Außerdem schreibt der Zisterziensermönch Caesarius von Heisterbach über Bertold V., dass er „ein unmenschlicher Tyrann, ein Plünderer des Erbes der Edlen und Geringen und ein Verleugner des katholischen Glaubens“ war und seine Neffen, die er als Geiseln gestellt hatte, ihrem Schicksal überließ.

In den Zähringerstädten im deutschen Südwesten und der Nordwestschweiz ist dieses Adelsgeschlecht bis heute nicht in Vergessenheit geraten. Bern, Bräunlingen, Burgdorf, Freiburg im Breisgau, Freiburg im Üechtland, Murten, Neuenburg am Rhein, Rheinfelden, St. Peter im Schwarzwald, Thun, Villingen-Schwenningen und Weilheim an der Teck sehen sich in einer gemeinsamen Tradition, die auch im jeweiligen Stadtbild deutlich wird: In Bern und Freiburg im Breisgau sind es der Zähringer- bzw. der Bertoldsbrunnen, in Burgdorf und Thun die dortigen Schlösser oder in Freiburg im Üechtland und Villingen-Schwenningen die Straßennamen „Rue de Zaehringen“ bzw. „Zähringerstraße“, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Nachdem die große Freiburger Zähringer-Ausstellung über 30 Jahre zurückliegt, ist es an der Zeit, sich erneut auf Spurensuche zu begeben. Die Wanderausstellung ist vom 10. Dezember bis zum 1. Februar 2019 von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr in der Meckelhalle der Sparkasse in der Kaiser-Joseph-Straße 186-190 geöffnet. Der Eingang ist an der Franziskanerstraße.

Anschließend wird sie auf Wanderschaft in die zwölf Zähringerstädte im Südwesten Deutschlands und in der Nordwestschweiz gehen.

Der Eintritt ist frei. Der Breisgau-Geschichtsverein „Schauinsland“ bietet immer mittwochs, um 18 Uhr (außer am 26. Dezember) eine Führung an.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie im Internet unter www.diezaehringer.eu , unter www.diezaehringer.eu/presse oder bei R. Johanna Regnath vom Alemannischen Institut Freiburg e.V. per E-Mail unter
regnath@alemannisches-institut.de oder telefonisch unter 150675-70.

Ihre Ansprechpartnerin im Presse- und Öffentlichkeitsreferat:
Martina Schickle, Telefon: 0761/201-1350
E-Mail:martina.schickle@stadt.freiburg.de

Veröffentlicht am 04. Dezember 2018

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