Sicherer Alltag

Stadt und Land bauen Sicherheitspartnerschaft aus

Innenminister Thomas Strobl und OberbürgermeisterMartin Horn haben Ende voriger Woche die Partnerschaft „Sicherer Alltag“ fortgeschrieben. Bestandteil der Vereinbarung ist eine weitere Verstärkung der Polizeikräfte vor Ort. Über eine Ausweitung des städtischen Vollzugsdienstes soll der Gemeinderat Anfang kommenden Jahres beraten.

Innenminister Thomas Strobl zog ein positives Fazit der bisherigen Partnerschaft: „Wir konnten die Gewaltkriminalität in der Stadt senken und das Sicherheitsgefühl der Freiburger Bürgerinnen und Bürger stärken.“ Im Jahr 2017, so Strobl, sei die Gewaltkriminalität in ganz Freiburg um rund fünf Prozent zurückgegangen, in der Freiburger Altstadt mit ihren Brennpunkten sogar um mehr als 16 Prozent. Für das Jahr 2018 zeichneten sich weitere deutliche Rückgänge ab. „Wir können beweisen, dass wir mitmehr Polizei mehr Sicherheit erzeugen können“, ergänzte Polizeipräsident Bernhard Rotzinger. Die Vergewaltigung einer jungen Frau Mitte Oktober im Industriegebiet Nord habe die Menschen in Freiburg aber wieder erheblich verunsichert, sagte Strobl.

Oberbürgermeister Martin Horn dankte dem Innenminister Strobl für die schnelle Reaktion nach dem Verbrechen in der Hans-Bunte-Straße und für die enge und konstruktive Abstimmung des Sicherheitspapiers: „Das Innenministerium hat unseren Wunsch, die Sicherheitspartnerschaft zu verbessern und auszuweiten, umgehend aufgenommen, dafür bin ich dankbar. Es ist richtig und konsequent, diesen Weg gemeinsam weiter zu beschreiten.“ Freiburg sei eine junge, offene und attraktive Stadt mit hoher Lebensqualität, in der die Menschen  erne leben: „Deshalb müssen wir gemeinsam das Sicherheitsgefühl stärken, damit das auch in Zukunft so bleibt“, so Oberbürgermeister Martin Horn weiter.

Um folgende Punkte wird die Sicherheitspartnerschaft nun erweitert: Das Polizeipräsidium Freiburg erhält fünf Stellen für Ermittlungsassistenten, um die Ermittler der Kriminalpolizei zu entlasten. Außerdem wird die Unterstützung durch das „Polizeipräsidium Einsatz“ mit rund 35 Beamtinnen und Beamten dauerhaft verstetigt. Geplant sind auch gezielte Schwerpunktaktionen, bei denen das Polizeipräsidium Freiburg, das Polizeipräsidium Einsatz, das Landeskriminalamt und die Stadt Freiburg Hand in Hand arbeiten.

Seitens der Stadt laufen bereits Gespräche mit den Gemeinderatsfraktionen über eine Ausweitung des kommunalen Vollzugsdienstes. Dieser soll künftig auch regelmäßig in den Abendstunden und nachts mit einer Erweiterung des Einsatzgebiets zum Einsatz kommen und hierfür entsprechend ausgerüstet und ausgebildet werden.

Demnächst zum Einsatz kommt die angekündigte Videoüberwachung an erkannten Brennpunkten. Nach einer europaweiten Ausschreiburg werden bis zum Frühjahr im Bermudadreieck und in der unteren Bertoldstraße insgesamt 16 Kameras installiert, um die Aufklärung von Straftaten zu verbessern oder im Idealfall Straftaten präventiv zu verhindern. Zur Prävention gehört auch die personelle Aufstockung der aufsuchenden Sozialarbeit durch Streetworker. Dies ermöglicht eine Ausweitung der Präsenz- und Kontaktzeiten im öffentlichen Raum in der Innenstadt sowie auf dem Stühlinger Kirchplatz, insbesondere in den Abendstunden.

Sicherheitskonferenzen in den Stadtteilen

Nicht zuletzt wollen Stadt und Polizei künftig genau hinhören, wo in den Quartieren die Bürgerschaft der Sicherheitsschuh drückt. Hierzu soll es in verschiedenen Stadtteilen öffentliche Sicherheitskonferenzen geben, die sich insbesondere mit Präventionsmaßnahmen beschäftigen. Zur Stärkung des Sicherheitsgefühls soll das Vorgehen von Polizei und Stadt transparent gemacht und Fragen beantwortet werden.

Der erste Termin steht bereits fest: Donnerstag, 29. November, 19.30 Uhr, in der Mensa der Wentzinger-Schulen (Falkenbergerstraße 21) im Mooswald.

Veröffentlicht am 22. November 2018

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