Auftakt der Reihe "Auf Jahr und Tag" am 22. Oktober

Leben in Freiburg in der Neuzeit

Nachdem die ersten Vortragsreihenbesondere Daten der Stadtgeschichte im Blick hatten und die letzte Personen im mittelalterlichen Freiburg gewidmet war, wird in der aktuellen Reihe „Auf Jahr und Tag“ der Universität und vieler anderer Partner das Leben im Freiburg der Neuzeit genauer in den Blick genommen. Los geht es am 22. Oktober mit einem Vortrag über den Kartografen Martin Waldseemüller.

Flyer der Reihe "Auf Jahr und Tag - Leben in Freiburg in der Neuzeit"

Die Neuzeit ist neben der Frühgeschichte, dem Altertum und dem Mittelalter die vierte historische Großepoche, sie reicht von 1500 bis in die Gegenwart. Zu Beginn der Neuzeit kam neben der Renaissance auch die Strömung des Humanismus auf. Der Humanismus rückte den Menschen und seine Eigen- und Besonderheiten in den Mittelpunkt des damaligen Lebens – weg vom klassischen Menschenbild des Mittelalters, das stark auf Gott und das Leben nach dem Tod ausgerichtet war.

Mit dem Start der Reihe wirdgenau diese Zeit des Umbruchs in den Blick genommen. Am Montag, den 22. Oktober, hält PD Dr. Martin Lehmann um 19 Uhr einen Vortrag zu Kartografie und zum Humanismus in der Neuzeit. Im Mittelpunkt steht hier die Persönlichkeit von Martin Waldseemüller.

Der Humanist und renommierte Kartograf prägte seine Zeit in besonderer Weise: 1507 erstellte Waldseemüller eine Weltkarte, die den bisher unbekannten Erdteil jenseits des Atlantiks erstmals benannte: Der Kontinent erhielt von ihm den Namen Amerika. Waldseemüller stützte sich dabei auf die Berichte des florentinischen Seefahrers Amerigo Vespucci, dem er fälschlicherweise die Entdeckung des Kontinents zuschrieb.

Der Vortrag von Lehmann wird sich mit bisher unbekannten Sachverhalten zu Waldseemüllers Karten befassen. In den neun folgenden Vorträgen werden außerdem Architektur, Kunst und Wissenschaft der Neuzeit genauer beleuchtet, des Weiteren das Schulwesen, die Kirche und die Wohlfahrtspflege und nicht zuletzt der Widerstand im Nationalsozialismus. Beispielhaft für ihren Beruf oder ihre soziale Gruppe stehen dabei unter anderem die Ursulinerin Euphemia Dorer, der Verleger Bartholomä Herder, der Politiker Karl von Rotteck und die Dermatologin Bertha Ottenstein.

Auftakt der Reihe "Auf Jahr und Tag" am 22. Oktober

Vortrag von PD Dr. Martin Lehmann zu Martin Waldseemüller, 19 Uhr
Audimax derUniversität Freiburg, KG II, freier Eintritt.

Die folgenden Vorträge finden von Oktober 2018 bis März 2019 immer montags im zweiwöchigen Rhythmus im Audimax der Universität Freiburg statt.
Weitere Informationen gibt es auf www.freiburg-geschichte.de.


Veröffentlicht am 15. Oktober 2018