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Provenienzforschung zu Beständen der Graphischen Sammlungen von Augustinermuseum und Museum für Neue Kunst

Das vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste Magdeburg geförderte Projekt zur Erforschung der Herkunftsgeschichte von Werken aus den Graphischen Sammlungen der Städtischen Museen läuft über den Zeitraum von drei Jahren. Begonnen hat es im Januar 2016. Die Bestände der vor 1945 entstandenen und von 1933 bis heute in die Museen gelangten Graphiken werden auf ihre Provenienz hin untersucht.

Viele Werke sind unbedenklich. Stammen sie direkt von den Künstlerinnen und Künstlern oder aus den über lange Zeit zur Unterstützung der Künstler im Freiburger Kunstverein veranstalteten Weihnachtsausstellungen, kann ein unrechtmäßiger Entzug der Arbeiten ausgeschlossen werden. Anders sieht das bei den Graphiken aus, die bei Kunsthändlern, Antiquitätenhandlungen oder bei Privatpersonen gekauft wurden. Selten sind die Werke so genau dokumentiert, dass sich ihre Vorgeschichte nachvollziehen ließe. Vor allem bei Druckgraphik, die fast immer als Auflage, d.h. in mehreren Exemplaren gedruckt wurde, ist die Vorgeschichte kaum zu ermitteln. Nur wenn die Blätter besondere Merkmale aufweisen, wie z.B. Sammlungsstempel, Beschriftungen oder Markierungen, steigt die Chance, ihre Geschichte zu ermitteln. Aber auch bei Originalgraphik sind die Quellen oft spärlich. Umso wichtiger ist die Kontextforschung, die Biographien von Kunsthändler_innen und Künstler_innen, Ereignisse in der Regionalgeschichte und Ähnliches können weiterhelfen. Alles wird in der Datenbank dokumentiert und kann so auch nach dem Ende der Förderung mit weiteren Informationen ergänzt werden. Das Ziel ist es, so weit wie möglich auszuschließen, dass unrechtmäßig entzogene Werke sich in den Graphischen Sammlungen der Städtischen Museen Freiburg befinden.

Seit Oktober 2018 werden in der Präsentation „Provenienzforschung: Im Fokus“ einzelne untersuchte Graphiken im Rahmen der Sammlung für jeweils 4 bis 5 Wochen im Erdgeschoss des Museums für Neue Kunst ausgestellt. An ihnen wird der aktuelle Forschungsstand gezeigt und seine Möglichkeiten und Grenzen vermittelt.

Christiane Grathwohl-Scheffel M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Provenienzforschung
christiane.grathwohl-scheffel@stadt.freiburg.de
T. +49 761 201 2586

Bild: Emil Bizer, Die himmlische Landschaft, um 1930, Holzschnitt, Foto: Museum

 
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