Freiburg macht mit

Infos rund ums ehrenamtliche Engagement

Vom 26. bis 29. September heißt es dabeisein und mitmachen, denn die Stadt und weitere Organisatoren der Freiburger Mitmachtage setzen auf freiwilliges bürgerschaftliches Engagement.

Unter dem Motto „Informieren – Kennenlernen – Dabeisein“ stellen sich rund hundert Einrichtungen und Vereine von Mittwoch bis Samstag den Freiburger Bürgerinnen und Bürgern vor und regen zum Mitmachen an. Das Angebot soll laut Erstem Bürgermeister Ulrich von Kirchbach öffentlichkeitswirksam zur Teilhabe ermutigen, das Miteinander in den Stadtteilen fördern und die Potenziale des Engagements in Freiburg stärken.
Im Programm sind vor allem viele stadtteilorientierte Angebote, von der katholischen Bücherei St. Barbara in Littenweiler über den Kleiderladen in der Wiehre oder das Familienzentrum Klara im Stühlinger bis hin zum „Zusammen gärtnern“ im Vauban.

Am Samstag, 29. September, stellen sich zudem diverse Einrichtungen, Vereine und Initiativen vor, so beispielsweise das Engagement im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz auf dem Rathausplatz und das Freiburger Zentrum für Engagement am Schwabentorring.

Infos und das vollständige Programm gibt es unter www.freiburg.de/mitmachtage

Ein Drittel hat Zeit für andere

Die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements ist für den gesellschaftlichen Zusammenhang nicht hoch genug einzuschätzen. In Freiburg engagiert sich jede und jeder Dritte in Vereinen, Initiativen oder Verbänden. In der Bürgerumfrage 2016 hat das Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung Fragen zum ehrenamtlichen Engagement gestellt. Wie viele Freiburgerinnen und Freiburger sind ehrenamtlich tätig und wo engagieren sie sich genau?

Von den 2630 Personen, die an der Befragung teilgenommen haben, engagierten sich seinzeit mehr als ein Drittel – nämlich 946 Personen – in einem Ehrenamt. Weitere 10 Prozent gaben an, sich für eine derartige Tätigkeit zu interessieren, und nur jeder Vierte zeigte grundsätzlich kein Interesse. Damit hat sich der Anteil der Engagierten gegenüber dem Jahr 2001 – als das Thema ebenfalls im Rahmen der Bürgerumfrage untersucht wurde – deutlich erhöht. Damals gaben 25 Prozent der Befragten an, ehrenamtlich tätig zu sein, also etwa 10 Prozent weniger als 15 Jahre später.

Wo helfen die meisten?
Angeführt wurde die Liste im Jahr 2016 von Flüchtlingshilfe (26%) gefolgt von Kultur und Musik (23%) und dem allgemeinen Sozialbereich (23%). Im Mittelfeld rangieren Sport (17 %), Kirche (16%), Freizeit (15%) und Umwelt (11%). Am Schluss finden sich die berufliche Interessenvertretung (5%), Feuerwehr und Rettungsdienste (4%) sowie der Justiz- und Kriminalitätsbereich (3%). Nicht selten widmen sich die Engagierten sogar mehreren Bereichen. Zwei Drittel der Befragten gaben an, in zwei (28%), drei (12%) oder sogar in mehreren Bereichen (13%) aktiv zu sein.

Wie oft und warum?
Auch der Umfang der Ehrenamtshilfe wurde von den Forschern abgefragt. Rund 42 Prozent sind mindestens einmal in der Woche unterwegs, 4 Prozent sogar täglich. Jeder Dritte hilft einmal oder mehrmals im Monat. Und warum überhaupt helfen die Menschen? Der wichtigste Grund für das Engagement ist der Wunsch, etwas für das Gemeinwohl zu tun. Dieser Aspekt ist für 38 Prozent „sehr
wichtig“, für weitere 34 Prozent „eher wichtig“. Aber auch der Spaß an der Sache darf nicht zu kurz kommen: 35 Prozent finden dies „sehr wichtig“ und 33 Prozent „eher wichtig“. Weitere bedeutende Motive sind das Kennenlernen von anderen Menschen und die Erweiterung eigener Erfahrungen. Die
gesellschaftliche Anerkennung für die ehrenamtliche Tätigkeit spielt dagegen eine untergeordnete Rolle: Nur 8 Prozent erachten dies als „sehr wichtig“, 17 Prozent als „eher wichtig“.


Veröffentlicht am 24. September 2018
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