Freiburg dreidimensional

Digitales Stadtmodell im Internet

Freiburg aus der Perspektive eines Vogels sehen – das ist seit heute mit städtischer Hilfe möglich. Jeder und jede Interessierte kann sich jetzt online die Stadt dreidimensional anschauen, ohne vor Ort zu sein. Unter der Adresse 3d.freiburg.de kann man sich frei um die rund 60.000 digitalen Gebäudemodelle der Stadt bewegen.

In der Fussgängerperspektive zeigt sich eine Stärke des Modells: Die Textur der Gebäude ist sehr realistisch und zeigt unter anderem die korrekten Schattenwürfe.

Die zugrunde liegenden Daten kommen aus verschiedenen Quellen, zum einen wurde die Stadt überflogen, die Daten des Vermessungsamtes sowie andere Geo-basierte Datensätze sind zusammengefügt und werden laufend aktualisiert. Wichtig ist dabei aber auch der Datenschutz, so wäre technisch beim "Fussgängermodus", also der Ansicht, die laufende Menschen haben würden, eine höhre Auflösung möglich. Darauf wird aber in der frei verfügbaren Anwendung verzichtet, um  nicht jedes Detail in der Stadt zu durchleuchten.
Interessant ist die 3D Karte für viele Gruppen, Touristen können sich am PC ein Bild von der Stadt machen, Architekten können beispielsweise auch Entwürfe von Häusern auf Flächen stellen und sehen, wie sie sich in die Umgebung einfügen würden. Auch für die Bürgherbeteiligung im Baubereich ergeben sich neue Möglichkeiten, und nicht zuletzt können alle Freiburgerinnen und Freiburger ihre Stadt aus neuen Perspektiven kennen lernen.

Nicht nur die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wirft ihre Schatten voraus: Wer möchte, kann sich jahreszeiten- und uhrzeitenabhängig den jeweiligen Schattenwurf ansehen.

Rathausintern nutzen die Mitarbeitenden die Möglichkeit seit 2016 für ihre Arbeit. Das Umweltschutzamt, das Stadtplanungsamt, das Garten- und Tiefbauamt, das Amt für öffentliche Ordnung, die Feuerwehr mit Katastrophenschutz, das Baurechtsamt und die Stadtkämmerei sind bereits in der dritten Dimension unterwegs. Die Lage von Spielplätzen, Kitas, Grillstellen oder Parkhäusern hinzu zu schalten ist ebenso möglich, wie den tageszeitlichen Verlauf des Schattenwurfes der Gebäude zu verfolgen. Statt der einzelnen Gebäudemodelle können der Nutzer und die Nutzerin auch auf eine durchgängige Geländeoberfläche umschalten, die alle Objekte der Erdoberfläche aus der Befliegung von 2017 zeigt.
Man kann zudem Ausschnitte als PDF oder als Link teilen.

Michael Schulz vom Geodatenmanagement hat in jahrelanger Detailarbeit unter anderem dafür Sorge getragen, dass die 3D-Anwendung auch auf Mobilgeräten gut benutzbar ist. Foto: A.J. Schmidt

Was auf dem Bildschirm einfach aussieht, hat im Vorfeld viel Arbeit bereitet. Insgesamt vier Jahre hat das Vermessungsamt an der Erstellung des Stadtmodells gearbeitet. Es hat dafür die Gebäudemodelle aus dem Liegenschaftskataster abgeleitet und Dachformen manuell modelliert. In verschiedenen Stufen entstand so ein dreidimensionales Stadtmodell, bei dem zuletzt die Gebäudemodelle mit Luftbildern „überzogen“ wurden, um eine möglichst realistische Anmutung zu erreichen.

Parallel dazu hat die Stabsstelle Geodatenmanagement im Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung die Web-Anwendung und die Bereitstellung im Internet für die Bürgerinnen und Bürger konzipiert und vorbereitet.

Alle Gebäude sind per Mausklick auswählbar und verraten etwas über ihre Funktion. Der Großteil der Gebäude ist natürlich als Privatgebäude gekennzeichnet.

Der digitale Stadtplan soll laufend weiterentwickelt werden, unter anderem bereiten die Ämter die Darstellung des städtischen Baumbestandes vor.

Insgesamt möchte die Stadtverwaltung mit der Veröffentlichung des 3D-Stadtmodells der Bürgerschaft und der Wirtschaft einen neuen Blick auf die Stadt anbieten. Dazu gehört auch, dass sie den Datensatz des 3D-Stadtmodells in einer vereinfachten Version (LOD1) als OpenData bereitstellt.

Links

Dreisimensionaler Stadtplan:
3d.freiburg.de

Kartendaten als offene Daten:
geodaten.freiburg.de


Veröffentlicht am 14. September 2018
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Service

Das Stadtplanungsamt ist am Freitag, den 28. September 2018, aufgrund einer Fachexkursion ganztägig geschlossen.


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