Hauptfeuerwache an der Eschholzstraße

Neu errichtetes Technikzentrum ist bezugsfertig

Eine Stadtverwaltung muss gewährleisten, dass ihre Feuerwehr reibungslos arbeiten kann. Hierzu gehört auch eine Werkstatt samt Ausrüstung auf dem aktuellen Stand der Technik. Darum zählt die Hauptfeuerwache an der Eschholzstraße seit Jahren zu den großen Investitionsprojekten der Stadt Freiburg.

Bis Ende 2014 wurde die Wache in zwei Bauabschnitten umgebaut und um die Integrierte Leitstelle erweitert. Im Mai 2016 begann dann wiederum unter der Regie des städtischen Gebäudemanagements der dritte Bauabschnitt: Das marode Werkstatt-Gebäude im Hinterhof wurde abgerissen. An seiner Stelle entstand das neue Technik-Zentrum, das seit einigen Wochen bezugsfertig ist und heute von Baubürgermeister Martin Haag auf einem Pressetermin vorgestellt wurde.

Bildergalerie

Einblicke in die Hauptfeuerwache Fotos: A.J. Schmidt

In der Werkstatt können die Feuerwehrleute ihre Ausrüstung reparieren oder neue Teile herstellen.

Mit diesem Gerät wird die Atemschutzausrüstung auf ihre Funktionalität getestet

Der Neubau in der Gesamtübesicht. Rechts im Bild die neue Fahrzeughalle, über der Lehrräume sein werden

Auch für Einsätze mit giftigen Chemikalien ist die Feuerwehr gewappnet: Jerome Krämer vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz zeigt die Schutzanzüge für die Lebensretter.

Auch eine Werkstatt für feinere Arbeiten ist in der Hauptfeuerwache integriert

Neubau des Technik-Zentrums

Dabei hob Haag eine Besonderheit dieses Bauprojektes hervor: "Auch beim Neubau des Technikzentrums mussten alle Arbeiten bei laufendem Feuerwehrbetrieb stattfinden. Da ist ein hohes Maß an Koordination notwendig, und die Abstimmung und Kooperation zwischen allen Projektbeteiligten muss noch enger sein als bei vergleichbaren Großprojekten. Das war eine echte Herausforderung für das GMF, die unser Amt sehr gut hinbekommen hat."

Der Neubau wurde nötig, weil der Technik-Bestandsbau arg in die Jahre gekommen war. Seine Atemschutzwerkstatt war nicht mehr zeitgemäß, im Arbeits- und Gesundheitsschutz wurden nicht mehr die neuesten Anforderungen erfüllt, das Fehlen einer Durchfahrtspur verursachte Rangierbetrieb und mehr Lärm als nötig, Unterboden- und Fahrzeugwäsche waren nicht am selben Ort möglich. Außerdem lag der Waschplatz draußen im Hof, was die Nachbarschaft störte und die Feuerwehrleute bei Wind und Wetter nicht immer erfreute.

Das neue Technikzentrum ist dagegen auf der Höhe der Zeit. Unter einem Dach vereint es die Werkstätten für Atemschutz, für Kfz (mit Waschhalle), für Feuerlöscher, Schläuche und für Elektro. Es ist solide gegen Erdbeben geschützt und folgt den energetischen Leitlinien der Stadt. Der Neubau schließt ans Bestandsgebäude B an, während ein Übergang (Brücke) im zweiten Obergeschoss regengeschützt ins Gebäude D führt. Beim Abriss des Bestandsbaus wurde auch der außenliegende Schlauchabwurf-Schacht beseitigt; nun findet der Transport im Gebäude statt.

Sanierung von Gebäude B​

Mit dem Bezug des Technik-Zentrums hat nun bereits die Sanierung von Gebäudeteil B begonnen, der unterschiedlichste Räume und Nutzungen umfasst. Im Erdgeschoss befindet sich die Fahrzeughalle mit sechs Stellplätzen für große Feuerwehr-Fahrzeuge. Oben drüber gibt es künftig einen großen Lehrsaal, einen kleinen Lehrsaal und einen neuen speziellen Planungsübungsraum, in dem Feuerwehreinsätze anhand von Modellen simuliert werden können.

Markantester Teil von Gebäude B ist der 28 Meter hohe Schlauchturm, in dem die Schläuche zum Trocknen aufgehängt werden, nachdem sie in der neuen Schlauchwäscheanlage im Keller von Gebäude B gereinigt wurden. Der Transport der Schläuche erfolgt im Vergleich zu früher wesentlich geräuschloser per Aufzug.
An der neuen Durchfahrt wurden Sektionaltore angebracht, um die Einsatzfahrzeuge geschützt und auch lärmschützend bestücken und abladen zu können. Zwei weitere Wohltaten für Anwohner: Im neuen Technikzentrum können reparaturbedürftige Fahrzeuge auf der neuen Durchfahrtspur fahren; damit entfällt das bisher häufige Rückfahren mit piepsendem Warnton. Und in der neuen Waschhalle können Fahrzeuge nach dem Einsatz bei geschlossenem Tor gereinigt werden; bisher geschah dies lärmintensiver im Innenhof.Dieses Gebäude ist aller Voraussicht nach im April 2019 saniert. Damit enden dann die Arbeiten an der Hauptfeuerwache. Die Kosten für den dritten Bauabschnitt betragen rund 12 Millionen Euro. Insgesamt wird das anno 2009 begonnene Projekt „Neubau und Sanierung Hauptfeuerwache“ dann voraussichtlich 34 Millionen Euro gekostet haben.

Veröffentlicht am 26. Juli 2018
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