Freiburger Sozialbericht

Die Bevölkerung

Wie leben die Menschen in Freiburg? Welche Menschen leben in Freiburg? Solchen und ähnlichen Fragen geht das Sozialdezernat gemeinsam mit den Statistikern des Amts für Bürgerservice und Informationsverarbeitung im jetzt erschienenen Sozialbericht nach, in dem die Zahlen von Ende 2016 vorliegen. In den nächsten Wochen werden wir in der Rubrik "Leben in Freiburg" verschiedene Themenbereiche aus dem umfangreichen Bericht vorstellen. Thema dieses Artikels ist die Bevölkerung und ihre Altersstruktur, aber auch die Zusammensetzung der Stadtgesellschaft.

Wohnbevölkerung und Einwohner sind nicht dasselbe
Wohnbevölkerung beschreibt nicht dieselbe Gruppe von Menschen wie Einwohner: In der Wohnbevölkerung sind alle Personen, die ihren Hauptwohnsitz in Freiburg haben, enthalten. Bei den Einwohnern sind auch die Personen mit dabei, die nur ihren Nebenwohnsitz in Freiburg haben. Die hier genannten Zahlen beziehen sich auf die Wohnbevölkerung.

Schaut man auf die Wohnbevölkerung, ist Freiburg als Wohnort weiterhin beliebt: Die Bevölkerungszahlen wachsen seit Jahren stetig. 2013 gab es in Freiburg    215 950 Personen, Ende 2016 waren es 224 079, das sind 8129 Personen mehr, ein Anstieg von 3,8 Prozent in drei Jahren. Wenn man nach den Zahlen geht, sollten in Freiburg etwas mehr Frauen als Männer anzutreffen sein: 2016 waren 52,2 Prozent der Wohnbevölkerung weiblich und 47,8 Prozent männlich.

Nach Stadtbezirken aufgegliedert sind Ende 2016 Weingarten (11111 Personen), Rieselfeld (10035) und St. Georgen-Nord (9808) die Bezirke mit den meisten Personen. Haslach-Schildacker (1114 Personen), Brühl-Industriegebiet (1430) und Günterstal (2006) sind dagegen die bevölkerungsärmsten Bezirke in Freiburg.

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Wohnbevölkerung nach Stadtbezirken in Freiburg für das Jahr 2016

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Erkenntnisse über die Altersstruktur der Bevölkerung und wie sie sich von 2005 bis 2016 verändert, bietet das unten stehende Diagramm. Die Wohnbevölkerung teilt sich hier in drei Gruppen auf: unter 18 Jahre, 18 bis unter 65 Jahre, und 65 Jahre und älter. Den größten Anteil macht in Freiburg die mittlere Altersgruppe der 18 bis unter 65-Jährigen aus. Die unter 18-Jährigen und die Gruppe der 65-Jährigen und älter bewegen sich auf einem annähernd gleichen Niveau. Alle drei Gruppen wachsen bis 2016 stetig an.

Die jüngsten Stadtbezirke, gemessen an dem prozentualen Anteil der unter 18-Jährigen, sind für 2016 die Bezirke Rieselfeld (24,9 Prozent), Vauban (23,1 Prozent) und Munzingen (22,5 Prozent). Am anderen Ende der Skala stehen die Bezirke Altstadt-Mitte mit 6,9 Prozent unter 18-Jährigen, Stühlinger-Eschholz (9,1 Prozent) und Altstadt-Ring (9,6 Prozent).

Betrachtet man andere Stadtkreise in Baden-Württemberg, ist Freiburg eine vergleichsweise junge Stadt: In keinem anderen Stadtkreis im Bundesland ist der Anteil der Menschen mit 65 Jahren und älter an der Wohnbevölkerung so gering wie in Freiburg (Stand 2015, letzte Berechnung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder). Ende 2015 gab es in Freiburg 36 189 Personen, die 65 oder älter waren, das sind 16,1 Prozent der gesamten Wohnbevölkerung Freiburgs. Zum Vergleich: Heidelberg ist mit 16,2 Prozent dicht dran, alle anderen Stadtkreise haben höhere Zahlen für diese Altersgruppe. Auch die benachbarten Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald (21 Prozent) und Emmendingen (20 Prozent) sind durchschnittlich älter. Der baden-württembergische Durchschnitt liegt für 2015 bei 19,8 Prozent.

Der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren bewegt sich im Vergleich zu den anderen Stadtkreisen in Baden-Württemberg im Mittelfeld: 2015 machte diese Gruppe in Freiburg 15,9% der Wohnbevölkerung aus. Den höchsten Anteil an Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren hatten 2015 die Stadtkreis Pforzheim und Heilbronn mit jeweils 17,2 Prozent. Einen noch höheren Anteil verzeichneten die Nachbar-Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen (jeweils 17,4 Prozent). Die Gruppe der unter 18-Jährigen ist 2015 in Heidelberg mit 13,6 Prozent am geringsten.

Freiburg ist nicht nur eine junge, sondern auch eine bunte Stadt, in der Menschen aus über 180 Nationen leben. Das lässt sich unter anderem auf die Universität und die Studierenden zurückführen. Bemerkenswert ist aber, dass der Anteil der Ausländer_innen an der Gesamtbevölkerung in Freiburg vergleichsweise gering ist. Von allen Stadtkreisen Baden-Württembergs hat Freiburg den geringsten Ausländer_innenanteil. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund beträgt insgesamt 28,9 Prozent, etwas mehr als die Hälfte davon gehört einer anderen Nationalität an.

Anders ist die Situation im Umland: Die umliegenden Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen weisen wesentlich geringere Anteile auf.

Veröffentlicht am 19. Juli 2018
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Der Sozialbericht

Thema 1: Die Bevölkerung
Thema 2: Arbeiten in Freiburg
Thema 3: Wie wohnen die Menschen in Freiburg?