Dialog zum Platz der Alten Synagoge

NS-Dokuzentrum soll bis 2020 kommen

Noch vor der Sommerpause wird der Gemeinderat über die Einrichtung eines Dokumentations- und Informationszentrums über den Nationalsozialismus in Freiburg entscheiden.

Wichtiger Bestandteil des Zentrums sollen die bei den Bauarbeiten am Platz der Alten Synagoge gefundenen Fundamentreste sein. Das ist eines der Ergebnisse des Dialogverfahrens der Stadtverwaltung mit Vertreterinnen und Vertretern der beiden jüdischen Gemeinden. Die Idee eines ergänzenden Mahnmals auf dem Platz selbst soll nicht weiter verfolgt werden.

Einigkeit besteht auch darin, einen respektvolleren Umgang der Bevölkerung mit dem Synagogenbrunnen zu erreichen. Seit Aufstellung der Informationsstelen hat sich die Situation zwar gebessert, doch noch immer wird im Brunnen von Kindern wie Erwachsenen geplanscht oder gar Bier gekühlt. Verwaltung und jüdische Gemeinden sind im Gespräch, wie es gelingen kann, die Situation dauerhaft zu verbessern.

Der Gemeinderat wird über die Ergebnisse des Dialogverfahrens in seiner Sitzung am 10. Juli beraten. 14 Tage später ist der Grundsatzbeschluss zur Einrichtung des Dokumentatitonszentrums geplant. Es soll bereits im Jahr 2020 eröffnet werden, so der ehrgeizige Zeitplan. Einen Standort gibt es aber noch nicht – lediglich den Wunsch, dass er in fußläufiger Nähe zum Platz der Alten Synagoge liegen soll.

Veröffentlicht am 06. Juli 2018