Open Air, Feste, Public Viewing

Freiburg steht ein heißer Veranstaltungssommer bevor

In diesem Sommer wird es in Freiburg eine Veranstaltungsdichte wie lange nicht geben: Bei acht Open-Air-Konzerten auf der Messe, den großen Sommerfesten wie Seefest, Schlossbergfest, Weinfest, Sea You und ZMF, bei zahlreichen Hocks sowie dem Public Viewing auf der Messe können Hunderttausende feiern.

Um all diese Großveranstaltungen gut zu organisieren und überall für die nötige Sicherheit zu sorgen, laufen derzeit bei der Stadt Freiburg, der FWTM und den Veranstaltern die Vorbereitungen auf Hochtouren. Im Sachgebiet Veranstaltungen und Gewerbe im Amt für öffentliche Ordnung (AföO) werden die Genehmigungsverfahren gesteuert und koordiniert und alle relevanten Fragen zum Beispiel zu Veranstaltungszeiten, Lärm, Verkehr und Sicherheit geklärt.

Bei einem Pressegespräch betonte Oberbürgermeister Dieter Salomon, dass in diesem Jahr die Veranstalter, die FWTM und die Verwaltung noch enger miteinander kooperieren: „Wir wollen eine Ermöglichungskultur. Die Menschen sollen Spaß haben.“ Für den neuen Bürgermeister Stefan Breiter, der in seinem Dezernat auch für das Amt für öffentliche Ordnung zuständig ist, sind die Veranstaltungen eine Herzensangelegenheit: „Freiburg feiert gerne draußen und soll dies weiterhin mit der gebotenen Sicherheit genießen können. Wir haben deshalb alle Kräfte gebündelt, um diesen breit gefächerten Veranstaltungssommer möglich zu machen. Uns ist bewusst, dass wir dabei eine hohe Verantwortung für die Besucherinnen und Besucher und die Nachbarschaft haben.“

Wie schwierig es ist, diesem Anspruch gerecht zu werden, zeigt ein Blick in das Veranstaltungsprogramm, bei dem es zwischen Juni und September praktisch keinen Tag ohne hochkarätige Veranstaltung gibt. Neben traditionellen Klassikern wie dem Zelt Musik Festival (18.7. bis 5.8.), dem Seefest (20. bis 22.7.) oder dem Freiburger Weinfest (5. bis 10.7.) locken Rock-Größen wie Iron Maiden (30.6.) oder die Toten Hosen (18.8.) sicherlich Zehntausende auf das Messegelände. Dazu kommen viele kleinere und größere Veranstaltungen, deren Gesamtzahl sich unter dem Label „Sommer in Freiburg“ auf rund 40 addiert. Nicht nur die neue FWTM-Chefin Hanna Böhme, deren Gesellschaft bei zahlreichen Festen selbst als Veranstalterin fungiert, wünscht sich deswegen vor allem eines: „Mehr Zeit.“

Auch Marc Oßwald, der mit dem ZMF und zahlreichen weiteren Konzerten maßgeblich zum Veranstaltungsreigen beiträgt, zeigte sich zufrieden über die Entwicklung, die Freiburg in den letzten 20 Jahren genommen hat. „Damals gab es noch kein einziges Open-Air-Konzert, jetzt sind es acht.“ Das oft gescholtene Amt für öffentliche Ordnung bekam von ihm gute Noten. Obwohl die Vorschriften seit der Love-Parade-Katastrophe in Duisburg im Juli 2010 deutlich verschärft worden seien, laufe die Zusammenarbeit sehr gut: „Hier wird nichts verhindert.“ Zum Beweis führte Bürgermeister Breiter die Gesamtzahl der 2017 genehmigten Veranstaltungen an: Es waren genau 711. „Das wird gerne übersehen“, so Breiter.

Erstmals auf dem Kalender steht 2018 die „Fan-Arena“, ein Public Viewing zur Fußball- Weltmeisterschaft unter dem Dach der Sick-Arena auf der Messe. Die Enttäuschung darüber, dass es diesmal kein öffentliches Kicken-Kucken unter freiem Himmel gibt, kann Messe-Chef Daniel Strowitzki zwar verstehen, gab aber auch zu bedenken, dass selbst im Sommer nicht immer gutes Wetter sei: „Beim legendären Halbfinalsieg gegen Brasilien 2014 hat es geregnet und die Fan-Meile war praktisch leer.“ Die Fan-Arena gilt auch als Probelauf für die WM 2022 in Katar: Die findet im Winter und damit weit außerhalb der Open-Air-Saison statt.

Veranstaltungsübersicht unter:
www.freiburg.de/sommer

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Veröffentlicht am 29. Mai 2018