Ausstellung des Museums für Neue Kunst

Auf Spurensuche - Julius Bissier und Ostasien

Der in Freiburg geborene Maler Julius Bissier (1893 – 1965) war nie in Ostasien und doch waren die Künste und Kulturen des alten Japans und Chinas wichtige Inspirationsquellen für ihn. Das Museum für Neue Kunst zeigt nun erstmals, welche Bedeutung Ostasien in seinen Werken einnimmt.

Eine Kuratorin führt drei Besucherinnen durch die Ausstellung und erklärt fünf an der Wand hängende Werke.
Führung durch die Ausstellung (Foto: A.J. Schmidt)

Die Ausstellung „Im Raum meiner Imagination. Julius Bissier und Ostasien“ ist in der Ausstellungshalle des Augustinermuseums zu sehen. Präsentiert werden über hundert Arbeiten Bissiers: Tuschen und Eiöltempera, Ölgemälde, Monotypien und Keramiken. Daneben werden Originale aus Ostasien gezeigt, die Bissier als Inspirationsquellen für seine eigenen Werke dienten. Besucherinnen und Besucher der Ausstellung können so nachvollziehen wie sich Bissiers Vorstellung von Ostasien zusammengesetzt hat.

Die Schau geht den Spuren der vielschichtigen und individuellen Auseinandersetzung Bissiers mit Ostasien nach, indem sie die Entwicklung seines Schaffens darstellt. Im Jahr 1919 lernte Bissier den Ethnologen und Kunstwissenschaftler Ernst Grosse und dessen aus Japan stammende Frau Yasu kennen. Diese Begegnung führt dazu, dass er sich zunehmend für die ostasiatischen Kulturen und Künste zu interessieren begann. Bissiers Arbeitsweise änderte sich dadurch radikal: An die Stelle von Öl und Leinwand traten Tusche, Papier und das kleine Format. In den 1930er Jahren wurden seine Werke zunehmend abstrakter. Als ab den späten 1950er Jahren Zen-Buddhismus und ostasiatische Kalligraphie große Aufmerksamkeit in Europa erlangten, wurden Bissiers Werke schließlich international bekannt.

Ergänzt wird die Ausstellung durch die fotografische Installation „Überblendungen. Eine persönliche Spurensuche zu Julius Bissier“ von Eva Rugel. Persönliche Zitate und Bilder zu den verschiedenen Stationen und Personen im Leben Bissiers eröffnen einen weiteren Blick auf den Künstler.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Homepage der städtischen Museen.
 

Veröffentlicht am 22. Mai 2018