Schlaflos durch die Nacht

Nacht der Umwelt am 27. April

Foto eines Uhus
Augen auf heißt es bei der Nacht der Umwelt nicht nur fürdiesen nächtlichen Räuber, den Uhu. Foto: Umweltschutzamt

Wenn die einen das Licht löschen und zu Bett gehen, erwacht bei anderen das Leben. Viele Wildtiere sind ausschließlich in der Nacht aktiv und machen sich auf die Suche nach Nahrung oder Beute. Zum 7. Mal laden jetzt das Umweltschutzamt, das Forstamt und der Mundenhof zur Nacht der Umwelt am Freitag, 27. April, mit spannenden Touren in einer schlaflosen Nacht ein.

Los geht es um 18 Uhr mit einem ornithologischen Abendspaziergang durch den nächtlichen Sternwald. Der Vogelkundler Frank Hohlfeld zeigt, erlauscht und erklärt, wie die Vögel in der Dämmerung zur Ruhe kommen, wo sie schlafen und welche von ihnen nachts aktiv sind. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Gaststätte Waldsee. Wer ein Fernglas besitzt, sollte es unbedingt mitbringen und nutzen, solange es noch hell ist. Für Jugendliche und Familien mit Kindern ab acht Jahren findet um 18.30 Uhr die Führung „Eine kleine Nachtmusik – komponiert von der Natur“ statt. Gisela Friedrich, Leiterin der Naturjugend im NABU, kann dank fundierter Orts- und Naturkenntnis spannende Geschichten über nachtaktive Tiere erzählen. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Gaststätte Waldsee. Die Führung dauert etwa zwei Stunden.

Um 19 Uhr bietet Förster Andreas Schäfer eine geführte Nachtwanderung in die blaue Stunde im Stadtwald an. Treffpunkt ist am Forstamt in der Günterstalstraße 71, die Wanderung dauert etwa vier Stunden. Ebenfalls um 19 Uhr bietet das Forstamt die Möglichkeit, die Zeit zwischen Dämmerung und Nacht auf einem Hochsitz am Waldsee zu verbringen. Für rund drei Stunden kann man den Einbruch der Nacht im Forstrevier Waldsee mit Förster Bernhard Friedmann erleben. Stille und Dunkelheit schärfen die Wahrnehmung, und mit etwas Glück gibt es auch Wildtiere zu sehen. Warme Kleidung und Sitzunterlagen werden empfohlen. Auch Ferngläser sollte man mitbringen, vor allem wenn sie lichtstark sind. Treffpunkt ist der Parkplatz bei der Lehrwerkstatt des Forstamts in der Waldseestraße gegenüber dem Schützenhaus. Das Forstamt organisiert den Transfer zum Hochsitz und zurück. Anschließend können Erlebnisse und Beobachtungen ausgetauscht werden.

Um 20 Uhr findet eine nächtliche Fackelwanderung zu den Waldmenschen statt. Mit dem Künstler Thomas Rees können die Nachtwanderer die 17 Skulpturen entlang des Pfades bestaunen und dabei schlafende Riesen, Wurzelkopf, Wächter, Einhorn, Langnasen und Schneewittchen entdecken. Hinter jeder Skulptur steckt ein eigenes Märchen. Die Fackelwanderung beginnt am Parkplatz beim Waldhaus und dauert etwa zwei Stunden.

Um 20.30 Uhr beginnt die Exkursion „Fledermäuse am Waldsee“. Experte Edmund Hensle informiert über die nachtaktiven Flieger: Noch heute werden Fledermäuse als unheimliche oder magische Tiere beschrieben – nicht zuletzt wegen der nächtlichen Lebensweise und dem geräuschlosen Flug. Mit Nachtsichtgeräten erhalten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in das wirkliche Leben der Fledermäuse, die nachts am Waldsee Insekten jagen. Und sie erfahren, weshalb sie unsere Hilfe brauchen. Bei geeigneter Witterung können sogar unterschiedliche Fledermausarten identifiziert werden. Treffpunkt ist das Bootshaus am Waldsee.

Ebenfalls um 20.30 Uhr gibt es die Gelegenheit, den Mundenhof bei Nacht zu besuchen. Matthias Hiltmann, der Leiter des Tiergeheges, zeigt, wo sich die Erdmännchen nachts zusammenkuscheln und welch ungewöhnliche Art zu schlafen sich die Javaneräffchen ausgesucht haben. Hier, wo um diese Zeit normalerweise alles verlassen und ruhig ist, können Kinder und Erwachsene sehen, was sich nachts bei den Tieren tut. Die zweistündige Tour beginnt beim Steinaffen in der Nähe des Aquariums. Die Teilnahme bei allen Veranstaltungen ist kostenlos, aber eine Anmeldung erforderlich.

Nacht der Umwelt

Freitag, 27. April 2018

Anmeldung: bis Di, 24. 4., unter Tel. 201-6115 oder per Mail an umweltschutzamt@stadt.freiburg.de

Weitere Informationen finden Sie hier.


Veröffentlicht am 12. April 2018

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