Europas Zukunft neu denken

Die Krise der Demokratie ist Thema der 11. Deutsch-Französischen Kulturgespräche

Die Grundwerte der EU-Staaten, die sich insbesondere durch Menschen- und Freiheitsrechte sowie Gleichberechtigung und politische Teilhabe auszeichnen, werden in der heutigen Zeit durch aufsteigende populistische Parteien und autokratische Regierungen zunehmend erschüttert. Wie sich Europa seiner Grundwerte wieder versichern kann, diskutieren vom 26. bis 28. April Expertinnen und Experten der 11. Deutsch-Französischen Kulturgespräche.

Grafik: Figuren schieben Tortenstücke eines Kuchens, der Europa symbolisiert, auseinander
© Andreas Töpfer / Literaturhaus Freiburg

Populismus findet sowohl von Rechts als auch von Links in ganz Europa verstärkten Zulauf, was die letzten Bundestagswahlen sowie das Ergebnis der Parlamentswahlen in Italien kürzlich gezeigt haben. Während der Deutsch-Französischen Kulturgespräche wollen die Veranstalter darum mit Teilnehmenden aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Medien über Ideen für eine zukunftsfähige europäische Gemeinschaft diskutieren. An insgesamt drei Tagen werden verschiedene Thematiken zur aktuellen Krisensituation Europas behandelt und anhand von Podiumsdiskussionen, Lesungen und Workshops aufgearbeitet.

Los geht es am Donnerstag mit einem ersten Dialog über den derzeitigen Zustand europäischer Demokratien und Ideen für ihre Zukunft. Am Freitag dreht sich dann alles um die Frage, wie der Populismus unsere Demokratien verändert. Über mögliche Lösungswege und neue Partizipationsformen können die Teilnehmenden im Workshop „Bürgernah, demokratisch, partizipativ – Europa nur mit uns!“ am Samstag ihre Gedanken und Ideen austauschen.

Neben den angebotenen Workshops und Dialogrunden werden außerdem Filme von Arte gezeigt. Als Partner der Deutsch-Französischen Kulturgespräche hat sich Arte in einer Filmreihe speziell mit dem Thema der Kulturgespräche auseinandergesetzt und in bewegten Bildern umgesetzt.

Zudem bietet die Veranstaltungsreihe Studierenden verschiedener Fachrichtungen in der zweitägigen Zukunftswerkstatt „Muss Europa eine Republik werden“ die Möglichkeit,  sich mit Expertinnen und Experten über die Thesen der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot auszutauschen und den vorgeschlagenen Lösungsansatz aus Guérots Buch „Warum Europa eine Republik  werden muss“ zu hinterfragen.

Zusätzlich findet die Ausstellung „Au coeur de Mai 68“ des französischen Fotografen Philippe Gras statt. In seiner Fotoserie werden von Mittwoch, 25., bis Freitag, 27. April, im Centre Culturel Français Freiburg im Kornhaus, Münsterplatz 11, Fotos von Straßenprotesten von Studierenden im Jahr 1968 gegen starre Strukturen, Vietnamkrieg und die fehlende Aufarbeitung des Nationalsozialismus zu sehen sein.

Alle Infos finden Sie unter
www.freiburg.de/korrespondenzen

Veröffentlicht am 12. April 2018