Aktionswoche

Viel Programm zum ​​Internationalen Frauentag am 8.​ März

Der Internationale Frauentag, der jährlich am 8. März gefeiert wird, ist für Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt ein wichtiges Datum. In manchen Ländern ist er sogar ein gesetzlicher Feiertag. Die Forderung der Frauen nach dem Wahlrecht war der Ursprung für die Entstehung des Frauentags. Auch  wenn dies längst erreicht ist und dieses Jahr das hundertjährige Jubiläum des Wahlrechts für Frauen gefeiert wird, ist die Gleichstellung der Geschlechter weder in Deutschland noch im Rest der Welt umgesetzt.

Frauenorganisationen haben auf dem Rathausplatz Info-Stände aufgebaut. Im Vordergrund weht eine Fahne mit dem Venussymbol (♀).
Ab 11 Uhr präsentieren sich am 8. März Frauenverbände auf dem Rathausplatz. Abends folgt dann noch ein Empfang im Historischen Kaufhaus.

Drei Beispiele: Frauen verdienen im Durchschnitt für dieselbe Arbeit 21 Prozent weniger als Männer. Jede  dritte Frau erfährt mindestens einmal im Leben häusliche oder sexualisierte Gewalt. Kindererziehung,  Pflege und Hausarbeit sind nach wie vor überwiegend Aufgaben der Frauen. Der Frauentag bleibt damit ein wichtiges Datum, um die Rechte von Frauen öffentlichkeitswirksam einzufordern und auf diese Themen aufmerksam zu machen. Auf der ganzen Welt geschieht das am 8. März mit Veranstaltungen, Feiern und  Demonstrationen.

In Freiburg präsentieren sich am Donnerstag, 8. März, Frauenverbände von 11 bis 15 Uhr mit Infoständen  auf dem Rathausplatz. Um 13 Uhr findet eine Kundgebung statt, um den frauenpolitischen Forderungen Ausdruck zu verleihen. Um 17 Uhr lädt die Stadt Freiburg zum Empfang ins Historische Kaufhaus am Münsterplatz. Oberbürgermeister Dieter Salomon, die Frauenbeauftragte Simone Thomas und Katharina  Müller von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands als Vertreterin der Frauenverbände sprechen zum Frauentag.

Im Anschluss an den 8. März beginnen die Aktionstage, die bis Freitag, 16. März, 32 Veranstaltungen umfassen. Angeboten werden Vorträge, Workshops, eine Podiumsdiskussion, Kabarett, Filme, Ausstellungen, Infoveranstaltungen, Gesundheitsangebote, zwei Gottesdienste, Netzwerktreffen und ein großes Fest. Frauen und Mädchen können sich über Ausbildung und Beruf, Gesundheit, Familie, Gewalt gegen Frauen, Flucht und Migration, Frauenrechte, Empowerment und Selbstverteidigung informieren. Gerade das Thema Gewalt gegen Frauen bleibt ein Dauerbrenner und die Bekämpfung  geschlechtsspezifischer Gewalt ein vordringliches Anliegen. Durch #metoo hat die gesellschaftliche Debatte über Gewalt und sexuelle Belästigung an Frauen an Fahrt auf genommen. Außerdem trat am 1.Februar 2018 das  Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt, die sogenannte Istanbul-Konvention, in Deutschland in Kraft. Dies ist ein verbindlicher völkerrechtlicher Vertrag, der eine Gesamtstrategie gegen Gewalt vorschreibt und mehr  aktive Gleichstellungspolitik fordert. Bund, Länder und Kommunen müssen sich in Bezug auf Prävention und Intervention abstimmen. Außerdem sollen Hilfsangebote für Frauen verbessert und die Menschen über
Bildungsangebote für das Problem sensibilisiert werden.

Das Programm zum 8. März und den Aktionstagen ist erhältlich bei der Stelle zur Gleichberechtigung der  Frau (Tel. 201-1700, Fax 201-1729, frauenbeauftragte@stadt.freiburg.de) oder als PDF zum Herunterladen (389,6 KB)

www.freiburg.de/frauenbeauftragte
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Veröffentlicht am 05. März 2018
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