A 860, Stadttunnel Freiburg

Die Ortsdurchfahrt Freiburg der B 31 ist Bestandteil einer West-Ost-Achse vom Rheintal mit der Bundesautobahn A 5 zur A 81 bei Geisingen und weiter auf der B 311 bis Ulm. Neben der Bundesautobahn A 8 Karlsruhe – Stuttgart ist diese Achse die wichtigste West-Ost-Verbindung im Süden Baden-Württembergs.

Die Ortsdurchfahrt ist dabei ein Nadelöhr für den Durchgangsverkehr. Der Durchgangsverkehr bedeutet wiederum einen großen Nachteil für die Stadt Freiburg, da er sowohl den innerstädtischen Verkehrsfluss behindert als auch den Erholungswert in unmittelbarer Nähe der Dreisam erheblich beeinträchtigt. Mit dem Stadttunnel können der größte Teil des Verkehrs (rund 68 Prozent des Gesamtverkehrs) und sogar etwa 80 Prozent des Schwerverkehrs (Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen) in den Untergrund verlagert werden.

Im Bereich der Brauerei Ganter (Ganterknoten) konnte zunächst nur ein sogenannter Halbanschluss (d.h. nur eine Ein- und eine Ausfahrtsrampe) geplant werden, da die Straße als Bundesstraße eingestuft ist. Mit der Zustimmung des Bundes zu einer späteren Aufstufung des Abschnittes der B 31 zwischen den Anschlussstellen Freiburg-Mitte und Kirchzarten zur Bundesautobahn A 860 war die Planung eines Vollanschlusses am Ganterknoten möglich. Der Vollanschluss besitzt im Vergleich zu einem Halbanschluss je eine Ein- und Ausfahrt zusätzlich. Dies führt zu einer maximalen Verkehrsentlastung der Freiburger Innenstadt und einer optimalen Auslastung des Stadttunnels.

Beschlüsse, Entscheidungen, Vorgaben

  • Bundesverkehrswegeplan 2030 - Vordringlicher Bedarf
  • Vorzugsvariante der Vorplanung mit Vollanschluss am Ganterknoten
  • Aufstufung der unterirdischen Trasse im Zuge der Verkehrsfreigabe des Stadttunnels zur Bundesautobahn (BAB A 860)
  • Nachfolgende Abstufung und Umgestaltung der heutigen Bundesstraße (B 31) zur Stadtstraße.

Stand

Die Vorplanung mit der Wahl der Vorzugsvariante ist abgeschlossen, die Genehmigung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg und die Zustimmung des Bundesverkehrsministerums liegen vor. Die nächste Planungsphase, die Entwurfsplanung, beginnt im Januar 2018 und läuft bis voraussichtlich bis zum Jahr 2020 oder 2021.


Bürgerbeteiligung

Gesetzlich vorgesehen

a) Bereits durchgeführt:

  • -

b) Vorgesehen:

  • Planfeststellungsverfahren nach  §§ 17 ff Bundesfernstraßengesetz.und §§ 72 ff Landesverwaltungsverfahrensgesetz
    - mit öffentlicher Auslegung der Pläne
    - der Möglichkeit Einwendungen zu erheben
    mit Erörterungstermin mit dem Vorhabenträger, den für die betroffenen Belange zuständigen Behörden, den Einwendern und den Betroffenen

Freiwillige Beteiligung

a) Bereits durchgeführt:

  • Informationsveranstaltungen
  • Erste Sitzung der Begleitgruppe der Bürgervereine und der Initiative Stadttunnel

b) Vorgesehen:

  • Begleitgruppe Bürgervereine
  • Themenspezifische Arbeitsgruppen
  • Weitere Informationsveranstaltungen
  • Gemeinderätliche Arbeitsgruppe
  • Einrichten einer Projektwebseite www.stadttunnel-freiburg.de

Kosten

Entwurfsplanung: rund 5 Mio. Euro
Baukosten: rund 325,5 Mio. Euro


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Kontakt

Regierungspräsidium Freiburg
Dominic Esche
Referent für Bürgerbeteiligung
Bissierstraße 7
79114 Freiburg
Tel. +49 (761) 208-4472
dominic.esche@rpf.bwl.de

Garten- und Tiefbauamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg
gut@stadt.freiburg.de


Weiterführende Informationen

auf der Homepage des Regierungspräsidiums:
rp.baden-wuerttemberg.de


zuletzt aktualisiert: 22.02.2018 15:53