Sturmtief Burglind

Forstamt schätzt den Schaden im Stadtwald und mahnt zur Vorsicht

Das Sturmtief „Burglind“ fegte am 3. Januar mit heftigen Orkanböen über weite Teile Deutschlands. Am Feldberg erreichte die Windgeschwindigkeit über 150 Stundenkilometer. Wie überall im Südwesten hat der Sturm auch in den Freiburger Wäldern um die Mittagszeit Schäden angerichtet: Im ganzen Stadtwald wurden Einzelbäume oder Gruppen von Bäumen entwurzelt. Negativ wirkten sich dabei die starken Niederschläge der letzten Wochen aus, denn in sehr nassen, wassergesättigten Böden verlieren die Wurzeln der Bäume an Halt.

Im südlichen Mooswald hat das Forstamt mit die heftigsten Schäden festgestellt. Alle Waldbesucherinnen und -besucher sollten weiterhin vorsichtig sein und sich auf die breiteren Wege beschränken. Foto: A.J. Schmidt

Einzelne entwurzelte Bäume gibt es in allen Bereichen des Stadtwaldes. Betroffen waren vor allem hohe und zu dieser Jahreszeit durch die grüne Krone besonders anfällige Nadelbäume. Die heftigsten Sturmschäden gab es auf dem Brombergkopf oberhalb der Wiehre sowie im südlichen Mooswald, wo vor allem die durch das Eschentriebsterben geschädigten Eschen umfielen, da deren Wurzeln weitestgehend abgestorben sind.

Die Gesamtmenge des Sturmholzes liegt nach aktuellen Schätzungen bei insgesamt rund 4.000 Festmetern. Hinzu kommen vereinzelte Hochwasserschäden an den Waldwegen.

Vorsicht auf schmalen Wegen und Mountainbike-Strecken

Das Forstamt hat die öffentlichen Straßen im und am Stadtwald am 3. und 4. Januar von umgefallenen Bäumen befreit und Anfang dieser Woche auch die Holzabfuhrwege im Wald weitgehend freigeräumt. Nach der Wetterberuhigung der letzten Tage besteht für das Laufen und Radfahren auf diesen breiten Fahrwegen inzwischen keine erhöhte Gefahr mehr.

Dies gilt jedoch explizit nicht für die im Stadtwald markierten schmalen Wanderwege und Mountainbike-Strecken! Von diesen kann bis Ende Februar eine Gefahr ausgehen. Wegen der großen Sturmschäden und der Priorisierung besonders gefährdeter Bereiche kann es bis Ende Februar dauern, bis das Forstamt alle diese Wege von umgeworfenen Bäumen befreit hat.

Aufgrund der stark wassergesättigten Böden sind aktuell nicht alle Waldbereiche abseits der Fahrwege mit Forstschleppern erreichbar.

Mögliche Sperrungen der Mountainbike-Downhillstrecken und Singletrails im Stadtwald weist der Verein Mountainbike Freiburg vor Ort aus. Sie sind unbedingt zu beachten! Der Verein informiert auf seiner Internetseite www.mountainbike-freiburg.com, welche Strecken und Abschnitte ab wann wieder befahrbar sind.

Das Forstamt appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Waldbesuch vorerst auf die breiten Wege zu beschränken. Beim Begehen der schmalen Fußpfade besteht wegen halb umgefallener Bäume und in den Baumkronen hängender Starkäste noch bis ins Frühjahr hinein eine ernste Gefahr. Insbesondere sollten Bürgerinnen und Bürger nicht selbst versuchen, Waldwege frei zu sägen, da das Holz umgestürzter Bäume unter extremer Spannung steht. Nicht sachgemäßes Arbeiten kann zu schweren Unfällen führen.

Veröffentlicht am 09. Januar 2018
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