Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr

8. Oktober bis 30. November 2018 geschlossen

Eintrittspreise

Dauer- und Sonderausstellung:
7 Euro / erm. 5 Euro


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19. Mai – 23. September 2018

Im Raum meiner Imagination. Julius Bissier und Ostasien

Ausstellungshalle im Augustinermuseum – eine Ausstellung des Museums für Neue Kunst

Tuschemalerei, Farbholzschnitte, Teekeramik und philosophische Schriften des Zen-Buddhismus und des Daoismus: Die Kunst und Kultur Ostasiens war für den in Freiburg geborenen Künstler Julius Bissier (1893–1965) eine bedeutende Inspirationsquelle. Er eignete sich Material und Technik an, griff Motive und Schriftbilder auf. Die Ausstellung „Im Raum meiner Imagination. Julius Bissier und Ostasien“ geht diesen Spuren nach. Zu sehen sind über hundert Werke Bissiers, Tuschen und Eiöltempera, Ölgemälde, Monotypien und Keramiken, neben Originalen aus Ostasien. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, offensichtliche und versteckte – und mitunter auch spekulative – Analogien zu entdecken.

Den Beginn für Bissiers Auseinandersetzung mit Ostasien markiert eine Begegnung: Im Jahr 1919 lernte der junge Künstler den Sammler und Kunstverständigen Ernst Grosse (1862–1927) und dessen aus Japan stammende Frau Yasu (1890–1947) kennen. Durch Grosses Sammlung kam Bissier mit originalen Kunstwerken aus Japan und China in Kontakt und griff diese Impulse in seinem künstlerischen Schaffen auf. Hochkarätige Originale, die Grosse zusammengetragen hat, sind auch in der Ausstellung zu sehen. Für Bissier, der sich seit den 1930er-Jahren vor allem mit der Tusche und der Kalligraphie auseinandersetze, war Ostasien Anregung und Reibungspunkt zugleich.

Internationale Bekanntheit erlangte Bissier erst in den späten 1950er-Jahren. 1958 wurde ihm eine große Retrospektive in Hannover gewidmet. In dieser Zeit erfuhren der Zen-Buddhismus und die ostasiatische Kalligraphie große Aufmerksamkeit außerhalb Ostasiens – vor diesem Hintergrund wurden nun auch Bissiers Arbeiten, insbesondere seine Tuschen, neu bewertet und besonders geschätzt.


Tuschezeichnung von Julius Bissier
Julius Bissier, 29.4.1957, 1957, Tusche, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen © VG BILD-KUNST, Bonn 2017, Foto: Achim Kukulies

Alter Dolch
Foto: Bernhard Strauss

Bogenförmiges altes Metallobjekt
Foto: Bernhard Strauss

Metallene geschwungene Gürtelschnalle, mit Edelsteinen verziert
Foto: Bernhard Strauss

Keramikbecher mit Lochverzierungen
Foto: Bernhard Strauss

Dunkelgrauer alter Pokal
Foto: Bernhard Strauss

Gefäß mit Verzierungen
Foto: Bernhard Strauss

Aktuell in der Ausstellung


Vermittlungsangebote

Der Buchungsservice informiert unter Telefon 0761 / 201-2501 oder per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de über Führungen und Vermittlungsangebote für Kindergärten, Schulen und inklusive Gruppen.


Alter Dolch
Julius Bissier, „Zerstreute Elemente“, 1948, Monotypie auf Papier, Städtische Museen Freiburg – Museum für Neue Kunst, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Axel Killian

Bogenförmiges altes Metallobjekt
Julius Bissier, „aufprallende Woge“, 1939, Tusche auf Papier, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Achim Kukulies

Metallene geschwungene Gürtelschnalle, mit Edelsteinen verziert
Julius Bissier, „Rondine 24. Jan. 62“, 1962, Eiöltempera auf Baumwolle, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Walter Klein

Keramikbecher mit Lochverzierungen
Seto-Teedosen (jap. chaire), 16./17. Jahrhundert, Japan © Städtische Museen Freiburg – Ethnologische Sammlung, Foto: Axel Killian

Dunkelgrauer alter Pokal
Julius Bissier, „29.9.61 J.B“, 1961, Tusche auf Papier, Städtische Museen Freiburg – Museum für Neue Kunst, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Axel Killian

Gefäß mit Verzierungen
Wu Changshuo (1844–1927), Freihand-Kopie einer Steininschrift aus der Nördlichen Song-Dynastie (960–1127), 1909, China, Kalligraphie, Tusche auf Papier, © Städtische Museen Freiburg – Ethnologische Sammlung, Foto: Axel Killian

 
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