Rund 40 Bäume müssen ersetzt werden

Bilanz des Unwetters in Freiburg

Das Unwetter der vergangenen Woche sorgte für reichlich Chaos auf Freiburgs Straßen und Plätzen (Foto: Stadt Freiburg)

Rund 40 Bäume im gesamten Stadtgebiet müssen ersetzt werden: Das ist die vorläufige Bilanz des Garten- und Tiefbauamts (GuT) nach dem Unwetter am vergangenen Wochenende. Derzeit ist das GuT vor allem mit Aufräumarbeiten beschäftigt, um die Behinderungen und Gefahren durch herumliegende Baumteile und Äste möglichst schnell zu beseitigen. Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Wochen dauern.

Noch längere Zeit wird das GuT mit den Schäden beschäftigt sein. So müssen viele Bäume, an denen Äste oder Teile der Baumkrone abgebrochen sind, nachgeschnitten werden, um wieder eine gleichmäßige Baumkrone zu erhalten. An einigen Stellen müssen auch Wege ausgebessert oder erneuert werden. Dies ist beispielsweise bei dem Gehweg vor dem Alten Kloster notwendig. Außerdem müssen die Fachleute des GuT nach dem heftigen Sturm viele Bäume im gesamten Stadtgebiet kontrollieren.

Der Grund für die großen Schäden lag zum einen an den heftigen Windböen, die in den Häuserschluchten wie durch einen Windkanal noch verstärkt wurden, und zum anderen an der Jahreszeit. Laut einem Wetterkurzgutachten von Meteo-Data herrschte in Freiburg eine Windstärke von bis zu 100 km/h. Anders als beim Sturm Lothar waren vor allem Laubbäume betroffen, die dem Wind bei voller Belaubung eine große Angriffsfläche bieten.

Alle städtischen Bäume werden mindestens einmal pro Jahr auf ihre Stand- und Verkehrssicherheit hin beurteilt. Wenn Sicherheitsmängel von außen erkannt werden, werden diese umgehend beseitigt. Bei einem Sturm mit Windböen, wie beim Gewitter am vergangenen Freitag, können jedoch auch völlig gesunde Bäume und Äste brechen. Bei den umgefallenen Bäumen oder abgebrochenen Ästen wurden, so die erste Schadensbeurteilung des GuT, keine Vorschädigungen festgestellt.

Die 40 umgestürzten oder massiv geschädigten Bäume werden in der Regel ersetzt. Auch wenn das Bild in den Straßen, Plätzen und Parkanlagen nach dem Sturm etwas anderes vermuten ließ, so sind die Schäden doch lokal begrenzt. Nach den Aufräumarbeiten werden kaum mehr Lücken im Baumbestand auffallen. Allerdings gibt es einzelne Bäume, die durchaus im Stadtbild fehlen werden. So haben die beiden umgestürzten Kastanien vor dem Schwarzen Kloster eine große Lücke in der Baumreihe hinterlassen und auch auf dem Stühlinger Kirchplatz oder in der Wannerstraße müssen geschädigte Bäume entfernt werden, die deutliche Lücken hinterlassen werden.


Damenfahrrad sucht Besitzer*in

Die beim Unwetter eingestürzten Kastanienbäume am Schwarzen Kloster begruben auch zahlreiche Fahrräder unter sich. Nur eines, dieses schwarze Damenfahrrad oben im Bild, konnte ohne Schäden unter den Bäumen geborgen werden.  Die Besitzerin oder der Besitzer kann das Rad beim Betriebshof des Garten- und Tiefbauamts abholen. Das Rad war mit einem Zahlenschloss gesichert, das für die Bergung geknackt werden musste.

Weitere Informationen und Kontakt:
Garten- und Tiefbauamt
Tel.0761 / 201- 4721
gut@stadt.freiburg.de


Die Kosten für die Ersatzpflanzungen liegen bei rund 20.000 Euro. Stärker ins Gewicht fallen jedoch die Kosten für die Aufräumarbeiten und die Nachbehandlung geschädigter Bäume, die nicht entfernt, aber beschnitten werden müssen, sowie für zusätzliche Baumkontrollen, die nach einem Sturm dieser Größenordnung notwendig werden. Diese Kosten werden auf 160.000 Euro geschätzt. Noch nicht zu beziffern sind die Kosten für die Wiederherstellung von Wegen.

Da der Gewittersturm als so genannte höhere Gewalt eingestuft wird, haftet die Stadt als Eigentümer der Bäume nicht für die verursachten Schäden an Privateigentum. Dies müssen entweder die Teilkaskoversicherung bei Fahrzeugen oder die Gebäudeversicherung bei Gebäuden übernehmen.

Veröffentlicht am 25.08.2017

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