Projektgruppe Neue Wohnbauflächen (ProWo)

Mooswald West

Am Westrand des Stadtteils Mooswald soll ein gemischtes Wohnviertel entstehen. Es soll den Lärm und die Luftbelastungen der Padua- und Granadaallee baulich abschirmen und sich zum bestehenden Stadtteil hin öffnen. Das Ganze wird mit neuen öffentlichen Grünflächen und Freiräumen verbunden. Durch den Zuwachs an Bewohner*innen kann das Stadtteilzentrum an der Elsässer Straße gestärkt und die Ansiedlung neuer Geschäfte und Dienstleister ermöglicht werden.

Das Plangebiet Mooswald West ist ingesamt 13 Hektar groß. Davon sind ungefähr 11 Hektar Wald. Die Fläche liegt zwischen Paduaallee bzw. Granadaallee, Rehwinkel und der S-Bahntrasse. Besondere Herausforderungen sind der Verkehrslärm und eine gute Freiraumversorgung.

Die Ende 2015 gebildete Projektgruppe Neue Wohnbauflächen (ProWo) arbeitet an der Entwicklung neuer Flächen für den Wohnbau, um die dringend benötigten zusätzlichen Wohnungen zu schaffen. Aus dem noch in Arbeit befindlichen Perspektivplan wurden fünf Flächen vorgezogen, die nach dem Willen des Gemeinderates für den Wohnungsbau entwickelt werden sollen. Mooswald West ist eine davon.

Beschlüsse, Entscheidungen, Vorgaben

  • Einrichtung und Ziele der Projektgruppe Neue Wohnbauflächen, erste Flächenpotenziale für neue Wohnbauflächen (Drucksache G-15/218 vom Dezember 2015, Gemeinderat)
  • Weiteres Vorgehen bei der Wohnbauflächenentwicklung (Drucksache G-16/177 vom Oktober 2016, Gemeinderat)
  • Stand der Flächenentwicklung und weiteres Vorgehen (Drucksache G-18/127 vom November 2018)

Stand

Der Schwerpunkt der Prüfungen dieser Fläche hinsichtlich ihrer Eignung für den Wohnungsbau lag von Beginn an auf der Begutachtung der Natur mit ihren Biotopen, Tier- und Pflanzenarten und dem Boden.

Um den Verlust an Waldfläche auszugleichen zu können, wurde ein sogenanntes Waldumwandlungsverfahren vorbereitet. Dieses bereitet die Änderung der Waldfläche in eine neue Flächennutzung vor.

Erfassungen zu Lebensräumen und Arten wurden im Jahr 2017 vollständig durchgeführt. Es wurden z.B. Daten gesammelt zum Vorkommen von Tieren, Pflanzen und Biotopen. Ebenfalls wurden Bodenbeschaffenheiten, Wasserstände, klimatische Verhältnisse, Lärm oder Luftschadstoffe erfasst.

Gutachten zum technischen Umweltschutz, zur Erschließung o. ä. wurden noch nicht erstellt. Eine breit angelegte Bürgerbeteiligung, bei der auch diese ProWo-Fläche thematisiert wurde, fand im Rahmen des Projekts „Rahmenkonzept Stadtteil Mooswald“ statt (mehr Informationen dazu unter www.freiburg.de/rahmenkonzeptmooswald).

Verschiedene Gutachten haben gezeigt, dass für die Schutzgüter Boden sowie für Pflanzen, Tiere und die biologische Vielfalt im Falle einer Bebauung ein erheblicher Ausgleich zu schaffen wäre. Insgesamt wäre der finanzielle und zeitliche Aufwand der erforderlichen Kompensationsmaßnahmen aller Belange sehr hoch. Für Ersatzaufforstungsflächen müsste vermutlich auf Flächen außerhalb des Stadtkreises zurückgegriffen werden. Dennoch ergibt sich nach dem bisherigen Stand der Untersuchungen weder rechtlich noch fachlich ein Ausschlussgrund für eine Bebauung. Auch wenn der Entwicklung weitere fachgutachterliche Untersuchungen, rechtliche Verfahren und Kompensationsmaßnahmen vorauslaufen müssten, ist die Eignung dieser städtischen Fläche für den Wohnungsbau unbestritten.

Die offenkundige Verkehrslärmbelastung könnte durch bauliche Maßnahmen reduziert werden, erste Ideen hierfür wurden im Rahmenplan entwickelt (siehe auch die Dokumentation zum Rahmenkonzept Mooswald).

Aufgrund der erheblichen planerischen und finanziellen Herausforderungen sowie der Vorbehalte der Bürgerschaft im Stadtteil wurde die ProWo-Fläche „Mooswald West“ vorerst in ihrer Bearbeitung zurück gestellt. Der Gemeinderat hat die Verwaltung beauftragt, diese Fläche im Gesamtkontext der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans 2040 vertieft zu prüfen.

Bürgerbeteiligung

Gesetzlich vorgesehen

a) Bereits durchgeführt

  • Im Mai 2016 fand ein Scoping-Termin speziell zum Thema Inanspruchnahme von Wald statt. Um die Umweltprüfung zur nachfolgenden Bebauungsplanerstellung ging es bei diesem Termin noch nicht. Der Scoping-Termin dient der Beteiligung der betroffenen Behörden und Träger öffentlicher Belange. Damit wird überhaupt erst ermittelt, wie umfangreich und detailliert die Umweltprüfungen sein müssen.
    Eingeladen hatten die Körperschaftsforstdirektion / Regierungspräsidium zusammen mit der Stadt Freiburg. Die Öffentlichkeit war gemäß §§19 Umweltverwaltungsgesetz als Zuhörerschaft eingeladen.

b) Vorgesehen

  • -

Freiwillige Beteiligung

a) Bereits durchgeführt

  • Nach den formalen Beschlüssen des Gemeinderats zur Einrichtung der Projektgruppe Neue Wohnbauflächen sowie den ersten fünf potenziellen Flächen wurden im Dezember 2015 die Gespräche mit dem zuständigen Bürgerverein aufgenommen.
  • Im Anschluss an den Scopingtermin speziell zum Thema Inanspruchnahme von Wald hatten Bürger*innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anregungen vorzubringen.

b) Vorgesehen

  • -

Kosten

-

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Kontakt

Projektgruppe Neue Wohnbauflächen (ProWo)
Dezernat V

Stadtplanungsamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg
ProWo@stadt.freiburg.de

Weitere Informationen

zuletzt aktualisiert: 21.06.2019 16:31