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Ausstellungen – Lesungen – Filme – Tanz – Theater - Workshops

28. April – 22. Juni 2017

Die Freiburger Veranstaltungsreihe "Weltensammlerinnen" setzt auf das kreative Potential von Kulturakteurinnen aus verschiedensten Herkunftsländern, die im deutschsprachigen Raum leben. In ihren Werken und Aktionen befragen sie Realitäten und hinterfragen scheinbare Selbstverständlichkeiten. Sie zeigen auf, dass Identitätsfindung ein steter Prozess ist, ein dynamisches Spiel von Zugehörigkeiten. Sie eröffnen neue Horizonte, indem sie Geschichte, Sprache und Kultur ihres Herkunftslandes ins Spiel bringen.

Auf dem Programm stehen Lesungen,  Filme, Gespräche, Workshops, Ausstellungen und weitere künstlerische Interventionen.

Auftakt am 28. April, 18 Uhr, E-WERK Freiburg

Grußwort: Bürgermeister Ulrich von Kirchbach
Einführung: Dr. Nicoletta Torcelli, Kuratorin
Ausstellungeröffnung Eriphyli Veneri
Lesung mit Yoko Tawada
Party mit DJane Ph@ter Sound


Veranstaltungsüberblick

Datum Ort Uhrzeit Veranstaltung
Freitag, 28. April E-WERK Foyer und Galerie 1 18–20 Uhr Offizieller Auftakt
Grußwort Bürgermeister Ulrich von Kirchbach

Eriphyli Veneri
Ausstellungseröffnung
"Transitional Permanence: An incentive for creation"
Freitag, 28. April E-WERK Kammertheater 20.30–22 Uhr Yoko Tawada
performative Lesung
Freitag, 28. April E-WERK Foyer 22-24 Uhr Ph@ter Sound
Party!
Samstag, 29. April E-WERK Foyer 16-17 Uhr Leonora Lorena
Eat Art Projekt "Food and Memories"
Samstag, 29. April E-WERK Foyer 17.30-18 Uhr Monika Kozaczka / Susanna Grob
kollektive Performance "Bewegung im Dazwischen"
Samstag, 29. April E-WERK Kammertheater 18-20 Uhr Günfer Çölgeçen / Marylin Pardo
theatrale Lesung "Die Kriegerin"
Samstag, 29. April E-WERK Saal 20-22 Uhr Karolin Stächele
Tanzstück "The Blob"
Freitag, 5. Mai Fischmüllers Kabinett 18-19 Uhr Jazzmin Tutum
kolletive Performance "Written on this Body"
Freitag, 5. Mai Alter Wiehrebahnhof Kino 20-22 Uhr Olga Grjasnowa
Lesung "Gott ist nicht schüchtern"
Samstag, 6. Mai Alter Wiehrebahnhof Galerie 18-20 Uhr Asoo Khanmohammadi
Ausstellungseröffnung "Ein Blick am Rand"
Samstag, 6. Mai Alter Wiehrebahnhof Kino 20-22-30 Uhr Liwaa Yazji
Dokumentarfilm "Haunted"
Dienstag, 9. Mai Alter Wiehrebahnof Galerie 20-22 Uhr Iris Wolff
Lesung "So tun als ob es regnet"
Mittwoch, 10. Mai Alter Wiehrebahnhof Kino 19.30-22.30 Uhr Silvia Voser
Filme aus dem Senegal
Freitag, 12.05. VHS Colombi-Eck Räume 17+18 18-21 Uhr Lena Litov, Olga Makarova, Annabel Pattullo, Laila Sahrai
Ausstellungseröffnung "Innenwelten der Außenwelt"
Mittwoch, 17. Mai Alter Wiehrebahnhof Kino 19.30-22.30 Uhr Ahu Öztürk
Spielfilm "Toz Bezi"
Freitag, 19. Mai VHS Colombi-Eck Räume 17+18 19-21 Uhr Maria Cristina Tangorra
Bildvortrag "Zwischen den Welten"
Mittwoch, 24. Mai VHS Colombi-Eck Cafeteria 18-20 Uhr Künstlerinnen-Gespräch zur Ausstellung "Innenwelten der Außenwelt"
Mittwoch, 07.Juni Alter Wiehrebahnhof Kino 19.30-22.30 Uhr Chantal Akerman
Filmessay "D’Est"

Veranstaltungsorte

  • E-WERK Freiburg, Eschholzstraße 77 ​
  • Alter Wiehrebahnhof: Kommunales Kino / Literaturbüro, Urachstraße 40
  • Fischmüllers Kabinett für ausserordentliche Erfahrungen, Fischerau 10 ​
  • VHS im Colombi-Eck, Friedrichstraße 52 ​

Ausstellungen

LESUNGEN / PERFORMANCES

PARTIZIPATIVE PROJEKTE / WORKSHOPS

FILME

Wie die Regisseurinnen unseres Schwerpunktprogramms sind auch ihre Protagonistinnen in der einen oder anderen Weise Grenzgängerinnen. Sie überschreiten freiwillig und manchmal auch unfreiwillig Kulturgrenzen. mehr...

Wie die Regisseurinnen unseres Schwerpunktprogramms sind auch ihre Protagonistinnen in der einen oder anderen Weise Grenzgängerinnen. Sie überschreiten freiwillig und manchmal auch unfreiwillig Kulturgrenzen. Dabei stoßen sie an physische oder psychische Grenzen, so wie in HAUNTED und TOZ BEZI. Beide Filme zeigen eindringlich die Haltlosigkeit eines Lebens im eigenen Land. In dem syrischen Dokumentarfilm HAUNTED geht es um die Frage ‚gehen oder bleiben?‘ im Krieg. Gehen aber wohin? Eine existentielle Frage, die die SyrerInnen umtreibt, ja bis zur Verzweiflung bringt. Eine Frau sagt: Es ist nicht leicht, alles hinter sich zu lassen und eine Feder im Wind zu werden. HAUNTED ist der erste Film von Liwaa Yazji, einer gebürtigen Moskauerin, die in Damaskus studierte und jetzt in Berlin lebt. Von anderen Nöten und Sorgen erzählt der zugleich engagierte und einfühlsame Spielfilm TOZ BEZI (Staubtuch). Er begleitet zwei kurdische Frauen, die sich in Istanbul mit Putzstellen bei wohlhabenden Mittelschichtskundinnen über Wasser halten. Die Parallelwelten und die zahllosen Zwischentöne einer inneren Migration spiegeln eindringlich die tiefen Verwerfungen innerhalb der türkischen Gesellschaft. TOZ BEZI ist der erste Langfilm der kurdischen Regisseurin Ahu Öztürk, die u.a. beim Internationalen Filmfestival in Istanbul 2016 den Hauptpreis für den besten türkischen Film und das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde.

In dem Dokumentarfilm «Ken Bugul. Personne n’en veut»/«Ken Bugul. Niemand will sie» zeichnet die schweizer Filmemacherin Silvia Voser das bewegende Portrait von Mariètou Mbaye Biléoma alias „Ken Bugul“ (die Unerwünschte), einer der herausragenden Schriftstellerinnen Westafrikas. Ihr Leben ist geprägt von Erfahrungen der Migration sowohl zwischen Senegal und Europa als auch innerhalb Afrikas. Darüber hinaus stellt uns Silvia Voser, die seit Jahrzehnten im Senegal arbeitet, ihren neuesten Dokumentarfilm über die Jugendbewegung „Y’en a marre“ vor.

Zum Abschluss zeigen wir den wegweisenden Filmessay D'est, in dem sich die belgische Filmemacherin Chantal Akerman auf eine klassische Reise begibt. Eine Reise von Ostdeutschland nach Russland, die im Sommer beginnt und im tiefsten Winter endet. Ohne Kommentar und Erklärungen, mit einem Strom an Bildern von Landschaften, Menschen und Gesichtern, ist der Film eine eindrückliche Annäherung an den kulturell „Anderen“ und eine philosophische Reflexion über Zeitlichkeit und Ortlosigkeit. „Seit zwanzig Jahren wollte ich einen Film über Osteuropa machen", sagt sie, „Meine Eltern stammen aus dem Osten. Aber das erklärt zu wenig... Ich bin schon einmal dort gewesen. Das war vor dem Fall der Mauer, zur Zeit von Gorbatschow. Ich war bewegt. Ich hätte nicht sagen können, weshalb ich damals so bewegt war. Wahrscheinlich Kindheitserinnerungen. Ihre Kleidung, die Nahrungsmittel. Seltsamerweise fühlte ich mich nah. Nah, bewegt und traurig." (Chantal Akerman)

Filmprogramm kuratiert von Neriman Bayram

TANZ

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