Das Zentrale Kunstdepot mit einer Nutzfläche von 5.100 Quadratmetern wird beim Sammlungsmanagement wie auch baulich und ökologisch hohe Maßstäbe setzen. Das Gebäude wird im Passivhausstandard errichtet und das leicht geneigte Dach mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Trotz der hohen klimatischen Anforderungen an die Innenräume wird das Depot einen geringen CO2-Ausstoß aufweisen.
Die Stadt wird das Gebäude langfristig von der FSB pachten. „Mit dem Bau des Zentralen Kunstdepots in Freiburg ist eine für alle Partner wirtschaftlich optimale Lösung erreicht worden“, so Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon. Das technisch und energetisch hochwertige neue Gebäude in Freiburg-Hochdorf, so Salomon, gewährleiste den Erhalt der kunsthistorisch bedeutsamen Kunstwerke und vereinfache die Organisation der Bestände.
„Es ist gleichzeitig auch die wirtschaftlichste Lösung für die Stadt!“, erklärt Salomon. Denn wegen der niedrigen Energiekosten durch den Passivhausstandard ist diese Lösung günstiger als die bisherige Lagerung in neun verschiedenen Depots. Die dezentrale Lagerung verursacht hohe Miet-, Bewirtschaftungs- und Transportkosten.
Die bisherigen Depotflächen genügen außerdem nicht vollständig den Anforderungen an eine sichere und dauerhafte Lagerung von Kunstwerken. Schutz vor Licht, eine spezielle Klimatisierung und ein bestimmtes Ordnungssystem sind notwendig, um das kulturelle Erbe der Stadt Freiburg für nachfolgende Generationen zu erhalten. Der neue hohe technische Standard der Lagerung wird daher auch den Restaurierungsaufwand reduzieren.
Der größte Teil der Gemälde, Grafiken und Plastiken im Besitz der Stadt und der Stiftungsverwaltung wird nicht in den fünf städtischen Museen ausgestellt, sondern in teilweise eigenen, zum Teil angemieteten Gebäuden gelagert. Nicht alle Depots befinden sich in Freiburg. Als im Sommer 2009 nach starken Regenfällen ein Wasserschaden in dem als Notdepot genutzten Südflügel des Augustinermuseums auftrat, musste ein Teil der dort untergebrachten Kunstwerke in ein Frankfurter Depot transportiert werden, weil in Freiburg keine adäquaten Lagerflächen zur Verfügung standen.




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