Mit einem finanziellen Aufwand von 1,86 Millionen Euro in den Jahren 2009 und 2010 werden die Werkstätten und Labore von Freiburgs Beruflichen Schulen auf den neuesten Stand gebracht. Das geschieht im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms, mit dem der Bund besonders bedeutende Investitionen der Länder und Kommunen fördert.
Gegenüber der Presse äußerte sich Bürgermeisterin Gerda Stuchlik heute zufrieden: „Bereits jetzt wird der positive Effekt des Programms deutlich. Die bisher getätigten Ersatz- und Neuanschaffungen haben dazu geführt, dass die Ausstattung der Beruflichen Schulen technisch weitgehend dem Niveau der Ausbildungsbetriebe entspricht. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine praxisgerechte Ausbildung und ein erfolgreiches Duales System.“
Im März 2009 hatte der Gemeinderat beschlossen, Maschinen und Geräte der Beruflichen Schulen aus den 18,7 Millionen Euro zu erneuern, die der Stadt Freiburg als Bildungs- und Infrastrukturpauschale im Rahmen des Konjunkturprogramms zur Verfügung stehen. Laut Zuwendungsbescheid vom Juni 2009 übernimmt der Bund 75 Prozent der Investitionssumme (1.395.975 €), die Stadt Freiburg trägt den Rest (465.325 €).
In den Genuss des Programms kommen sieben der acht Beruflichen Schulen. Ausgenommen ist die Merian-Schule, die derzeit aus Mitteln des Konjunkturpakets für 2,89 Millionen Euro energetisch saniert wird. Das Amt für Schule und Bildung verwirklicht die Projekte in Absprache mit der jeweiligen Schule. „Damit ist der Investitionsstau der vergangenen Jahre weitgehend beseitigt“, so Amtsleiter Rudolf Burgert.
Die Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule erhielt im letzten Jahr Geräte für 154.735 Euro – darunter eine Säulenbohrmaschine für die Abteilung Holz, ein Sandstrahlgerät für die Abteilung Stein, eine Vermessungsstation für die Abteilung Bau und Rüttelplatten für die Abteilung Bau/Stein/Farbe. Mit einem finanziellen Aufwand von 316.420 Euro wurde die Walter-Rathenau-Gewerbeschule auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die Maschinenlabore und die Gebäudesystemtechnik profitierten davon ebenso wie die Labore für Automatisierungstechnik sowie für Pharmazie und Chemie. 180.185 Euro flossen in die Einrichtungen der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule. So erhielten die Labore für regenerative Energien und Heizung/Lüftung unter anderem eine Absorptionskältemaschine beziehungsweise ein Abgasanalyse-Messgerät. In den Metallwerkstätten wurden zum Beispiel die Werkstoff-Prüfmaschinen auf den neuesten Stand gebracht, und die Kfz-/Metallwerkstatt verfügt jetzt unter anderem über einen neuen Motorenprüfstand. Ebenso erhielten die Gertrud-Luckner-Gewerbeschule (87.237 €), die Max-Weber-Schule (29.012 €) und das Walter-Eucken-Gymnasium/Kaufmännische Schule I (24.480 €) neue Geräte. 792.069 Euro wurden für diese Investitionen 2009 insgesamt ausgegeben.
Im laufenden Jahr erhalten die Abteilungen Bau und Holz der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule zusätzliche neue Maschinen. In der Walther-Rathenau- und der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule werden die Labore und Werkstätten weiter optimiert. Die Gertrud-Luckner-Gewerbeschule bekommt Geräte für die Fachbereiche Druck, Augenoptik und Nahrungsmittel. In der Edith-Stein-Schule werden unter anderem die Lehrküche saniert und die Laborausstattung erneuert. Weitere Ergänzungen und Verbesserungen kommen der Max-Weber-Schule und dem Walter-Eucken-Gymnasium zugute. Insgesamt rund 916.600 Euro sind für diese Projekte im Jahr 2010 vorgesehen.
Ein weiteres Projekt, das schon seit vielen Jahren auf der Agenda der Edith-Stein-Schule stand, konnte zum Jahresende 2009 verwirklicht werden: Die Lehrküchen erhielten einen barrierefreien Zugang durch einen Behindertenlift, der fünf Stufen überwindet. Er dient ebenfalls zum Transport von Lehrmaterialien auf Wagen und erleichtert so auch die Arbeit der Lehrkräfte. Die Kosten betrugen rund 22.000 Euro und wurden aus dem städtischen Haushalt finanziert.

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