Grußwort
Das Fest der Innenhöfe und die Museumsnächte 2008 sind in diesem Jahr von drei ungewöhnlichen Anlässen geprägt:
Die Hosanna-Glocke im Freiburger Münster feiert ihren 750jährigen Geburtstag. Im Jahre 1258 gegossen, gehört sie zu den ältesten datierten Glocken Mitteleuropas. Ihr Klang bestimmt seit einem Dreivierteljahrtausend den Rhythmus des städtischen Lebens. Das Fest der Innenhöfe erweist deshalb dem Münster, das im Mittelalter als eine Bürgerkirche errichtet worden ist, eine besondere Referenz durch mehrere Konzerte, in denen Glocken den Ton angeben.
Zum zehnten Mal finden die Museumsnächte zeitgleich und als integraler Teil des Fests der Innenhöfe statt. Seit 1999 sind die nächtlichen Streifzüge eine Ergänzung der Innenhof-Konzerte. Beide Veranstaltungen bereichern einander in idealer Weise. Unsere Museumslandschaft ist in einer gewaltigen Entwicklungsphase mit dem Umbau und der Neugestaltung des Augustiner- und des Adelhausermuseums. Trotz der Baustellen-Situation bieten die städtischen Museen zusammen mit dem Uniseum und der Archäologischen Sammlung der Universität mit ihren Programmen ein Kaleidoskop von museumspädagogischen Aktionen, Führungen, Stadtrundgängen, und Ausstellungen von der Antike bis zur Gegenwart.
Und schließlich steht das letzte Juni-Wochenende auch im Zeichen der in Österreich und der Schweiz stattfindenden Fußball-Europameisterschaft. Gewissermaßen zwischen Halbfinale und Endspiel bieten die Innenhofkonzerte und Museumsnächte einen willkommenen Gegenpol und eine Abwechslung vom Fußball.
Das Fest der Innenhöfe bietet in mehr als 40 Konzerten Gelegenheit, gern Gehörtes in ungewohnter Umgebung neu zu entdecken oder sich auch einmal zu neuen Wegen und Ausdrucksformen der Musik verführen zu lassen. Die Kulisse der Höfe und die dem Alltag entfernte Atmosphäre der Kirchenräume sind ideale Klangräume für diese außergewöhnlichen Begegnungen mit der Musik.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die das 14. Fest der Innenhöfe zusammen mit den 10. Museumsnächten möglich machen, insbesondere den Sponsoren und den Eigentümern, die Höfe, Häuser und Kirchenräume alljährlich für dieses sommerliche Fest mit großer kooperativer Bereitschaft zur Verfügung stellen.
Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern, den Mitwirkenden und allen Helferinnen und Helfern vor und hinter den Kulissen erfolgreiche, sommerlichheitere Konzert- und Museumsnächte.
Dr. Dieter Salomon
Oberbürgermeister
Kulturamt der Stadt Freiburg i. Br.
Telefon 0761-201 2101
Telefax 0761-201 2199
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