Museum für Stadtgeschichte
Gewölbekeller
Freiburg im Modell
Die wiederhergestellte Kellertreppe, die einst durch ein Tor vom Hof her erreichbar war, führt hinab in Wentzingers ehemaligen Weinkeller. Das große spätgotische Uhrwerk im Vorraum stammt aus dem Martinstor. Um die beiden Stadtmodelle, die Freiburg um 1600 und um 1700 zeigen, sind Ansichten und Pläne Freiburgs vom 15. bis zum 20. Jahrhundert versammelt. Ein modernes Modell zeigt die Stadt in ihrer mittelalterlichen Ausdehnung sowie die in der Folge des 30jährigen Krieges zerstörten Vorstädte. Das zweite, 1877 angefertigte Modell führt die Stadt in ihrem barocken Festungsring vor Augen, den der Festungsbaumeister Sébastien de Vauban auf Befehl Ludwigs XIV. geplant hat.
Eine Öffnung im Kellerboden bietet Einblick in eine mittelalterliche Sickergrube, die beim Neubau des Hauses „Zum Schönen Eck“ teilweise abgetragen und überbaut wurde. In der benachbarten Vitrine sind Keramikfunde aus Freiburger Abfallgruben ausgestellt. Auch die jüngere Geschichte ist präsent: Als offizieller Fluchtweg dient der nach 1933 im Zuge von Luftschutzmaßnahmen angelegter Gang auf dem Münsterplatz.


