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Bertoldsbrunnen

Bertoldsbrunnen. Lithographie von Karl Rösch, 1820

Museum für Stadtgeschichte

Museum für Stadtgeschichte

Parterre

Erinnerungen oder Geschichte?

Der "Setzkasten" vereint Relikte des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie erinnern Themen wie die Badische Revolution oder Freiburg während des Nationalsozialismus.

Eine Stadt wird gegründet

Hier geht es um die Gründer Freiburgs, das Geschlecht der Zähringer. Der ausgestellte Stammbaum ist allerdings jünger: Er entstand erst dreihundert Jahre, nachdem 1218 mit Bertold V. der letzte Zähringer gestorben war. Er hing im Ratssaal und bezeugte den Stolz der Bürger auf die Stadtgründer. Im späten 18. Jahrhundert erinnerten sich dann die Großherzöge von Baden ihrer Abstammung von den Zähringern – was nach dem Übergang Freiburgs an Baden manch skeptischen Bürger überzeugt haben mag. Das Stadtrodel von 1218 - gezeigt wird ein Faksimile – legte die Rechte der Bürger fest.

Die Bürger werden selbstbewusst

Im 14. und 15. Jahrhundert zeigen sich die Freiburger als selbstbewusste, gut organisierte Städter. Aus den ersten Jahren dieser Zeit stammt die hochgotische Liegefigur eines namenlosen Freiburger Grafen. Seit dem 16. Jahrhundert diente der Stein als Denkmal am Grab des Zähringers Bertold V. im Münster. Die Schlacht am Bischofskreuz und der Schießpulver-Erfinder Berthold Schwarz stehen für die gewaltsame Befreiung der Stadt aus der Herrschaft der Grafen. Nachdem sich Freiburg 1368 freiwillig dem Haus Habsburg unterstellt hatte, organisierte sich die Bürgerschaft in Zünften und verwaltete sich selbst. Sturmordnungen und Inventare der Stadttore belegen, dass Zünfte auch bei der Stadtverteidigung eine Funktion hatten. Eine Vitrine zeigt Freiburger Rechtsbücher: Vom 1520 erlassenen Stadtrecht bis zur "Theresiana", dem von Maria Theresia erlassenen und bis 1787 gültigen Strafgesetzbuch. Es enthält detaillierte Angaben zu den Folterinstrumenten, die hier auch im Original zu sehen sind.


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