Offene Standards in der öffentlichen Verwaltung

"Open Document" und "Open Office"
bei der Stadtverwaltung Freiburg
Aktuell
- 01.01.2009: Freiburg initiiert den Open Server Based Desktop für EU Länder
- 02.12.2008: IT-Rat der Bundesregierung eröffnet den Einsatz offener Dokumentenformate (ODF)
- 28.11.2008: Open Office steht an allen Arbeitsplätzender im Netz der Stadtverwaltung zur Verfügung
- 29.09.2008: Kooperationsprojekt "Open Source basierter Desktop Benchmark" tagt in Freiburg
- 15.09.2008: Open Geospatial Consortium Standards im Freiburger GDI Projekt (K21 Veröffentlichung)
- 01.08.2008: Projektbarometer: 25% der Dienststellen der Stadtverwaltung setzen Open Office ein
- 20.03.2008: EU Open Source News reporting about Freiburg´s Migration Project
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01.10.2007: Stadt Freiburg tritt der Charta GDI-DE bei
Was ist ein offener Standard?
Die Stadt Freiburg schließt sich der Definition eines offenen Standards entsprechend dem Europäischen Interoperabilitäts-Rahmenwerk an. Danach sind die Minimalanforderungen an eine Spezifikation samt zugehöriger Dokumentation:
- Der Standard wird von einer Organisation ohne Erwerbsziel verabschiedet und gepflegt und in einer offenen (konsens- oder mehrheitsbasierten) Weise entwickelt, die allen interessierten Parteien eine Einflussnahme ermöglicht.
- Der Standard ist publiziert. Seine Spezifikation ist entweder frei oder gegen eine feste Schutzgebühr verfügbar und darf frei oder gegen Gebühr kopiert und weitergegeben werden.
- Soweit der Standard ganz oder in Teilen gewerblichen Schutzrechten unterliegt, sind diese unwiderruflich gebührenfrei verwendbar.
- Die Wiederverwendung des Standards unterliegt keinen Beschränkungen.
Hintergrund
Mit Beschluss des Gemeinderates vom 26.06.2007 wird die Stadtverwaltung Freiburg neben PDF als Standard das Dokumentenformat "Open Document" verwenden. Die Umsetzung des Beschlusses erfolgt mit der Migration der 2000 Arbeitsplätze von Microsoft Office 2000 auf "Open Office". Damit sollen in den nächsten 2 Jahren eine halbe Million Euro an Lizenzkosten gespart werden. Neben den finanziellen Aspekten werden langfristig strategische Vorteile durch die größere Herstellerunabhängigkeit bei der fortschreitenden Digitalisierung von Verwaltungsprozessen gesehen.
Weitere Informationen zum Thema Offene Standards und Open Source in der öffentlichen Verwaltung:
- 70.000 Desktops der Gendarmerie Nationale migrieren zu Linux
- EU-Referenzdokument zur Interoperabilität bei E-Government Anwendungen
- Norwegen setzt für öffentliche Kommunikation auf Open Document Format
- Internationale Open Document Konferenz in Berlin mit Freiburger Beteiligung
- Fraunhofer-Studie belegt Vorteile von Open Source für Öffentliche Hand und IT-Unternehmen
- LiMux: Das Open Source Projekt der Stadt München
- Wienux: Das Open Source Projekt der Stadt Wien
- Open Source bei der Stadt Schwäbisch Hall
- Landkreis Friesland und Open Office
- Beispiel für Open Source bei Bundesbehörden
- Niederlande: Groningen nutzt Open Office
- Das Open Source Jahrbuch des Fachbereich Informatik & Gesellschaft der TU Berlin (Hrsg.)
- Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Open Source
- Deutsche EU Ratspräsidentschaft 2007 „Advancing E-Government“
- Open Source stärkt die lokale Wirtschaft (kostenpflichtiger Artikel)
- Deutsche Webseite der Open Office Community
- Die Open Document Format Alliance





