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Bildungsbericht
Jetzt online: Der 2. Bildungsbericht der Stadt Freiburg 2010
Handlungsfelder, Dienstleistungen
Seiteninhalt: SEIS - Qualifizierungen - Netzwerke - Regionaler Innovationsfonds
SEIS - Selbstevaluation an Schulen
Das von der Bertelsmann-Stiftung entwickelte Instrument zur Selbstevaluation SEIS ist nach wie vor das einzige umfassend validierte Instrument zur Überblicksevaluation mit professioneller IT-Unterstützung für die Schulen. Seit 1.10.2008 ist SEIS kein Instrument der Bertelsmann Stiftung mehr, sondern ist im Eigentum eines Länderkonsortiums aus 7 Bundesländern (inkl. Baden-Württemberg). Nach der Weiterentwicklung des Qualitätsverständnisses von SEIS ist dieses deckungsgleich mit dem Qualitätsrahmen Baden-Württemberg. (Vergleich SEIS 08 mit Qualitätsrahmen BaWü)
SEIS-Version 08 - allg. Änderungen und Neuerungen (PDF-Datei, 3 MB)
SEIS-Version 08 - technische Änderungen für Schulen (PDF-Datei, 4 MB)
Als Service für Schulen, die an einer Selbstevaluation mit SEIS teilnehmen und eine Kommentierung ihrer Schulberichte wünschen, veröffentlichen wir eine alphabetische Liste von qulaifizierten Kommentatorinnen und Kommentatoren: Kommentatorenliste (RTF-Datei, 22 KB)
Qualifizierungen
Basisqualifizierungen:
In den Schuljahren 2006/07 fand im Rahmen des Projektes Bildungsregion Freiburg eine Qualifizierungsreihe für Freiburger Schulteams und Schulleitungen mit folgenden 6 Schulungsbausteinen statt:
- Statusanalyse und Veränderungsmanagement
- Qualitätsmanagement und die Rolle dre Steuergruppe
- Selbstevaluation als Teil von Qualitätsentwicklung
- Rolle der Schulleitung im Schulentwicklungsprozess
- Teamentwicklung und Projektmanagement
- Statusanalyse und langfristige Erfolgssicherung
Mit diesen Schulungen, durchgeführt von der Firma MTO Psychologische Forschung und Beratung GmbH, Tübingen, wurden Freiburger Schulen für die Vorhaben im Projekt Bildungsregion Freiburg qualifiziert.
Unterrichtsentwicklung:
Das Konzept Freiburger Neue Lernkultur, das im Herbst letzten Jahres mit einer großen Fachtagung entwickelt wurde, geht ab sofort in die Realisierungsphase. Ca. 40% der Projektschulen haben im Januar unverbindlich ihren Bedarf zu unterschiedlichen Modulen angemeldet. (s. aktuell 5/07, PDF-Datei, 423 KB)
Die Qualifizierungsmaßnahme zur Unterrichtsentwicklung wird in den 5 Modulen
- Umgang mit Heterogenität
- Neue Formen der Leistungsmessung
- Klassenführung
- Kooperatives Lernen
- Kollegiale Unterrichtshospitation (nur in Phase 3/Pädagogische Tage)
in 4 Phasen mit Regionalen Fortbildnern und Schulteams, von April 08 bis Februar 09, umgesetzt.
Themenorientierte Netzwerke
Netzwerk Berufliche Orientierung
Ziel der Angebote an Hauptschulen ist es, SchülerInnen mit relevanten Berufsfeldern, den dazu gehörigen Ausbildungswegen und späteren Arbeitsbereichen vertraut zu machen. Sie lernen ihre Stärken, Interessen und Fähigkeiten kennen und diese in ihre Berufswahl einzubeziehen. Es werden ihnen die Voraussetzungen vermittelt, Schlüsselqualifikationen einzuüben. Dabei werden die individuellen Kompetenzen, Lebenswelten und Interessen der SchülerInnen berücksichtigt. Unter dem Leitziel "Kein Jugendlicher und kein Arbeitsplatz darf verloren gehen", realisiert sich die Erhöhung der Ausbildungsfähigkeit in der Bildungsregion Freiburg in kooperativen Schulprojekten durch:
- die schul- und schülerbezogene Berufswegeplanung,
- den Aufbau elementarer Arbeitstugenden und Schlüsselkompetenzen und
- die langfristige und verlässliche Anbindung von außerschulischen Partnern.
Mit einem Besuch von Kultusminister Rau, am 29. Februar 08, erhielt das vom Netzwerk berufliche Orientierung initiierte und durch Stadt und Agentur für Arbeit finanzierte Konzept "Erfolgreich in Ausbildung", das seit dem Schuljahr 07/08 als vertiefende berufsorientierende Maßnahme für die 8. und 9. Klassen aller Freiburger Hauptschulen besteht, eine hohe Wertschätzung. (mehr Informationen zu Erfolgreich in Ausbildung)
Die Aktivitäten der Wirtschaft, für HauptschülerInnen mehr Praktikastellen und Ausbildungsplätze bereit zu stellen, haben sich bereits erhöht. Auch für Patenschaften zwischen Betrieben und Hauptschulen wurden erste Kontakte geknüpft. Unterstützt werden diese Aktivitäten von Seiten der Stadtverwaltung durch direkte Kontaktaufnahme, wie z.B. mit der Kreishandwerkschaft und den Handwerksinnungen.
»»» Angebote im Bereich Berufliche Orientierung (Excel-Datei, 35KB. Hier haben wir Interessierten die bereits bestehenden Angebote in der Region Freiburg zusammengestellt.)
Netzwerk Kulturelle Bildung
Das Netzwerk Kulturelle Bildung wurde initiiert und wird betreut durch das Kulturamt, das Jugendbildungswerk und das Regionale Bildungsbüro, die sich dabei grundlegend am Kulturkonzept der Stadt und an den Zielen der Bildungsregion Freiburg orientieren.
Zur Stärkung der kulturellen Bildung, als ein wesentliches Ziel der Bildungsregion Freiburg, hat der Gemeinderat ein Handlungskonzept beschlossen. Wie es die Vision des gesamten Regionenprojektes ist, sollen auch im kulturellen Bereich schulische und außerschulische Partner systematisch vernetzt werden, um gemeinsam Kindern und Jugendlichen aller Schularten kulturelle Projekte anzubieten. Über die kulturelle Bildung sollen sich neue Lern- und Erfahrungsräume für alle Projektbeteiligten öffnen.
Schulübergreifende Kulturprojekte wie "Dancing To Connect", die in Freiburg durch den Innovationsfonds der Regionalen Bildungslandschaft unterstützt wurden, zeigen, dass solche Kooperationen gelingen können und Erfolg haben.
Einmal etabliert, soll das Netzwerk Kulturelle Bildung durch Ansprechpartner aller Freiburger Schulen und Einrichtungen kultureller Bildung getragen werden. Das Praxisforum Kulturelle Bildung am 25. April 2008, im Haus der Jugend, war der Auftakt dazu. Einen Bericht zum 1. Praxisforum finden Sie im Infobrief "aktuell", Nr.3 oder auf der Website des Jugendhilfswerkes, auf der Sie Vorträge, Informationen und Pressestimmen zum Praxisforum auch zum Download finden.
Schon am 2. Juli haben sich Schulvertreter/innen, Kunst- und Kulturschaffende, Vertreter/innen aus Vereinen, Verbänden und von anderen Einrichtungen, wie der Pädagogischen Hochschule Freiburg, zum ersten Netzwerktreffen, unter Leitung von Achim Könneke (Leiter Kulturamt) und Rolf Wiedenbauer (Leiter Regionales Bildungsbüro), zusammengefunden. Rege kommuniziert von den Teilnehmer/innen wurden Ansprüche an ein Netzwerk Kulturelle Bildung, das va. auch durch die aktive Teilnahme an der Netzwerk-Website entstehen und getragen werden wird. Als Diskussionsgrundlage vorgestellt wurde diese in einer ersten Probeversion von Christoph Cassel (Geschäftsführer Jugendbildungswerk) und zwei seiner Mitarbeiter. (mehr Infos auf der Startseite des Regionalen Bildungsbüros)
Regionaler Innovationsfonds
Über den Innovationsfonds bietet die Bildungsregion Freiburg Schulen die Möglichkeit, nachhaltig angelegte Schulprojekte umzusetzen.
46 Schulen wurden in den bisherigen fünf Förderrunden unterstützt. Dabei sind erfolgreiche Projekte, z.B. in den Bereichen berufliche Orientierung, kuturelle Bildung oder Eltern- und Integrationsarbeit, in Kooperation von Schulen verschiedener Schularten und mit außerschulischen Partnern entstanden. Auch Qualifizierungsmaßnahmen für Freiburger LehrerInnen wurden gefördert.
Im Bild ist eine Trainingsszene aus dem Schulprojekt "Stille Jungs" zu sehen. Ziel dieses Projektes ist die Ich-Stärkung und die Förderung der Empathiefähigkeit der Jungen. Dadurch soll das Training auch gewaltpräventiv wirken. Im Projekt werden dazu Bedingungen und Methoden bereit gestellt, die mit Elementen aus Kampfkunst, Kommunikation und Stille arbeiten.
"Stille Jungs" ist ein kooperatives Projekt der drei Freiburger Schulen: Lessing Realschule, Anne-Frank-Schule (Grundschule) und Vigeliusschule II (Hauptschule mit Werkrealschule).
Ein weiteres Beispiel für ein gelungenes Projekt, das durch den Innovationsfonds der Bildungsregion finanziell unterstützt wurde, ist das "Café Global" der Lortzingschule Freiburg. Hier treffen sich die Eltern verschiedenster Kulturen, um sich untereinander und mit den LehrerInnen auch über den Schulalltag der Kinder auszutauschen. Mit diesem Elterntreff hat die Lortzingschule eine Idee zur integrativen Elternarbeit umgesetzt, die an den schulspezifischen Gegebenheiten und Erfordernissen sowie an den Zielen der Bildungsregion orientiert ist.
Infos über den Innovationsfonds, spannende Projekte und die Bildungsregion finden Sie in der Broschüre "Schule gemeinsam gestalten. Der Innovationsfonds der Bildungsregion Freiburg" (9 MB).
Antragstellung
Damit eine Chance auf Förderung besteht, muss von mindestens drei Schulen der Bildungsregion ein entsprechender Antrag gestellt werden und muss schulartübergreifend zusammengearbeitet werden; finden sich drei Schulen derselben Schulart zusammen, müssen diese mindestens einen außerschulischen Partner mit ins Boot holen. Das zweite Kriterium, das ein Projektantrag erfüllen muss, lautet: Die geplanten Aktivitäten müssen auf die Entwicklungsziele der Schule und der Bildungsregion abgestimmt sein.
Anträge auf Förderung aus Mitteln des Innovationsfonds für das Schuljahr 2012/13 können von Schulen der Bildungsregion im Regionalen Bildungsbüro eingereicht werden; sie müssen spätestens am 27. April 2012 sowohl in elektronischer als auch in Papierform vorliegen.
Innovationsfonds-Kriterienkatalog, PDF-Datei, 20 KB
Antragsformular, RTF-Datei, 800 KB





