Neues Rathaus im Stühlinger

Der Grundstein ist gelegt

Spatenstich für's neue Rathaus im Stühlinger (Foto: Stadt Freiburg)

Heute wurde im Stühlinger feierlich der Grundstein für das neue Rathaus gelegt. Damit beginnen nun offiziell die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt des Gebäudes, das voraussichtlich ab Ende 2016 rund 840 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Platz bieten wird.

Oberbürgermeister Dieter Salomon, Baubürgermeister Martin Haag und der Architekt des Neubaus, Christoph Ingenhoven, deponierten zu diesem Anlass im Fundament des Gebäudes eine Schatulle mit Erinnerungsstücken. Darunter die aktuelle Ausgabe des städtischen Amtsblattes, Unterlagen zum Bauprojekt, einige Münzen sowei eine Flasche Freiburger Wein.

Grundsteinlegung zum neuen Rathaus im Stühlinger

Zur Grundsteinlegung wurde auf der Baustelle des neuen Rathauses eine Schatulle mit Erinnerungsstücken vergraben


Ein Rathaus der kurzen Wege

OB Salomon erinnerte auch an die Gründe für den Neubau: Die momentan an 16 Standorten verteilte Verwaltung soll künftig zum Großteil an einem zentralen Standort zusammen arbeiten. Weil dadurch Mietkosten und Sanierungskosten an Bestandsgebäuden wegfallen sowie hohe Energiekosten in Altbauten eingespart werden können, ist ein Neubau auf Dauer wirtschaftlicher als die Fortführung des Status Quo.

Insgesamt kostet der Neubau des ersten Bauabschnittes einschließlich Außenanlagen, Einrichtung und Nebenkosten, 78,3 Mio Euro. Darin enthalten sind auch die Kosten für die neue Photovoltaikanlage, eine zentrale IT-Serveranlage zur Sicherung der städtischen Daten sowie Räume für Bürgerschaftliches Engagement.

"Damit schaffen wir ein Rathaus der kurzen Wege mit mehr Service unter einem Dach für die Bürgerinnen und Bürger", betonte der Oberbürgermeister. Vor allem das Bürgerservicezentrum wird eine zentrale Anlaufstelle für die Bürgerschaft: Rund 70 Beratungsplätze werden die meisten Dienstleistungen abdecken und eine wichtige Schnittstelle zwischen Bürgerschaft und Fachabteilungen bilden.

Baubürgermeister Martin Haag hob den innovativen Charakter des Neubaus hervor: "Das neue Rathaus verbindet architektonische, funktionale und städtebauliche Qualität mit einem nachhaltigen Gebäudekonzept." Ziel ist es, ein "Netto-Plusenergiegebäude" zu errichten, also ein Gebäude, das mehr Energie gewinnt, als es von außen bezieht. Dafür werden hocheffiziente Solarmodule auf dem Dach und in der Fassade integriert; die Energie für Heizen und Kühlen wird mittels oberflächennaher Geothermie mit Grundwasser erzeugt und die Gebäudehülle wird im Passivhausstandard gebaut.

Welche Ämter ziehen in den Neubau ein?

Im Erdgeschoss des neuen Rathauses wird das Bürgerservicezentrum angesiedelt. Hier erhalten alle Bürgerinnen und Bürger zentrale Informationen und Beratungen. Auch das Mitarbeitendenrestaurant und ein Konferenzzentrum werden im Erdgeschoss finden hier ihren Platz.

Vom 1. bis zum 5. Obergeschoss werden künftig folgende städtische Ämter und Dienststellen ihre Arbeitsplätze haben: Amt für öffentliche Ordnung, Amt für Bürgerservice- und Informationsverarbeitung, Vergabemanagement, Gebäudemanagement, Eigenbetrieb Stadtentwässerung, Umweltschutzamt , Garten- und Tiefbauamt, Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung, Stadtplanungsamt, Büro des Bürgermeisters Martin Haag.

Im Untergeschoss des Neubaus finden sich unter anderem die Räume des Gemeindevollzugsdienstes, die Registratur, die Poststelle sowie die zentrale Serveranlage.