Landtagswahl 2016 in Freiburg: Broschüre mit Ergebnissen und Analysen vorgestellt

Bei der Landtagswahl am 13. März 2016 waren den Wählerinnen und Wählern in Freiburg die Themen Flüchtlinge/Asyl/Ausländer (45 Prozent), Soziale Gerechtigkeit (35 Prozent), Umwelt, Klima und Energiewende (33 Prozent) sowie Bildung und Schule (26 Prozent) besonders wichtig.

Eine Betrachtung der Themen nach Parteiwahl ergab, dass die Wählerschaft der CDU und der AfD das Thema Flüchtlinge/Asyl/Ausländer besonders oft als wichtig benannte. Bei den Grünen wurde das Thema Umwelt/Klima/Energiewende am häufigsten als wichtig benannt. Bei der SPD und der Linken stand jeweils die Soziale Gerechtigkeit im Vordergrund und bei der FDP die Wirtschaftslage.
 Das sind nur einige der Erkenntnisse, die das Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung mit der 126-seitigen Broschüre „Die Landtagswahl 2016 in Freiburg: Ergebnisse und Analysen“ vorlegt. Dabei gehen die städtischen Statistiker um Thomas Willmann auf breiter Datenbasis diversen Aspekten dieser Wahl nach, die schon am Wahlabend als „historisch“ bezeichnet wurde. Erstmalig gelang es am 13. März nämlich den Grünen, bei einer Landtagswahl den höchsten Stimmenanteil zu erlangen. Zudem erreichte die AfD, in Baden-Württemberg erstmalig angetreten, auf Anhieb einen Anteil von 15,1 Prozent der gültigen Stimmen. Die deutlichen Gewinne der Grünen und der AfD gingen einher mit einer deutlichen Zunahme der Wahlbeteiligung (2006: 53,4 // 2011: 66,2 // 2016: 70,4 Prozent).
 
Betrachtet man die Freiburger Ergebnisse, so wird deutlich, dass aus dem ehemaligen Dreikampf um die beiden Direktmandate am Ort eine unangefochtene Entscheidung für die Grünen-Kandidat/innen geworden ist. Ihnen gelang es, beide Wahlkreise deutlich für sich zu entscheiden.
 
Beachtlich ist, dass Reinhold Pix im Wahlkreis 46 auch in den Gemeinden, die zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zählen, über eine Mehrheit verfügte. War es bei der letzten Wahl noch so gewesen, dass Pix durch sein gutes Abschneiden im Osten des Freiburger Stadtgebietes den Rückstand in den Hochschwarzwald-Gemeinden wettmachen konnte, hatte er bei der aktuellen Wahl auch in den Gemeinden im Landkreis einen leichten Vorsprung. In den Freiburger Wahlbezirken des Wahlkreises 46 lag er fast 30 Prozentpunkte vor der Konkurrenz.
 
Auch Edith Sitzmann verteidigte ihr Direktmandat unangefochten. Gabi Rolland (SPD) musste zwar den erstmals angetretenen CDU-Kandidaten Johannes Baumgärtner vorbei ziehen lassen, zog aber über die Zweitauszählung, die über die Verteilung der nicht direkt vergebenen Mandate entscheidet, erneut in den Landtag ein.
 
Die Broschüre „Die Landtagswahl 2016 in Freiburg“ informiert nun über die Anzahl und Struktur der Wahlberechtigten am Ort. Ihre Wahlbeteiligung lag mit 71,3 Prozent so hoch wie seit 1980 (73 Prozent) nicht mehr. Vorgestellt werden anhand vieler Schaubilder und Tabellen auch das Resultat und die Wahlbeteiligung in allen Wahlbezirken (einschließlich Briefwahl), die Parteihochburgen, Wählerbewegungen und Wanderungsanalyse, die Ergebnisse der Parteien nach Alter und Geschlecht und die Altersgliederung der Wählerschaft einzelner Parteien.
 
In einem zehnseitigen Kapitel gehen die Autoren auf die Ergebnisse einer Wahltagsbefragung am 13. März ein. Es folgen die historische Entwicklung der Landtagswahlergebnisse in Freiburg und ein ausführlicher Tabellenteil.
 
Das Statistik-Heft „Die Landtagswahl 2016 in Freiburg“ kann als Druckversion ab sofort für 15 Euro plus Versandkosten beim Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung (Fax 201-5598, statistik@stadt.freiburg.de) bestellt oder kostenlos im Internet unter www.freiburg.de/statistik abgerufen werden. Auf dieser Webseite sind auch weitere umfangreiche statistische Informationen verfügbar.

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