Meine. Deine. Eine Welt.

Eine Welt Tage und Faire Woche Freiburg 2015

Im Rahmen der landesweiten Initiative  Meine. Deine. Eine Welt. und der bundesweiten Fairen Woche werden in Freiburg auch in diesem Jahr von Mitte September bis Ende Oktober Eine Welt Tage durchgeführt. Zahlreiche Gruppen und Vereine bieten mit ihren jeweils eigenständig organisierten Veranstaltungen ein umfangreiches Programm.

Die Faire Woche macht auf das Problem der mangelnden Transparenz in konventionellen Wertschöpfungsketten aufmerksam und stellt den Fairen Handel als Alternativmodell dar. Im Weltladen Herdern beginnt die Faire Woche mit dem Besuch von zwei Fairhandelspartner/innen vom Panay Fair Trade Center auf den Philippinen. Die Gäste stellen ihr Projekt – der Aufbau einer Zuckerrohrmühle nach dem verheerenden Taifun 2013 – vor. Dieses Projekt zeigt, dass die Idee des Fairen Handels deutlich über die Zahlung eines fairen Preises hinausgeht und auf die Schaffung nachhaltiger, fairer Strukturen setzt.

Ziel der Aktion Meine. Deine. Eine Welt. ist es, das Bewusstsein für globale Themen zu schärfen und eigenes verantwortliches Handeln im Alltag anzuregen. Beeindruckend ist die Vielfalt des Engagements aller Teilnehmenden.

Schwerpunkte

Die Freiburger Eine Welt Tage 2015 werden von drei Schwerpunktthemen geprägt: Frauen, Fairer Handel und Klimawandel.

Schwerpunktthema Frauen

Gewalt gegen Mädchen und Frauen, auch kulturell und religiös begründet in Form von Säure- und Brandattentaten gibt es weltweit. Verübt werden solche Attentate meist aufgrund gekränkter Eitelkeit, Eifersucht, zu geringer Mitgift und „Ungehorsam“ gegenüber familiären Erwartungen. Die Bilder der Ausstellung Un/Sichtbar - Frauen überleben Säure im Museum Natur und Mensch und Texte aus Interviews machen nicht nur sichtbar, sondern auch lesbar, was es heißt, „Un/Sichtbar“ zu sein.
 
Nicht nur in Indien oder Bangladesch erscheinen die Opfer von Gewalt wie unsichtbar in der öffentlichen Wahrnehmung - dieses Schicksal teilen auch die indigenen Frauen Kanadas. Über „Der blinde Fleck Kanadas“ spricht Monika Seiller am 25.09.2015, 19.00 Uhr im Museum Natur und Mensch.
 
Wie die „Pink Saris“ auf beeindruckende und selbstbewusste Weise gegen soziale Probleme wie Zwangsverheiratung, Gewalt und Erniedrigung ankämpfen, zeigt der gleichnamige Film im Kommunalen Kino.
 
Die Finissage der Ausstellung „Un/Sichtbar“ am 20.09.2015 beschließt dieses Schwerpunktthema.

Schwerpunktthema Fairer Handel

Eine Erfolgsgeschichte des „Fairen Handels“ wird am 16.09.2015 sowohl im Weltladen Herdern, um 11.00 Uhr, als auch im Weltladen Gerberau, um 19.30 Uhr, vorgestellt. Im Rahmen ihres Besuches werden Zucker­produzenten/-innen und Fairhandelspartner/-innen über die Unterstützung durch den fairen Handel und den Aufbau einer Zuckerrohrmühle auf den Philippinen nach dem verheerenden Taifun im Jahr 2013 sprechen und hierüber einen Film zeigen.
 
Am Aktionstag „Fairer Handel schafft Transparenz“ am 25.09.2015 gibt es viele Beispiele, Informationen, Quiz und Verköstigung im Weltladen Herdern. Am 26.09.2015 folgt der Aktionsverkauf mit “Fairsucherle“ und Informationen des Salzladens auf dem Bauernmarkt Littenweiler.
 
Ein Gespräch zum Thema „Bewahrung der Schöpfung - heute?“ umrahmt vom ökumenischen Erntedankgottesdienst und gemeinsamen Essen hat unsere Lebensweise zum Thema und findet am 04.10.2015 im Stadtteilzentrum Haus 37 im Vauban-Quartier statt.
 
Intransparenz der Verhandlungen ist Thema des Vortrags zu „TTIP, CETA und TISA - was und wer steht hinter dem umstrittenen Freihandelsabkommen“ am 21.09.2015.

Schwerpunktthema Klimawandel

Der Vortrag „Klimawandel - Exportwirtschaft - ungerechte Verteilung“, der Film „Nuclear Lies“, die Diskussionsveranstaltung „Wem gehört die Energiewende“, das Theaterstück „Inheritance - Das Erbe“ der Theatergruppe M.U.K.A., ein Filmabend über die Aktionen von „Ende Gelände“ und den Kohleabbau in Kolumbien sowie nicht zuletzt der Vortrag von Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker zum UN-Klimagipfel 2015 in Paris mit dem Titel „Politik, Hintergründe, was tun?“ vervollständigen die Eine-Welt-Tage Freiburg 2015.


Programm der Eine Welt Tage

von 14. September bis 30. Oktober

Klimawandel – Exportwirtschaft – ungerechte Verteilung: Gefahren für die Wasserversorgung in Lateinamerika

Vortrag und Diskussion mit Mourik Bueno de Mesquita, Leiter des Wassermanagement-Programms am Zentrum für Regionalforschung der Anden "Bartolomé de las Casas", Cusco, Peru
Montag, 14. September | 20:00 h |Centre Culturel Français Freiburg – Conrad Schroeder Institut e.V., Münsterplatz 11 (Kornhaus), 79098 Freiburg, Eintritt frei
 
In Lateinamerika gibt es immer mehr soziale Konflikte rund um den Zugang zu und die Formen der Nutzung von Wasser. Diese Konflikte entstehen im Rahmen assymetrischer Machtverhältnisse zwischen neuen wirtschaftlichen Akteuren, z. B. (multinationalen) Bergbau- und Agrarunternehmen, und ärmeren Bevölkerungsgruppen. Oft hängen diese Konflikte auch damit zusammen, dass natürliche Ressourcen wie Land und Wasser in Ländern wie Peru, Ecuador und Chile beansprucht werden, um den Konsumbedarf der dortigen Mittel- und Oberschicht bzw. den in Europa und Nordamerika zu decken. Mourik Bueno de Mesquita beleuchtet in seinem Vortrag diese lokalen Konflikte in ihren globalen Zusammenhängen und zeigt auf, wie die Zivilgesellschaft zu einer demokratischeren Wasserpolitik beitragen kann, so dass genügend Wasser für alle zur Verfügung steht. Der Vortrag findet auf Spanisch statt und wird konsekutiv gedolmetscht.
 
Informationsstelle Peru, Caritas international, Transition Town Freiburg, Indienhilfe – Wasser ist Leben, Viva Con Agua – Regionalgruppe Freiburg, AK Wasser im BBU, regioWasser e.V., Eine Welt Forum Freiburg, Energie-Hunger – Nein Danke, BUND – Ortsgruppe Freiburg, Attac Freiburg, Permakultur Dreisamtal, Umweltreferat des AStA der Uni Freiburg


Der blinde Fleck Kanadas – Gewalt an indigenen Frauen

Vortrag von Monika Seiller von der Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte
Im Rahmen der Fotoausstellung Un/Sichtbar. Frauen überleben Säure.  www.freiburg.de/museen
Dienstag, 15. September | 19:00 h |Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, 79098 Freiburg
Eintritt 3 Euro.
 
Nicht nur in Indien oder Bangladesch erscheinen die Opfer von Gewalt wie unsichtbar in der öffentlichen Wahrnehmung - dieses Schicksal teilen auch die indigenen Frauen Kanadas. 1017 indigene Frauen wurden von 1980 bis 2012 in Kanada ermordet, 164 gelten als vermisst und 225 weitere Fälle sind ungeklärt. Diese schockierenden Zahlen bestätigte eine Untersuchung der kanadischen Bundespolizei in ihrem Abschlussbericht von 2014. Bereits 2004 hatten die "Native Women’s Association of Canada (NWAC)" sowie Amnesty Canada auf das erschreckende Ausmaß der Gewalt an indigenen Frauen hingewiesen. Dennoch weigerten sich die Behörden, die Zahlen anzuerkennen. 2013 wies Human Rights Watch nach, dass in vielen Fällen auch die Polizeibehörden in die Gewalt an indigenen Frauen verstrickt sind. Umso überraschender, dass nun die kanadische Bundespolizei selbst die aktuellen Zahlen veröffentlichte. Die jahrelangen weltweiten Proteste zeigen damit erstmals Erfolge.
 
Museum Natur und Mensch, Menschenrechte 3000


Film: Nuclear Lies

Filmvorführung  und Diskussion mit dem indischen Filmemacher Praved Kristinapilla
Dienstag, 15. September
| 19:30 h | Kommunales Kino, Urachstraße 40
 
Der Film bietet brisante Fakten zu einer ganzen Reihe von Atom-Projekten in Indien - von den Uranminen im Osten des Landes über den derzeit größten geplanten Nuklear-Komplex in Jaitapur an der Westküste bis hin zur Südspitze des Subkontinents und dem AKW Kudankulam mit seinen derzeit zwei Reaktor-Blöcken. Interviews beleuchten das riesige Ausmaß des indischen Atom-Programms. Der Bau von 40 Nuklear-Anlagen ist derzeit in Planung. Wenig bekannt in Deutschland sind die Aktivitäten der indischen Anti-Atom-Bewegung und die massive Unterdrückung von Aufklärung und Protesten. Der Dokumentar-Film ist ein Plädoyer für eine Energie-Wende in Indien. 'Nuclear Lies' wird in einer deutschen Fassung gezeigt. Auch Praved Krishnapilla spricht deutsch, ist am Abend anwesend und steht im Anschluss an die Filmvorführung für Fragen und zu einer Diskussion zur Verfügung.
 
AntiAtomGruppe Freiburg, Kommunales Kino Freiburg, Menschenrechte 3000, Ecotrinova e.V., Deutsch-Indische Gesellschaft, Eine Welt Forum Freiburg


Mascobado – bittersüßer Zucker vom Panay Fair Trade Center

- Eine Erfolgsgeschichte nach dem  Taifun Haiyan -
Mittwoch, 16. September |11:00 – 12:00 h | Weltladen Herdern, Urbanstraße 15, 79114 Freiburg
|19:30 h | Weltladen Gerberau, Gerberau 12,79098 Freiburg
 
Im Rahmen ihres Besuchs, werden Teresa M. Guman und Jun. M. Centus, Zuckerproduzent*innen aus den Philippinen und Fairhandelspartner*innen vom Panay Fair Trade Center zusammen mit Martin Lang von dwp, Ravensburg, über den Aufbau einer Zuckerrohrmühle nach dem verheerenden Taifun 2013 sprechen. Dieser wurde durch Unterstützung des Fairen Handels und hierdurch geschaffener Strukturen vor Ort ermöglicht  und schuf neue Perspektiven. Das Projekt zeigt, dass die Idee des Fairen Handels der Weltläden deutlich über die Zahlung eines fairen Preises hinausgeht und auf die Schaffung nachhaltiger, fairer Strukturen setzt.
Die Gäste werden ihr Projekt vormittags im Weltladen Herdern vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen. Am Abend werden sie mit einem längeren Vortrag und einem Film über ihr besonderes Projekt rund um die neue Zuckermühle auf der Insel Panay /Philippinen berichten.
 
Weltladen Herdern, Weltladen Gerberau


Film: Pink Saris

Im Rahmen der Fotoausstellung Un/Sichtbar. Frauen überleben Säure.  www.freiburg.de/museen
Donnerstag, 17. September | 19:30 h | Kommunales Kino, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
 
Im nordindischen Staat Uttar Pradesh kämpft Sampat Pal auf beeindruckende, schlaue und selbstbewusste Weise gegen viele soziale Probleme: die Zwangsverheiratung von jungen Mädchen, die Gewalt gegen Frauen in den Familien, die Erniedrigung der »Unberührbaren«, denen noch die einfachsten Rechte vorenthalten werden. Wie Sampat Pal dies tut, ist von großer Courage und manchmal großartiger Respektlosigkeit gegenüber den Männern, der Gesellschaft und der Religion. Sie ist die Anführerin der »Gulabi Gang«, einer Art Frauen-Bürgerwehr, aufgrund ihrer Kleidung, eines pinkfarbenen Sari, auch als »Pink Gang« bekannt. »Pink Saris ist einer der lebendigsten, kraftvollsten Dokumentarfilme, eine filmische Nachricht, die niemand übersehen sollte.« (Viennale) Eintritt 6 Euro
 
Kommunales Kino, Museum Natur und Mensch, Indienhilfe – Wasser ist Leben, Menschenrechte 3000


'Unternehmen haftbar machen' Infostand mit Unterschriften-Aktion

Samstag, 19. September |ab 11:00 h | Bertoldsbrunnen Ecke Niemensstraße
|14:00 h |Treffpunkt Weltladen Gerberau | konsumkritischer Stadtrundgang mit kauFRausch e.V.
 
Unternehmen haftbar machen – informieren Sie sich und unterstützen Sie unsere aktuelle Kampagne. Unterzeichnen Sie den Aufruf für einen verbindlichen Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten weltweit.
www. forum-fairer-handel.de/nc/mitmachen  
 
Weltladen Gerberau, kauFRausch e.V.


Un /Sicht bar - Frauen Überleben Säure

Finissage-Führung mit der Fotografin Ann-Christine Woehrl
Sonntag, 20. September | 11:00 h | Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, 79098 Freiburg
Eintritt 3 Euro
 
Museum Natur und Mensch


TTIP, CETA und TISA – was und wer steckt hinter den umstrittenen Freihandelsabkommen

Vortrag mit der Freiburger Rechtsanwältin Anneliese Schmid-Kaufhold
Montag, 21. September | 19:30 h | Weltladen Gerberau, Gerberau 12, 79098 Freiburg

Weltladen Gerberau


Werkstattgespräch Zukunftsfähigkeit(en): Wir im Wandel

Mittwoch, 23. September | 19:30 h |Centre Culturel Français Freiburg – Conrad Schroeder Institut e.V., Münsterplatz 11 (Kornhaus), 79098 Freiburg, Eintritt frei
 
Das Werkstattgespräch befasst sich mit den Notwendigkeiten einer großen Transformation. Die vielen Krisen in der Welt wie Klimawandel, Umweltzerstörungen, Menschenrechtsverletzungen, Flucht und Vertreibung, kriegerische Auseinandersetzungen um immer knapper werdende natürliche Ressourcen lassen deutlich werden, dass wir unser Konsumverhalten, unseren Lebensstil, unsere Art Dinge zu produzieren und mit ihnen zu handeln radikal verändern müssen, um eine von allen Seiten geforderte nachhaltige und global gerechte Entwicklung auf den Weg bringen zu können. Wir wissen um diese Zusammenhänge, doch was hindert uns daran, die notwendigen Veränderungen umzusetzen? Warum handeln wir nicht entsprechend, sondern machen so weiter wie bisher? Mit verschiedenen Ideen und Ansätzen u.a. von Hopkins werden wir uns mit den Hindernissen und psychologischen Hemmnissen, den kulturell erlernten Strategien befassen, die eine radikale Veränderung, ein Umlenken, ein Innehalten für uns so schwer machen.
 
Eine Welt Forum Freiburg, Netzwerk Suffizienz


Aktionstag - Fairer Handel schafft Transparenz

Freitag, 25. September | 15:00 - 18:30 h | Weltladen Herdern, Urbanstraße 15, 79104 Freiburg
 
Fairer Handel zum Anfassen – aktiv, direkt und transparent, mit vielen Beispielen, zahlreichen Infos, Quizspielen und feiner Verköstigung!
 
Weltladen Herdern


„Fair naschen“ Aktionsverkauf mit Informationen rund um den Fairen Handel

Samstag, 26. September | 8:00 – 13:00h | Bauernmarkt in Littenweiler
 
Anlässlich der Fairen Woche wird der Salzladen an seinem Verkaufsstand neben dem üblichen Sortiment aus Fairem Handel auch Getränke und „Fairsucherle“ (selbst produzierte Köstlichkeiten) zum Probieren anbieten. Außerdem gibt es Informationen rund um den Fairen Handel und zum Thema „Transparenz schaffen“.
 
Salzladen Littenweiler


Bewahrung der Schöpfung – heute?

Ein Gespräch. Geführt von Dr. Jörg Lange (Ökologe) und Michael Hartmann (Dipl. Theologe).
Die Veranstaltung wird umrahmt durch den ökumenischen Erntedankgottesdienst um 10.30 Uhr und einem gemeinsamen Suppenessen ab 13 Uhr. Für Kinder gibt es ein themenbezogenes Angebot während des Gesprächs. Eintritt frei
Sonntag, 4. Oktober | 11:30-13:00 h | Stadtteilzentrum Haus 37, Saal im 1. OG, Alfred-Döblin-Platz, 79100 Freiburg
 
Nachhaltigkeit wird in der Gesellschaft wie selbstverständlich im Mund geführt. Unternehmen werben mit nachhaltigen Konzepten und die Stadt Freiburg betont ihr ökologisches Bewusstsein. Doch wie ist es wirklich um die Anforderungen nachhaltiger, schöpfungsbewahrender Lebensweise bei uns bestellt? Wie wirkt sich unsere Lebensweise auf die Lebensmöglichkeiten anderer Menschen, der nächsten Generation und auf den Planeten aus? Dazu kommen die Umweltenzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus und der ökologische Blick auf die Gegenwartsgesellschaft ins Gespräch.
 
Kirche im Vauban in Kooperation mit Stadtteilzentrum Vauban 037 e.V., Regiowasser e.V., Klimabündnis Freiburg, Eine Welt Forum Freiburg, BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein, ECOtrinova e.V.


Wem gehört die Energiewende?

Diskussionsveranstaltung: StreiterInnen der Energiewende von unten im Gespräch mit VertreterInnen der Landesregierung sowie des Energiekonzerns EnBW
Dienstag, 6. Oktober | 19:30 h | Vorderhaus der FABRIK Freiburg, Habsburgerstraße 9, 79114 Freiburg
 
Bürgerinnen und Bürger kämpfen mit Trotz und Beharrlichkeit seit Jahrzehnten für den Ausstieg aus Atom und Kohle. Sie sind die Vorkämpfer und Wegbereiter der Energiewende, die heute in aller Munde ist. Ziel war und ist eine dezentrale und klimafreundliche Energieversorgung in Bürgerhand. Notgedrungen haben inzwischen auch die großen Energiekonzerne das Steuer herumgerissen und investieren massiv in regenerative Energien. Währenddessen sehen sich kleine Erzeuger wie z.B. Bürgerenergiegenossenschaften mit immer neuen Hürden konfrontiert. Sind wir schon wieder auf dem Weg zurück zu alten zentralistischen Strukturen? Oder gibt es noch Chancen für die dezentrale Energiewende in Bürgerhand? Die EWS, der fesa e.V. und Green City Energy bitten deshalb VertreterInnen der baden-württembergischen Landesregierung und des Energiekonzerns EnBW mit StreiterInnen der Energiewende von unten an einen Tisch. Am Beispiel von Baden-Württemberg wollen wir diskutieren: Was für eine Energiewende will die Landesregierung und wie kann und wird sie die Rahmenbedingungen beeinflussen? Welche Agenda verfolgt ein Energiekonzern beim Umbau auf Erneuerbare? Wie können bürgernahe / bürgereigene Akteure ihre Spielräume nutzen und ausbauen? Wir freuen uns über zahlreiche Mitdiskutierende.
 
Elektrizitätswerke Schönau, fesa e.V., Green City Energy AG


"Deutsch sein und schwarz dazu" - Lesung mit Theodor Michael

Montag, 12. Oktober | 20:00 h | Wallgraben Theater, Rathausgasse 5 A, 79098 Freiburg| Eintritt: 10,- / 7,- €


Michael wuchs als Kind eines Kolonialmigranten auf und überlebte die Nazizeit. Er trat als Völkerschau-Statist auf, wurde Schauspieler und schlug schließlich eine Beamtenlaufbahn als Afrikaexperte ein. Der 1925 geborene Buchautor von „Deutsch sein und Schwarz dazu“ berichtet über seine persönlichen Erfahrungen mit dem (post-)kolonialen Deutschland.
 
freiburg-postkolonial.de, iz3w in Kooperation mit der Jos Fritz Buchhandlung und dem Literaturbüro Freiburg


KinderKulturKarawane – Auftritt der Gruppe MUKA aus Südafrika

Dienstag, 13. Oktober | 20:00 h | Kammertheater im E-Werk, Eschholzstraße   
 
Auf Einladung von Südwind Freiburg ist die Theatergruppe M.U.K.A (Most United Knowlegeable Artists Project) aus Johannesburg, Südafrika, zu Gast in Freiburg. Sie präsentieren ihr aktuelles Theaterstück „Inheritance – Das Erbe“. Mit Blick auf den bevorstehenden Klimagipfel wollen sie mit dem Stück Inheritance – Das Erbe auf die Themen Armut, Umweltverschmutzung und Klimawandel aufmerksam machen. In einer packenden temporeichen Inszenierung mit viel Musik und Tanz erzählen sie die Geschichte eines Familienvaters, der aus Armut seinen Lebensunterhalt mit Arbeiten verdient, die der Umwelt Schäden zuführen. M.U.K.A stellt uns die Frage: „Was für ein Erbe wollen wir unseren nachfolgenden Generation hinterlassen? Wie können wir leben ohne der Umwelt, und damit den Menschen zu schaden?“

Südwind Freiburg


Freiburg und der Kolonialismus – ein problematisches Erbe?

Vortrag von Prof. Bernd Grewe
Dienstag, 13. Oktober | 20:00 h | Galerie im Kommunalen Kino, Urachstraße 40, 79100 Freiburg

Die Erinnerung an den Kolonialismus ist in Deutschland wie in anderen früheren Kolonialmächten ein lange verdrängtes Thema. Dabei haben städtische Gesellschaften wie in Freiburg den Kolonialismus unterstützt, Freiburger waren an der Unterwerfung und Ausbeutung der Kolonien aktiv beteiligt, viele Hinterlassenschaften in Universitätssammlungen und Museen können ihre koloniale Herkunft nicht leugnen.
Für die städtische Gesellschaft stellt sich damit das Problem, wie sie mit dem kolonialen Erbe im öffentlichen Raum umgehen will: Es einfach nur aus dem öffentlichen Raum entfernen? Problematische Denkmäler und Tafeln demontieren und Straßennamen ersetzen und die Kolonialzeit gleichsam aus dem kollektiven Gedächtnis verbannen? Wie kann die Erinnerung an ein heikles Kapitel der Geschichte angemessen umgesetzt werden?
 
freiburg-postkolonial.de, iz3w


Fachgespräch zum Thema Klima mit MUKA der Gruppe der KinderKulturKarawane aus Südafrika und Klima-Aktiven aus Freiburg

Mittwoch, 14. Oktober | 19:30 h | Ökostation Freiburg, Falkenbergerstraße 21b, 79111 Freiburg
 
Der Austausch in Form einer Gesprächsrunde zwischen den MUKA Gästen und Aktiven aus der Region Freiburg wird sich mit den Themen Umweltbildung sowie den verschiedenen Umweltaktivitäten hier und dort befassen. Dazu sind alle Interessierten und Aktiven sehr herzlich eingeladen.

Südwind Freiburg in Kooperation mit Ökostation Freiburg und dem Eine Welt Forum Freiburg


Der UN-Klimagipfel 2015 in Paris: Politik, Hintergründe, was tun?

Vortrag Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker
anschließend Podiums- und Publikumsgespräch mit weiteren Klimaschutzexpert*innen
im Rahmen des SamstagsForums Regio Freiburg
Samstag, 24. Oktober | 10:30 h | Universität Freiburg, KG I, HS 1015
 
Anfang Dezember 2015 soll bei der UN-Klimakonferenz in Paris das Kyoto-Protokoll von 1995 für den weltweiten Klimaschutz vertraglich fortgeschrieben und verschärft werden, um die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen. Deutschlands nationales Klimaziel der 40-prozentigen Senkung von Treibhausgasemissionen seit 1990 bis zum Jahr 2020 ist kaum noch zu erreichen. Vor allem heimische Braunkohle, aus aller Welt importierte Steinkohle, Verkehr, Produktions- und Heizwärme sind ebenso die Probleme wie die unzureichende Klima- und Energiepolitik. Die Bundesregierung plant zwar einen so genannten "nationalen Klimabeitrag" als neue Maßnahme. Mit einem offenen Brief haben jedoch zahlreiche Fachleute aus Energiewissenschaft und Ökonomie solche Maßnahmen als nur kleinen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet und fordern eine konsequentere Umsetzung. Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker stellt die aktuelle Klimaschutz-Lage vor und für "Paris 2015" dar: Das anschließende Podiums- und Publikumsgespräch mit weiteren Experten wird auch die Aktionsmöglichkeiten für die Bürgerschaft und Vereine der Region ansprechen.
 
ECOtrinova e.V., Agenda 21 Büro der Stadt Freiburg, Klimabündnis Freiburg, Studierendenrat der Universität Freiburg, Eine Welt Forum Freiburg e.V. u.a.


Filmabend und Gespräch über die Aktionen von "Ende Gelände" zum rheinländischen Kohleabbau und über den Kohleabbau in Kolumbien sowie den Export nach Deutschland

Freitag, 30. Oktober | 18 h | Strand-Café & Bewegungsraum, Grethergelände, Adlerstraße 12, 79098 Freiburg

Im Dezember findet in Paris der Klimagipfel COP 21 statt. Während selbst US Präsident Obama verstanden hat, dass Klimaschutz und Kohlekraftwerke nicht zusammen gehen und er hunderten Kohlekraftwerken in den USA den Kampf angesagt hat, sollen Kohlekraftwerke hierzulande ungehindert weiter das Klima zerstören dürfen. Europas Klimakiller Nr. 1 liegt in Deutschland – das Rheinische Braunkohlerevier. Der Abend rückt das Thema Kohle in den Vordergrund, um mit Filmen und Diskussionen Wege für eine umfassende Energiewende ohne Kohle und Atom aufzuzeigen. Denn nicht nur in Paris geht es darum, ob die einst gefassten Klimaziele, die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, überhaupt noch erreicht werden können. Hier sind alle gefragt: die Politik, die Zivilgesellschaft, jedeR Einzelne.
 
Aktionsbündnis Alternatiba, Transition Town Freiburg, Attac Freiburg, GartenCoop Freiburg, FESA, Eine Welt Forum Freiburg



Weitere Informationen zur Initiative Meine. Deine Welt. Eine Welt. sind aufgeführt unter www.agenda21-freiburg.de, www.ewf-freiburg.de und www.sez.de. Im landesweiten Veranstaltungskalender sind die Angebote aus den anderen beteiligten Kommunen ebenfalls eingestellt. Mehr als 140 Kommunen Baden-Württembergs mit ihren kommunalen Einrichtungen sowie kirchlichen, bürgerschaftlichen und privaten Initiativen oder lokalen Eine-Welt-Netzwerken haben an den vergangenen fünf Runden der Initiative mit über 1.300 Veranstaltungen und Einzelaktionen teilgenommen. Quer durch Baden-Württemberg bildete sich dadurch ein großes Netzwerk kommunaler Eine-Welt-Akteure.