Gewinner des Architektenwettbewerbs steht fest

Modell des Siegerentwurfs
Siegerentwurf des Architekturbüros Ingenhoven

Bis zum heutigen Vormittag tagte das Preisgericht des kombinierten Ideen- und Realisierungswettbewerbs für den Neubau des neuen Verwaltungszentrums an der Fehrenbachallee. An dem Wettbewerb haben 16 Büros aus ganz Europa teilgenommen. Unter dem Vorsitz der Architektin Prof. Jórunn Ragnarsdóttir aus Stuttgart tagten 15 Preisrichterinnen und –richter sowie weitere acht Sachverständige seit Montag Vormittag und kamen heute zu einem eindeutigen Ergebnis:

Die Jury hat den Entwurf des Büros ingenhoven architects mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die Abstimmung der Jury erfolgte einstimmig, wie auch sämtliche Abstimmungen im Wettbewerb einstimmig ausfielen. Der Entwurf des Büros aus Düsseldorf überzeugte die Jury mit drei frei angeordneten ovalen Baukörpern im Park, die nach allen Richtungen offen ausgerichtet sind. „Diese städtebauliche Idee wird vom Preisgericht als Beitrag zur Identität des Stühlinger gewürdigt - Verwaltungszentrum und Freiraum verbinden sich zu einer inspirierenden Gesamtheit, die in sinnvollen jeweils baulich abgeschlossenen Schritten realisiert werden kann,“ heißt es in der Begründung der Jury. Die drei Baukörper sind als „green building“ konzipiert und mit einer Holz- und Glasfassade ausgestattet. Im Gebäude des ersten Bauabschnitts, das an die Stelle des heutigen Pavillonbaus des Technischen Rathauses gesetzt wird, befindet sich im Erdgeschoss das Bürgerservicezentrum sowie Raum für bürgerschaftliche Nutzung, in den 5 Etagen darüber sind die Büroeinheiten für insgesamt 830 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung angeordnet. Eine Kindertagesstätte befindet sich am westlichen Scheitel der drei Gebäude und liegt als Solitär in einem parkähnlichen Grünzug.

Architekturwettbewerb: OB Salomon zum Ergebnis

Interview mit Oberbürgermeister Salomon zum Ergebnis des Architekturwettbewerbs. Das Büro Ingenhoven aus Düsseldorf geht als Gewinner aus dem Wettbewerb hervor.


Architekturwettbewerb: Interview mit der Juryvorsitzenden Jórunn Ragnarsdóttir

Interview mit der Architektin Prof. Jórunn Ragnarsdóttir, der Vorsitzenden des Preisgerichts zum Freiburger Rathausneubau. Am Modell erklärt sie die Vorzüge des Siegerentwurfs und begründet die Entscheidung der Jury.


Architekturwettbewerb: Interview mit Architekt Christoph Ingenhoven

Im Interview erklärt der Sieger des Architekturwettbewerbs, Christoph Ingenhoven, das Konzept seines Entwurfs und stellt Bezüge zu Green City her.


Oberbürgermeister Dieter Salomon, der neben weiteren Bürgermeistern, GemeinderätInnen, ArchitektInnen und StadtplanerInnen der Jury angehörte, lobte den Gewinner: „Es ist das Modell mit der größten Originalität, es passt zu Freiburg und erfüllt alle Kriterien bezüglich Funktionalität, Kosten und Energiekonzept.“ Die Vorsitzende des Preisgerichts, Jórunn Ragnarsdóttir sprach von einem Glücksfall für Freiburg: „Es wird ein Haus für die Bürgerschaft sein, in dem man aber auch hervorragend arbeiten kann. Zudem definiert der Entwurf einen hervorragenden und einladenden öffentlichen Raum.“ Baubürgermeister Prof. Martin Haag sprach von einem Modell mit viel Charme: „Es ist sehr aufgelockert, das Grün des Eschholzparks fließt quasi zwischen den Gebäuden durch. Der Entwurf verbindet Architekturqualität mit einem nachhaltigen Gebäudekonzept.“

Das Büro ingenhoven architects hat seinen Sitz in Düsseldorf. Christoph Ingenhoven ist der Architekt des unterirdischen Hauptbahnhofs von Stuttgart, des Burda Medienparks in Offenburg, der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg und vieler weiterer renommierter Projekte. 2012 gewann das Büro den Preis für das nachhaltigste und innovativste Hochhaus in Sydney 1 Bligh. Die Identität des Entwurfs für das neue Freiburger Rathaus hat der Architekt in seiner Arbeit folgendermaßen beschrieben: „Das neue Verwaltungszentrum der Stadt Freiburg ist ein Gebäudekomplex von hoher Authentizität. Er ist ein attraktiver Anziehungspunkt für die Bürgerschaft.“

Zwei dritte Plätze vergab die Jury jeweils an Sacker Architekten aus Freiburg und an Hascher Jehle Architektur aus Berlin. Drei Anerkennungen gingen an Auer-Weber und Assoziierte, Hadi Teherani und Behnisch Architekten.

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An den Architektenwettbewerb schließt sich noch ein Verhandlungsverfahren der Stadt Freiburg mit den Preisträgern an. Am 30. April wird die Verwaltung dem Gemeinderat den ersten Platz des Verhandlungsverfahrens zur Realisierung vorschlagen. Danach kann die weitere Planung eingeleitet werden. Voraussichtlich Ende diesen Jahres soll im Gemeinderat auf Grundlage der Entwurfsplanung und Kostenberechnung der Baubeschluss für das neue Rathausgebäude gefällt werden.