Städtisches Kapital Natur

Freiburg ist eine der grünsten Städte Deutschlands: Keine andere Stadt von vergleichbarer Größe hat mehr Wald und Weinberge und eine derartige Vielfalt an Biotoptypen und Naturräumen zu bieten. Freiburg liegt buchstäblich im grünen Bereich, und das trägt nicht unwesentlich zu seiner Attraktivität
bei.



Das Prädikat der grünen Wohlfühlstadt hat Freiburg nicht zuletzt durch seine vielen Grünfl ächen erworben. Die Stadt liegt schon "von Natur aus" im Grünen: 660 Hektar Grünflächen reichen von der Peripherie bis ins Herz der Stadt.



Schon in den Neunzigerjahren wurden in Freiburg Emissionskataster und ein Luftgüteplan erstellt. Als erste Stadt in Deutschland richtete Freiburg ein Ozontelefon ein. Beim Immissionsschutz stößt lokales Handeln allerdings aufgrund vieler regionaler und großräumlicher Faktoren rasch an Grenzen. Trotz erheblicher Anstrengungen in der Verkehrs- und Umweltpolitik ist die Luft auch in Freiburg nach wie vor durch Feinstaub, Abgase und Ozon belastet.



Der Bodenzustandsbericht von 2004 dokumentiert Altlasten und aktuelle Schadstoffbelastungen in Böden und Grundwasser, um neuen Bedrohungen durch Versauerung, Versiegelung, Erosion und Flächenverbrauch zu begegnen. Gebiete mit empfindlichen und belasteten Böden wurden identifiziert, Maßnahmen zur Vorsorge, Gefahrenabwehr und Bodensanierung empfohlen. Fünf Prozent des Stadtwaldes an den steilen Hängen des Schauinsland sind als gesetzlicher Bodenschutzwald ausgewiesen.



Zunehmender Flächenverbrauch, Bodenversiegelung und eine durch den Klimawandel wachsende Bedrohung durch Unwetter und Starkregen machen den Hochwasserschutz zu einer immer wichtigeren Aufgabe. Nach EU- und nationalem Recht müssen bis spätestens Dezember 2013 Hochwasser-Gefahrenkarten für bedrohte Gebiete erstellt werden; in den dann bekannten Überschwemmungsgebieten darf – wenn überhaupt – nur noch unter strengen Auflagen gebaut werden.