Tag des Freiwilligen Engagements: Engagement tut der Stadt gut und macht Freiburg reich und liebenswert

Am 5. Dezember war der Internationale Tag des Freiwilligen Engagements. Aus diesem Anlass veranstaltete die Stadt gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Kirche in der Maria-Magdalena-Kirche im Rieselfeld die diesjährige 17. Festveranstaltung, um die Leistungen bürgerschaftlich und freiwillig engagierter Bürgerinnen und Bürger zu würdigen. Im Rahmen der Veranstaltung mit rund 350 Personen ehrte Oberbürgermeister Dr. Salomon stellvertretend drei Personen und drei Projekte. Darüber hinaus wurden zum 7. Mal der Wilhelm Oberle-Sozialpreis und der AOK-Präventionspreis für gesundheitliches Engagement vergeben.

Städtische Würdigung des freiwilligen, bürgerschaftlichen Engagements

Für Oberbürgermeister Dr. Salomon stärkt das bürgerschaftliche Engagement durch das freiwillige Für- und Miteinander den sozialen und demokratischen Zusammenhalt des Gemeinwesens. Er hob hervor: "Freiburg bietet Dank seiner lebendigen Vielfalt viele Möglichkeiten, um Erfahrungen, Kompetenzen und Vorlieben zur Förderung Freiburgs kreativ einzubringen. Davon profitieren wir alle außerordentlich und es macht unsere Stadt reich und liebenswert.“
Eine Jury unter Leitung von Bürgermeister von Kirchbach traf eine Auswahl aus den fast 50 Personen- und Projektvorschlägen. Stellvertretend für die Gesamtheit der Engagierten wurden folgende Personen geehrt:

Ursula Geisseler ist seit zehn Jahren Leselernpatin in der  Hofackerschule in Waltershofen. Trotz ihrer inzwischen 95 Jahre fördert sie jede Woche die Lese- und Vorlesefähigkeit von Schülern und bietet ihnen eine Alternative zu Handy und Smartphone.

Ulrich Armbruster engagiert sich seit Mitte der 90er Jahre im Sedanviertel für den Erhalt dieses innerstädtischen heterogenen Wohngebietes. Im engen Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern greift er Anliegen auf, mischt sich ein, fordert und fördert das Gespräch, und wenn es notwendig ist, verfasst er Eingaben an die Stadt. Zudem ist Herr Armbruster seit 50 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert.

Jasmina Prpić gründete vor zehn Jahren mit elf Kolleginnen aus unterschiedlichen Herkunftsländern den Verein „Anwältinnen ohne Grenzen“, den sie seither als Vorsitzende ehrenamtlich führt. Der Verein unterstützt Frauen und Frauenorganisationen juristisch und das reicht vom Abbau von Diskriminierung über die Integration und Gleichstellung von Migrantinnen bis zur Entsendung von Prozessbeobachterinnen.

Der Gesprächskreis JugendLichter wurde vor zwei Jahren von zwei Frauen gegründet, die kurz davor ihre Kinder im Alter von 17 bzw. 19 Jahren verloren hatten. Mit Gruppenangeboten bietet er verwaisten Eltern Möglichkeiten, mit Schmerz, Trauer, Tod und dem frühen Verlust umzugehen. So wachsen Ideen zur Linderung des Schmerzes, zum Gespräch mit dem Partner und mit verbliebenen Geschwistern und zur Gestaltung von Todes-, Geburts- und Feiertagen.

„Freistunde FM“, das selbstverwaltete Radioprojekt, ging im März 2011 erstmals auf Sendung. Die Redaktion besteht aus Jugendlichen und Heranwachsenden aus unterschiedlichen Milieus, Schultypen und Herkunftsregionen. Sie stellen ihre eigenen Themen zusammen, greifen tagespolitische Themen auf und kooperieren bspw. mit dem ZMF, um von Konzerten zu berichten. Radio-Dreyeckland-Koordinatoren begleiten die Alkteure in den Bereichen Radiotechnik und journalistische Umsetzung.

Der Verein „Wo wissen wächst“ hat seit 2009 über 12.000 Kindergarten- und Grundschulkindern aus der 1.und 2. Klasse ermöglicht, sich in Workshops Themen aus Naturwissenschaft, Technik oder Handwerk selbst zu erschließen. Der kindgerechte Zugang fördert den Spaß am Forschen, am Lernen und an der Wahrnehmung von Natur und Technik. Der Verein legt dabei Wert auf das „Schüler-Tutoren-Prinzip“, um das Miteinander und Voneinander Lernen zu fördern.

Der Verein Autismus Südbaden wurde mit dem AOK-Gesundheitspreis ausgezeichnet. Seit über 26 Jahren engagiert er sich für Menschen im Autismus-Spektrum und ihre Familien in allen Lebensphasen. Zur Begleitung wurden diverse Selbsthilfegruppen eingerichtet und Autismus-Kompetenz-Zentren gegründet, um autismus-spezifische Beschäftigungs- und Wohnstrukturen zu schaffen. So entstanden Beratungsstellen, Therapiezentren und sogar eine Fahrradwerkstatt mit Möglichkeit für Praktika.

Armin Schilling erhielt den Wilhelm-Oberle-Sozialpreis. Als ehemaliger Alkoholiker ist er in Selbsthilfegruppen aktiv und hilft insbesondere Kindern von Suchtkranken. So leitet er seit 14 Jahren nicht nur die Gruppen mit großer Offenheit und unendlicher Geduld, sondern pflegt auch bei der Organisation von Veranstaltungen ein Miteinander bis ins letzte Detail.

Weitere Informationen sind über die Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Freiburg zu erhalten :
Tel. 0761/201-3052
gerhard.rieger@stadt.freiburg.de