Die Stadt Freiburg und ihre Partner in der Welt

Innsbruck

urban und alpin

Stadtansicht mit Bergkette

Entstehung der Partnerschaft

Die Beziehungen zwischen Innsbruck und Freiburg reichen bis ins ausklingende Mittelalter zurück. So war Freiburg von 1386 bis 1805 Teil des von Innsbruck aus regierten „habsburgischen Vorderösterreich“. Auch nach dem Ende der Habsburger Herrschaft gab es Kontakte: Freiburger Studenten haben 1809 z.B. den Freiheitskampf Andreas Hofers in Innsbruck unterstützt.
Trotz der vielen historischen Bezüge kam die Anfrage aus Innsbruck für Oberbürgermeister Eugen Keidel Anfang 1963 überraschend, dienten Städtepartnerschaften bis dato doch vornehmlich dem Ziel, Gegner von einst zu versöhnen. Zwischen Innsbruck und Freiburg hatte es jedoch nie Feindseligkeiten gegeben. Zur
Stärkung eines freien Europas ohne Barrieren in Verkehr und Handel unterzeichnete man schon bald den Vertrag mit dem „Schwergewicht auf persönliche Kontakte“. Sehr rasch verband den Freiburger Oberbürgermeister eine herzliche Freundschaft mit dem legendären Innsbrucker Stadtoberhaupt Alois Lugger, die über die Amtszeit hinaus andauerte.

Innsbruck im Portrait

Innsbruck - Stich von 1575
Stich von 1575

Die Brücke über den Inn gab der Stadt ihren Namen. Besiedelt wurde das Gebiet schon von den Römern im 3. Jahrhundert. Um 1200
erhielt Innsbruck das Stadtrecht. Von 1248 bis 1363 waren die Grafen von Tirol Stadtherren von Innsbruck. Unter Herzog Friedrich IV. wurde Innsbruck ab 1420 zur Residenzstadt.

Es folgte eine absolute Blütezeit unter Kaiser Maximilian I. (1459 - 1519), der während seiner Herrschaft auch mehrfach die Stadt Freiburg besuchte – u.a. während des von ihm einberufenen Reichstages in Freiburg 1497/98. Kaiser Maximilian verdankt die Stadt Innsbruck auch ihr weltberühmtes Wahrzeichen in der Altstadt, das „Goldene Dachl“. Er ließ das Residenzgebäude der Tiroler Landesfürsten mit einem Prunkerker mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln verschönern.

Jahrhunderte später präsentiert sich die Tiroler Landeshauptstadt (seit 1849) als Verwaltungsund Wirtschaftszentrum sowie kultureller Mittelpunkt Westösterreichs, als Universitäts-, Kongress- und Kulturstadt, als Stadt des Sports und insbesondere als touristisches Ziel mit jährlich über zwei Millionen Besuchern. Die „Congress und Messe Innsbruck GmbH“ (= Come) ist eines der modernsten Kongresszentren Europas und Treffpunkt zahlreicher Tagungsteilnehmer aus aller Welt.


Leben in der Stadt

Wie Freiburg ist Innsbruck Universitätsstadt. An der Leopold-Franzens-Universität – 1669 von Leopold I. gegründet – und an der seit 2004 eigenständigen Medizinischen Universität sind derzeit ca. 25.000 Hörer eingeschrieben. Das MCI (Management Center Innsbruck) wurde Mitte der 90er Jahre gegründet und hat sich einen hervorragenden Ruf in der Hochschullandschaft erworben, den mittlerweile über 2.500 Studierende aller Nationen und 800 Lehrende schätzen.

Vor allem mit seiner Lage auf einer Höhe von 570 m ü.d.M. und umgeben von einer eindrucksvollen Bergkulisse ist Innsbruck ein Anziehungspunkt für viele Gäste. 1964 und 1976 war die Stadt Gastgeber der Olympischen Winterspiele; im Januar 2012 fanden
erstmalig die „Youth Olympic Games“ statt. Das Skispringen im Rahmen der Vierschanzen-Tournee und der Innsbrucker Berg-Silvester bilden weitere Höhepunkte des sportlichen Lebens.


Die musikalische Blütezeit Innsbrucks vom 15. bis ins 18. Jahrhundert prägt auch heute noch die Stadt. Sie ist das internationale Zentrum für Alte Musik. Mehr als 20 Museen, über 43 Galerien, eine lebendige Theaterszene, die Internationalen Festwochen der Alten Musik und der Tanzsommer mit den weltbesten Tanzgruppen sprechen für das Prädikat „Kulturstadt“.