Autismus-Beratungsstelle

Neben mehreren Therapiezentren in Freiburg und der Region betreibt das Zentrum für Autismus-Kompetenz Südbaden eine Beratungsstelle in Freiburg. Das Angebot richtet sich an Menschen im Autismus-Spektrum, deren Angehörige, Arbeitgeber, Fachleute und Interessierte.

Foto: Stadt Freiburg

Vorschlag

Zuschuss der Stadt, um den Fortbestand der Autismus-Beratungsstelle zu sichern.

Anträge der Fraktionen

Da die Nachfrage steigt und die Projektfinanzierung durch die Aktion Mensch ausläuft, wird ein Zuschuss benötigt um die Arbeit weiter fortführen zu können. Durch entsprechende Anträge von SPD, UL, JPG und FL/FF wird die Beratungsstelle erstmalig mit 50.000 Euro in den Doppelhaushalt aufgenommen.


Stand heute

(Dezember 2016)

Die Beratungsstelle wird seit ihrer Eröffnung im Jahr 2013 durch die Aktion Mensch finanziert, wobei die Projektmittel jährlich reduziert werden und Ende 2016 ganz auslaufen. Mit dem städtischen Zuschuss konnte der Fortbestand der Einrichtung erst einmal gesichert und die Beratungsarbeit fortgeführt werden.

Davon konnten unter anderem Ratsuchende profitieren, bei denen erst im Erwachsenenalter Autismus diagnostiziert wurde. Sie wandten sich besonders häufig an die Beraterinnen, oft mit Fragen zur beruflichen Situation, denn nach wie vor sind mehr als 50 Prozent der Menschen mit Autismus arbeitslos – unabhängig von ihrer Qualifikation.

Passgenaue Hilfen für diese Personen zu erarbeiten, um ihre Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gesellschaft zu ermöglichen, war und ist daher eins der vordringlichsten Anliegen der Beratungsstelle. Dafür wird sowohl Jobcoaching für Betroffene angeboten als auch Aufklärung bei Arbeitgebern geleistet und Netzwerkarbeit betrieben, um beide Seiten zusammenzubringen.

Aber auch alle anderen Ratsuchenden erhalten Unterstützung. Eltern von autistischen Kindern wenden sich ebenso an die Beratungsstelle wie Pädagogen und andere Fachleute, die Rat oder Supervision brauchen.

Fortgang

Am 2. Mai 2017 hat der Gemeinderat den Doppelhaushalt für die Jahre 2017/2018 verabschiedet.

Vorab hatten die Fraktionen so viele Anträge wie mutmaßlich noch nie zuvor strittig, also erneut zur Abstimmung gestellt. So schafften es über 30 Themen in der dritten und letzten Lesung der Haushaltsberatungen noch in den Etat, darunter zahlreiche Vorschläge aus dem Beteiligungshaushalt 2017/2018.

Auch der Vorschlag, die Autismus-Beratungsstelle weiterhin finanziell zu unterstützen, wurde in entsprechenden Anträgen von SPD, UL, FL/FF aufgegriffen, wodurch die Zuschüsse für die Beratungsstelle im Haushalt in diesem Jahr um 5.000 und im kommenden Jahr um 10.000 Euro erhöht wurden.

Zum Beteiligungshaushalt 2017/2018