Vom 27. bis 30. Juli 2017 auf dem Kartoffelmarkt

StadtLesen 2017 in Freiburg

Eines von 3.000 Büchern am Bücherturm aussuchen, sich einen Sitzsack schnappen und schmökern, von 9 Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang. Auf einem der schönsten Plätze der Stadt lädt das "Lesewohnzimmer" bei freiem Eintritt zum entspannten Lesegenuss im Freien ein. "Bibliophile Highlights" und andere Leseaktionen laden zum Zuhören, Innehalten und Entdecken ein.


Literatur – Lesen – Vorlesen: die Beschäftigung mit dem Buch hat in unserer beliebten und weltoffenen  Stadt einen hohen Stellenwert - ob als Leseförderung für die Kleinen, als Lektüre für Spracherwerb, Beruf und Studium oder einfach als fesselnde Freizeitbeschäftigung.

In zahlreichen Bibliotheken und gut sortierten Buchhandlungen steht ein reichhaltiges Angebot an Lesestoff aller Art bereit. Attraktive Lesungen, engagierte Leseförderungsprojekte und spannende Literarturveranstaltungen begeistern regelmäßig ein interessiertes Publikum.

Vom 27. bis 30. Juli 2017 verwandelt sich der Freiburger Kartoffelmarkt - ein belebter und stark frequentierter Platz in der Altstadt - wieder in eine gemütliche Lese-Oase unter freiem Himmel. Über 3.000 Bücher stehen für vier Tage frei zugänglich für Jung und Alt zum Lesen und Schmökern zur Verfügung. Bequem auf einem Sitzsack sitzend, versunken in spannende Lektüre oder einer lustigen Lesung lauschend, zieht der hektische Alltag unbemerkt vorbei. Ich lade Sie herzlich ein zu dieser inspirierenden Entdeckungstour und zu der wohltuenden Entschleunigungskur mittels Literatur.

Den Veranstaltern und Sponsoren danke ich für die Durchführung der originellen Open-Air-Lese-Veranstaltung, den Gästen wünsche ich unvergessliche Leseeindrücke.

Ulrich von Kirchbach
Bürgermeister für Kultur, Integration, Soziales und Senioren



PROGRAMM​


• Donnerstag, 27. Juli (Bibliophiles Highlight)

Eröffnungsveranstaltung mit Bürgermeister Ulrich von Kirchbach
19 Uhr: Matthias Politycki liest aus "Schrecklich schön und weit und wild - Warum wir reisen und was wir dabei denken"


Wochenendtrip oder Weltumrundung, Pauschal- oder Backpackerreise, Länder sammeln oder einfach last minute: Wir reisen, was das Zeug hält und in allen nur denkbaren Varianten. Aber was steckt hinter der Reiselust? Was ist aus dem großen Versprechen, das die Welt einmal war, geworden? Wie hat sich das Reisen verändert?

Matthias Politycki ist ein passionierter Reisender. Er hat keinen Reiseführer geschrieben, aber ein Buch über das Reisen – und ein sehr persönliches Buch über allgemeingültige Fragen. Seit über 40 Jahren reist er, 97 Länder hat er in dieser Zeit kennengelernt. Matthias Politycki spürt der inneren Triebfeder des Reisens nach und zeigt – jenseits touristischer Horizonte – was Reisen heute bedeuten kann.

Matthias Politycki
, geboren 1955 in Karlsruhe, aufgewachsen in München. Er studierte Neuere Deutsche Literatur, Philosophie und Theater- und Kommunikationswissenschaften in München und Wien und schloss 1987 mit einer Promotion ab. Seit 1987 publiziert er Romane, Erzählungen, Essays sowie Gedichte und zählt mittlerweile zu den renommiertesten Vertretern der deutschen Gegenwartsliteratur. Einem breiten Publikum bekannt wurde er mit dem 1997 erschienenen „Weiberroman“. An dessen Erfolg konnte er mit dem 2008 erschienen Schelmenroman „In 180 Tagen um die Welt. Das Logbuch des Herrn Johann Gottlieb Fichtl“ anknüpfen. Mit „Samarkand, Samarkand“ gelang Politycki 2013 eine wortgewaltige, orientalisch bunte Reise- und Abenteuer- erzählung. „Schrecklich schön und weit und wild“ ist sein neuester Roman.


• Freitag, 28. Juli (Integrationslesetag)

Wie viele Sprachen erklingen in Freiburg?

Wie viele Nationalitäten leben hier?

Welches Buch ist Ihnen besonders wichtig?

Lesen Sie auf unserer Bühne aus ihrem Lieblingsbuch in ihrer Sprache!


• Samstag, 29. Juli (Bibliophile Highlights)

18 Uhr: Astrid Fritz liest aus "Die Räuberbraut"

Um 1800: Die 18-jährige Juliana zieht mit ihrem Vater und drei Schwestern durch den Hunsrück. Eines Tages lernt sie den berühmtesten Räuberhauptmann der Gegend kennen. Der „Schinder- hannes“ umwirbt sie, liebt sie, nennt sie seine kleine Prinzessin und ist ihr sogar fast treu. Fortan streift sie mit ihm durch die Lande, bald heiraten sie. Doch kann das Glück an der Seite eines Räubers lange währen? Vierzig Jahre später lebt Juliana wieder in ihrem Heimatdorf und bedient im dortigen Wirtshaus. Hier machen Reisende halt, um die ehemalige Räuberbraut zu bestaunen und sich ihre Geschichten erzählen zu lassen. Eines Tages erscheint eine junge Frau in der Schenke. Ein Blickwechsel genügt, um Juliana begreifen zu lassen, dass sie auch Jahrzehnte später für die schönste Zeit ihres Lebens wird sühnen müssen.

Astrid Fritz
, geboren und aufgewachsen in Pforzheim. Nach dem Studium (Theaterwissenschaft, Literatur und Romanistik) arbeitete sie als Fachredakteurin. Heute lebt Astrid Fritz als freie Schriftstellerin in der Nähe von Stuttgart. Ihr erstes Buch, den Stadtführer „Unbekanntes Freiburg“, verfasste sie gemeinsam mit Bernhard Thill. Die Recherche dazu führte sie zur Lebensgeschichte der Catharina Stadellmenin, die 1599 als Hexe in Freiburg verbrannt wurde. Sie wurde die Protagonistin ihres ersten sehr erfolgreichen historischen Romans „Die Hexe von Freiburg“ (2003). Seither veröffentlichte Astrid Fritz viele historische Romane, u.a. „Die Himmelsbraut“ (2012), „Das Siechenhaus“ (2016) und „Unter dem Banner des Kreuzes“ (2016). „Die Räuberbraut“ ist ihr neuestes Buch.


• Sonntag, 30. Juli (Familienlesetag)

16 Uhr: Mathias Jeschke liest aus "Der Wechstabenverbuchsler im Zoo"


Onno und seine kleine Schwester Ella dürfen ein Wochenende bei ihrem Nachbarn, Herrn Beckermann, und seiner Tochter Nina verbringen. Zur großen Freude der Kinder besuchen sie den Zoo. Doch plötzlich ist Ella wie vom Erdboden verschluckt. Eine turbulente Suche beginnt. Doch damit nicht genug. Ganz nebenbei werden die Wechstaben verbuchselt, was das Zeug hält! So treffen die Kinder auf Miflangos und Kalipene, Rigaffen und Rogillas. Und zum Abendbrot gibt's Keberläse mit Iegelspei. Alles klar?

Mathias Jeschke, 1963 in Lüneburg geboren, schrieb bereits als Schüler die ersten Gedichte. Nach der Schule fuhr der Autor neuen Monate zur See, eine Zeit, die in seinen Büchern und Gedichten bis heute nachklingt. Anschließend studierte er Theologie in Göttingen, Heidelberg und Rostock. Seit vielen Jahren lebt er mit seiner Familie in Stuttgart. Neben seiner Arbeit als Verlagslektor schreibt er als freier Autor für Erwachsene und Kinder. Seine Gedichte für Erwachsene erschienen in zahlreichen Anthologien und Einzelbänden, zuletzt „Luftstudien“ (2016) und in „Der Fisch ist mein Messer“ (2014). Für Kinder hat er mehrere Bilderbücher geschrieben, u.a. „Der Wechstabenverbuchsler“ (2010), „Der Wechstabenverbuchsler im Zoo“ (2013) und „Was meine Eltern von mir lernen können“ (2015) auch einen Gedichtband herausgebracht.

Bastelwerkstatt (14 – 18 Uhr):

Phantasievolle Bastelaktion zum Thema "Lesen" für Kinder von vier bis zwölf Jahren.

Riesenpuzzle:
Der Bücherbus der Stadtbibliothek darf im Riesenpuzzle zusammengesetzt werden.


Hier können Sie sich das Faltblatt zu StadtLesen 2017 mit dem ausführlichen Programm StadtLesen 2017 (963,6 KiB) im PDF-Format herunterladen.


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