Nur Bild Bild + Text
Vitrinenschrank Westafrika im Museum für Natur- und Völkerkunde, Foto: Georg Röpcke, nach 1911

Eine wechselvolle Geschichte: Naturkunde und Ethnologie unter einem Dach

Die heutige Interdisziplinarität des Museums Natur und Mensch wurzelt in seiner Entstehungszeit: Ab 1895 sammelten die Gründungsväter naturkundliche und ethnologische Objekte für das städtische „Museum für Natur- und Völkerkunde“. Es wurde 1903 in der ehemaligen Turnseeschule untergebracht und bespielte eine Fläche von über 2000 Quadratmetern.

Da die wachsenden Museumsbestände eine räumliche Veränderung erforderten, stand keine 30 Jahre später bereits ein Umzug an. 1931 wurde die naturkundliche Sammlung im „Museum für Naturkunde“ im ehemaligen Schulgebäude an der Gerberau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Ethnologische Sammlung hingegen wurde im Adelhauser Kloster eingelagert und konnte dort erst ab 1961 im „Völkerkundemuseum“ präsentiert werden.

1996 wurden beide Häuser zum „Adelhausermuseum für Natur- und Völkerkunde“ vereint, das bis 2006 Bestand hatte. Es folgte eine Sanierung und Neukonzeption des Gebäudes an der Gerberau, die Räumlichkeiten der Ethnologischen Sammlung im Adelhauser Kloster wurden ganz aufgegeben. Im Dezember 2009 eröffnete das „Naturmuseum“, in dem wieder beide Sachgebiete gemeinsam vertreten waren. Seit April 2014 heißt das Haus „Museum Natur und Mensch“, so dass sich sowohl Naturkunde als auch Ethnologie im Namen widerspiegeln.

Das Museum stellt sich der Verantwortung, die seit über 120 Jahren zusammengetragenen Sammlungen für Öffentlichkeit und Wissenschaft zu bewahren, sie zugänglich zu machen, zu erforschen und zu vermitteln.

Seit 2015 bietet eine umfassende Medienstation Hintergrundinformationen zu den auf der im Foyer des Museums angebrachten Stiftertafel und den dort gelisteten Schenkerinnen und Schenkern.

Buddhistische Klostertür im Museum für Natur – und Völkerkunde, Foto: Georg Röpcke nach 1911

Ausstellungsaal Ozeanien im Völkerkundemuseum, 1960er Jahre

Faunengruppe mit Rentier in der Turnseeschule, um 1905, Foto: Georg Röpcke