Tuniberg-Gemeinden und Freiburger Osten

Bessere Internetversorgung geplant

Die meisten Breitbandprobleme im Freiburger Stadtgebiet könnten in den nächsten zwei Jahren  gelöst werden. Die bisher schlecht versorgten Tuniberg-Gemeinden sowie Ebnet und Kappel im Osten sollen bald schneller im Internet surfen können. Nur der Netzausbau für Benzhausen und Tiengen ist noch nicht geklärt.

Studie: Schlechte Versorgung am Tuniberg und im Freiburger Osten

Bisher waren einige der weniger zentralen Teile Freiburgs, beispielsweise Ebnet oder die Tuniberg-Gemeinden, benachteiligt. In schnelles Internet hatten Unternehmen hier nicht investiert: Seit der Privatisierung des Fernmeldewesens werden nur dort leistungsfähige und schnelle Netze angeboten, wo die Unternehmen mit einer großen Nachfrage rechnen. Dadurch bleibt die Ausstattung in ländlicheren Gegenden oft ungenügend.

Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) gab deshalb eine Studie in Auftrag, um zu ermitteln, wo in Freiburg noch Nachholbedarf in Sachen Netzausbau besteht, und welche Möglichkeiten es dafür gibt. Dabei hat sich herausgestellt, dass Freiburg mit Übertragungsraten von über 50 Mbit/s in der Kernstadt durchschnittlich sehr gut versorgt ist. Deutlich schlechter sieht es in den Randbezirken aus: Orte wie Kappel oder die Tuniberg-Gemeinden müssen mit Raten von nur bis zu 3 Mbit/s surfen und gelten damit als unterversorgt.

Ausbau in den nächsten zwei Jahren

Jetzt soll das schnelle Internet für ganz Freiburg Wirklichkeit werden. Ausgehend von den Ergebnissen der Studie trat die Stadt in Verhandlungen mit Telekommunikationsunternehmen - mit bisher guten Ergebnissen:

Die Telekom möchte zwischen 2016 und Ende 2017 im ganzen Stadtgebiet – außer in den Tuniberg-Gemeinden und in Benzhausen  – ihr Netz ausbauen, und zwar ohne Kostenbeteiligung der Stadt. Derzeit bereitet die Telekom den VDSL-Ausbau technisch vor. Sofern die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, will sie das Netz damit ausstatten. Dann werden Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Für die Tuniberg-Gemeinden hat die saarländische Firma Inexio Interesse bekundet, den Netzausbau voranzutreiben, ebenfalls ohne Kostenbeteiligung der Stadt. Der VDSL-Ausbau in den Ortsteilen Munzingen, Opfingen inklusive St. Nikolaus und Waltershofen wurde bei der Netzagentur angemeldet und gesichert. Damit sich der Netzausbau wirtschaftlich rechnet, macht Inexio ihn von einer gewissen Zahl abgeschlossener Vorverträge abhängig. Dazu sind Beratungs- und Informationsveranstaltungen in den Ortsteilen geplant. Läuft alles zufriedenstellend, möchte das Unternehmen den Ausbau innerhalb eines Jahres vollenden.

Es bleiben im Idealfall also nur noch die unterversorgten Ortsteile Tiengen und Benzhausen. Hier werden weitere Gespräche mit Telekommunikationsunternehmen geführt. Gegebenenfalls könnte die Stadt überprüfen, selbst in den Ausbau zu investieren, um den Userinnen und Usern schnelles Surfen zu ermöglichen.

Veröffentlicht am 14.07.2015

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