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Veranstaltungsmanagement

Wer eine Veranstaltung plant, sollte sich schon möglichst frühzeitig über alles Notwendige Gedanken machen und sich umfassend informieren.

Die Stabsstelle Veranstaltungen im Amt für öffentliche Ordnung steht Ihnen für ein erstes Beratungsgespräch gerne zur Verfügung. Hier erhalten Sie Auskunft, welche behördlichen Genehmigungen und Erlaubnisse eingeholt werden müssen, wo diese beantragt werden und welche Unterlagen erforderlich sind. Außerdem erhalten Sie hier wertvolle Informationen zum Verfahren sowie zu den für Sie relevanten Kontaktstellen innerhalb der Stadtverwaltung.

Um Sie bereits in der Vorbereitungs- und Planungsphase Ihrer Veranstaltung zu unterstützen und dabei zu helfen, Planung und Antragstellung zu optimieren und behördliche Fristen einzuhalten, hat die Stabsstelle Veranstaltungen einen Leitfaden erstellt, den Sie hier einsehen können oder als PDF-Dokument herunterladen können.

Leitfaden für Veranstaltungen

I. Veranstaltungen - Wer trägt die Verantwortung?

Ein Leben ohne Feste,
gleicht einer weiten Reise ohne Einkehr

(Demokrit) ​

Wie schon der griechische Naturphilosoph Demokrit, der in der Zeit von 460 bis 370 v. Chr. lebte, in obigem Zitat treffend bemerkte, sind Feste und Veranstaltungen ein nicht weg zu denkender Teil unseres gesellschaftlichen Lebens. Sie verkörpern Lebensqualität. Veranstaltungen und Feste sind Zeichen eines lebendigen Gemeinwesens, eines ausgeprägten bürgerschaftlichen Engagements und ganz sicher auch ein Stück gemeinsamer Kultur. Aus diesen Gründen erfreuen sich gerade größere Veranstaltungen wie Stadtfeste, Märkte, Konzerte, Sportereignisse und Umzüge immer größerer Beliebtheit. Veranstaltungen dieser Art gilt es zu fördern und zu unterstützen.
Es ist festzustellen, dass sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten neben bekannten und traditionellen Festen auch neue Veranstaltungsarten entwickelt haben. Die Bandbreite der Veranstaltungen reicht von Public Viewings bei Fußballturnieren über Technokonzerte in ehemaligen Fabrikhallen bis hin zu Volksfesten in freier Natur.

Alle Veranstaltungen haben eines gemeinsam: Sie müssen sorgfältig geplant, von verschiedenen Behörden genehmigt und gewissenhaft durchgeführt werden. Gerade bei größeren Veranstaltungen ist in der Regel eine Fülle von Rechtsvorschriften vor allem aus den Bereichen Brandschutz, Baurecht, Gewerbe- und Gaststättenrecht, Jugendschutz, Umweltschutzrecht sowie Straßenverkehrsrecht zu beachten und einzuhalten. Je nach Art und Größe der Veranstaltung muss eine Vielzahl an Genehmigungen und Erlaubnissen eingeholt werden.

Zweck dieses Leitfadens ist es daher, Sie als Veranstalter bereits in der Vorbereitungs- und Planungsphase Ihrer Veranstaltung zu unterstützen und Ihnen dabei zu helfen, Planung und Antragstellung zu optimieren und behördliche Fristen einzuhalten. Ferner werden in diesem Leitfaden wichtige Behördenkontakte mit Adressen und Telefonnummern genannt. Nicht zuletzt soll mithilfe dieses Leitfadens eine Sensibilisierung aller Beteiligten für mögliche Risiken bei Veranstaltungen erreicht werden. Es sollen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten z.B. des Veranstalters, des Betreibers, der Behörden oder sonstiger Beteiligter geklärt werden. Darüber hinaus gibt es konkrete Empfehlungen, wie Sie im Sinne der "Freiburger Festkultur" für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol bei Veranstaltungen beitragen können.

Absicht kann es nicht sein, mit überzogenen Reglementierungen eine vermeintliche 100prozentige Sicherheit garantieren zu wollen. Denn eine solche gibt es nicht. Deshalb gilt: So wenig Reglementierung wie möglich und nur so viel wie nötig. Mittels sinnvoller und notwendiger behördlicher Auflagen werden das Sicherheitsbewusstsein und die Eigenverantwortung der Organisatoren gestärkt. Aufgabe der Behörden ist es, die bestehenden Genehmigungsvoraussetzungen durchzusetzen und deren Ausführung in einem gewissen Umfang zu überwachen.

Als Veranstalter sind Sie auch nach Erlass der behördlichen Genehmigung vor, während und nach dem Ende der Veranstaltung für die Beachtung der rechtlichen Vorgaben und behördlichen Auflagen und somit für die Sicherheit verantwortlich. Unabhängig von der Verantwortung des Veranstalters hat auch der Betreiber einer Veranstaltungsörtlichkeit allgemeine Rechtspflichten zu erfüllen.

Der Eigentümer eines Grundstücks, eines Gebäudes oder einer sonstigen Anlage, auf der bzw. in dem eine öffentliche Veranstaltung stattfindet, haftet als Betreiber nach den allgemeinen gesetzlichen Vorschriften für die Gefahren, die von seinem Grundstück oder Gebäude für andere ausgehen und zu möglichen Schäden führen.

Erster Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger oder professionelle Veranstalter, die eine Veranstaltung planen, die im Stadtkreis Freiburg stattfinden soll, ist die Stabsstelle Veranstaltungen beim Amt für öffentliche Ordnung.

Dieser Leitfaden kann wegen der Vielfältigkeit der einzelnen Veranstaltungsformen weder vollständig noch abschließend sein. Letztlich muss jede Veranstaltung für sich betrachtet und eine individuelle Lösung gefunden werden.

Unter Nummer VI dieses Leitfadens finden Sie sämtliche für Sie als Veranstalter relevanten Ämter und sonstigen Ansprechpartner mit ihren vollständigen Kontaktdaten.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.


II. Was ist für Sie wichtig? Beratungsgespräch erwünscht?

Wer eine Veranstaltung plant, sollte sich schon möglichst frühzeitig über alles Not-wendige Gedanken machen und sich umfassend informieren. Die Stabsstelle Veranstaltungen im Amt für öffentliche Ordnung steht Ihnen für ein erstes Beratungsgespräch gerne zur Verfügung. Hier erhalten Sie Auskunft, welche behördlichen Genehmigungen und Erlaubnisse eingeholt werden müssen, wo diese beantragt werden und welche Unterlagen erforderlich sind. Von der Stabsstelle Veranstaltungen erhalten Sie zudem wertvolle Informationen zum Verfahren sowie zu den für Sie relevanten Kontaktstellen innerhalb der Stadtverwaltung Freiburgs.

Bei Groß- und Risikoveranstaltungen übernimmt die Stabsstelle Veranstaltungen das Genehmigungsverfahren, stimmt den weiteren Ablauf ab und lädt zu Koordinierungsgesprächen und Ortsterminen mit den betroffenen Behörden und sonstigen Beteiligten ein.

1. Wichtige Aspekte bei der Planung einer Veranstaltung

Im Vorfeld jeder Veranstaltung sollten Sie folgende Gesichtspunkte immer in Ihrer Planung berücksichtigen:

  • Wer ist verantwortlich für die Veranstaltung? Wer ist verbindlicher Ansprechpartner?
  • Wie viele Besucher werden erwartet?
  • Besteht Schutz durch eine Haftpflichtversicherung?
  • Werden die gesetzlichen Vorgaben des Jugendschutzes eingehalten?
  • Sind verkehrsrechtliche Regelungen, z.B. Straßensperrungen erforderlich?
  • Muss der Veranstaltungsort abgesperrt oder gesichert werden?
  • Werden Speisen und Getränke abgegeben? Werden alkoholische Getränke ausgegeben?
  • Werden bestehende Hygienevorschriften eingehalten?
  • Stehen die Standorte für Bühnen, Verkaufsstände, sonstige bauliche Anlagen und Lagerräume fest?
  • Werden besondere Leistungen/ Attraktionen (z.B. Fahrgeschäfte) angeboten?
  • Stehen Toiletten in ausreichender Anzahl - auch für Menschen mit Behinderung - zur Verfügung?
  • Ist für eine ausreichende Beleuchtung der Veranstaltungsörtlichkeit gesorgt?
  • Werden Flucht- und Rettungswege beschildert und ggf. beleuchtet?
  • Werden Brandschutzmaßnahmen getroffen? Ist ein Feuersicherheitsdienst erforderlich?
  • Wird bestuhlt?
  • Sind möglicherweise Schutzgebiete nach Umwelt- und/oder Naturschutzrecht betroffen?

2. Besonderheiten bei größeren Veranstaltungen

Folgende Aspekte sind zudem bei größeren Veranstaltungen immer zu bedenken:

  • Ist ein Sicherheitskonzept notwendig?
  • Wird eine Zugangskontrolle benötigt?
  • Werden die gesetzlichen Lärmrichtwerte eingehalten?
  • Gibt es Sicherheits- und Ordnungskräfte?
  • Muss ein Sanitätsdienst angefordert werden?
  • Ist die Einrichtung eines Funksystems erforderlich?
  • Ist die Stromversorgung gewährleistet? Ist eine Notstromversorgung notwendig?
  • Besteht Anbindung an den ÖPNV?
  • Steht eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen zur Verfügung?
  • Ist eine Ausschilderung der Zu- und Ausgänge erforderlich?
  • Ist die Veranstaltungsörtlichkeit behindertengerecht ausgestattet?
  • Sind die betroffenen Anwohner und Bürgervereine informiert?

Bei diesem Fragenkatalog handelt es sich um eine beispielhafte, nicht abschließende Aufzählung. Je nach Art und Größe der Veranstaltung können einzelne Aspekte unberücksichtigt bleiben oder es müssen weitere Themenbereiche mit in die Planung einbezogen werden.


III. Welche Veranstaltungsarten gibt es?

Im Wesentlichen kann zwischen den unten genannten Veranstaltungsarten unterschieden werden, die nun im Folgenden grob kategorisiert und mit ihren Merkmalen und den sich daraus ergebenden Erforderlichkeiten dargestellt werden sollen.

1. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen

Typische Veranstaltungen, die in geschlossenen Räumen stattfinden, sind bspw. Tanzveranstaltungen, Theateraufführungen, Konzerte, Basare und Flohmärkte in Fest- oder Mehrzweckhallen. In der Regel erfolgt der Zugang zu Veranstaltungen dieser Art über eine Eingangskontrolle. Die Zahl der Besucher ist aufgrund der vorliegenden Möblierung bzw. der örtlichen Umstände vorgegeben.

Wenn Sie eine Veranstaltung in geschlossenen Räumen planen, müssen Sie folgenden rechtlichen Themenbereichen besondere Aufmerksamkeit widmen:

  • Brandschutzanforderungen
  • Flucht- und Rettungswege
  • Ausschank von Alkohol
  • Aufbau baulicher Anlagen (Bühnen, Podeste, etc.)

Bei größeren Veranstaltungen sind zudem folgende Themenbereiche zu berücksichtigen:

  • Versammlungsstättenverordnung Baden-Württemberg
  • Lärmgrenzwerte
  • Sicherheitskonzept
  • Parkraum/Verkehr
  • Sanitäts- und Rettungsdienst
  • Ordnungskräfte, Zugangskontrolle
  • Polizei
  • Feuerwehr

2. Veranstaltungen im Freien

Veranstaltungen im Freien sind oft Open-Air-Konzerte mit Szenenflächen, Straßenfeste, kulturelle oder kirchliche Veranstaltungen, Weinfeste, Festzüge, Sportveranstaltungen im Wald wie z.B. Laufveranstaltungen sowie Volkswanderungen.

Veranstaltungen im Freien, deren Besucherbereich in irgendeiner Form eingegrenzt ist (z.B. durch Zäune oder Absperrungen) und bei denen mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher erwartet werden, müssen besondere Anforderungen erfüllen. Bei diesen Veranstaltungen besteht häufig eine räumliche Enge, die Besucher stehen oft dicht gedrängt. Ein Kennzeichen dieser Veranstaltungen ist es, dass sie eine gewisse Eigendynamik entwickeln können. Zudem werden sie zwangsläufig von den vorherrschenden Witterungsbedingungen beeinflusst.

Die für alle Veranstaltungen im Freien besonders zu beachtenden rechtlichen Bereiche sind daher:

  • Verkehrsregelungen
  • Lärmgrenzwerte
  • Aufbau baulicher Anlagen (Bühnen, Podeste, etc.)
  • Brandschutzanforderungen
  • Ver- und Entsorgungsleitungen
  • Natur-, Artenschutz- und Forstrecht

Für größere Veranstaltungen im Freien sind zudem folgende Punkte zu bedenken:

  • Versammlungsstättenverordnung Baden-Württemberg
  • Zugänge, Flucht- und Rettungswege
  • Parkraum/Verkehr
  • Sicherheitskonzept
  • Sanitäts- und Rettungsdienst
  • Ordnungskräfte, Zugangskontrolle
  • Polizei
  • Feuerwehr

Sofern Sie die Durchführung von Veranstaltungen in der Fußgängerzone oder auf Innenstadtplätzen planen, gelten besondere Vorgaben, die bei der Stabsstelle Veranstaltungen erfragt werden können.

Sofern die Veranstaltung auf öffentlichen Straßen stattfinden soll, wenden Sie sich bitte für nähere Informationen hierzu an das städtische Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg.

Sofern die Veranstaltung in einer öffentlichen Grünanlage bzw. auf sonstigen nicht dem Verkehr gewidmeten städtischen Flächen stattfinden soll, wenden Sie sich bitte für nähere Informationen hierzu an das Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen der Stadt Freiburg.

3. Messen, Ausstellungen, Märkte

Beispiele für solche Veranstaltungen sind etwa Weihnachtsmärkte, Fachmessen oder Kunst- und Töpfermärkte. Veranstaltungen dieser Art können sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen stattfinden. Die Besucher befinden sich während der Veranstaltung nicht an einem bestimmten Sitz- oder Stehplatz, sondern bewegen sich. Die Besucherzahl ist daher schwer zu ermitteln. Kennzeichen dieser Veranstaltungsart ist zudem, dass ggf. ein Verkauf von Waren außerhalb der gesetzlichen Ladenschlusszeiten stattfindet.

Veranstalter, die eine Messe, eine Ausstellung oder einen Markt veranstalten möchten, müssen dies u.U. schriftlich beantragen.

Bitte beachten Sie das Merkblatt "Messen, Ausstellungen, Märkte" (siehe Nr. VII Anhang, Ziffer 5 (122,1 KB)). Zuständige Behörde hierfür ist die Polizei- und Gewerbebehörde im Amt für öffentliche Ordnung.

4. Versammlungen und Aufzüge

Versammlungen und Aufzüge kennzeichnen sich dadurch, dass eine oder mehrere Personen zum Zwecke der öffentlichen Meinungskundgabe zusammenkommen. Versammlungen und Aufzügen sind keine Veranstaltungen im Sinne dieses Leitfadens.

Versammlungen und Aufzüge müssen bei der Polizei- und Gewerbebehörde im Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Freiburg angemeldet werden.

5. Groß- und Risikoveranstaltungen

Groß- und Risikoveranstaltungen stellen aufgrund ihrer Charakteristik besondere Anforderungen an Planung, Genehmigungsverfahren und Durchführung. Von einer Großveranstaltung wird i.d.R. gesprochen, wenn eine Besucherzahl von mehr als 5.000 Menschen erwartet wird.

Eine Risikoveranstaltung hingegen zeichnet sich nicht durch eine große Besucherzahl aus, sondern durch im Zusammenhang mit der Veranstaltung auftretenden Faktoren, die bei Planung und Durchführung der Veranstaltung einer ausdrücklichen Betrachtung und Reaktion bedürfen und daher als Risiko eingestuft werden.

Beispielsweise können die besondere Beschaffenheit einer Veranstaltungsörtlichkeit, die Zielgruppe einer Veranstaltung oder ein zu erwartender hoher Alkohol- oder Drogenkonsum Faktoren sein, die eine Veranstaltung zu einer Risikoveranstaltung werden lassen. Ob eine Veranstaltung eine Risikoveranstaltung ist, kann nur nach individueller Prüfung des Veranstaltungskonzepts unter Einbeziehung der bestehenden Rahmenbedingungen festgestellt werden. Eine allgemeingültige Definition kann es daher nicht geben.

Bei Groß- und Risikoveranstaltungen ist dem Aspekt "Sicherheit" noch größere Aufmerksamkeit zu schenken, als dies bei sonstigen Veranstaltungen ohnehin bereits geschieht. Bei Groß- und Risikoveranstaltungen ist daher immer ein Sicherheitskonzept inklusive Ordnerkonzept sowie ein Sanitätskonzept vorzulegen. Zudem kann es erforderlich sein, dass vom Veranstalter ein Servicetelefon für die Dauer der Veranstaltung eingerichtet wird. So haben Nachbarn und Anwohner die Möglichkeit, auf Beeinträchtigungen, die im Zusammenhang mit der Veranstaltung entstehen, wie z.B. Lärmbelästigungen, unverzüglich aufmerksam zu machen.

Welche Erfordernisse sich darüber hinaus ergeben, ist individuell festzustellen. Die Stabsstelle Veranstaltungen berät Sie gerne hierzu. Weitere Informationen zum Thema "Sicherheitskonzept" finden Sie unter Nr. VII Anhang, Ziffer 7 (33 KB) dieses Leitfadens.


IV. Wie läuft das Antragsverfahren ab?

1. Antragstellung

Sofern Sie planen, eine Veranstaltung innerhalb des Gebiets der Stadt Freiburg durchzuführen, ist die Stabsstelle Veranstaltungen im Amt für öffentliche Ordnung Ihre erste Anlaufstelle.

Sämtliche Mitteilungen über Veranstaltungen werden hier gebündelt entgegen genommen. Anträge im Zusammenhang mit Veranstaltungen sollten in schriftlicher Form unter Verwendung des Formulars "Anzeige einer Veranstaltung" (Nr. VII Anhang, Ziffer 1 (173,3 KB)), an die Stabsstelle Veranstaltungen zu richten. Sofern Ihre Veranstaltung auf öffentlichem Straßenraum stattfinden soll oder sich durch die Veranstaltung Auswirkungen auf öffentlichen Straßenraum ergeben, ist diese Nutzung bzw. Beeinträchtigung beim Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg zu beantragen. Das hierfür zu verwendende Antragsformular finden Sie ebenfalls in Nr. VII Anhang, Ziffer 2. Gerne sendet Ihnen die Stabsstelle Veranstaltungen die entsprechenden Antragsformulare auch per Post oder auf elektronischem Wege zu.

Neben der postalischen Rücksendung der Antragsformulare und weiterer Unterlagen in Papierform besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, die Unterlagen auf elektronischem Wege an die Stabsstelle Veranstaltungen zu senden. Die E-Mail-Adresse der Stabsstelle Veranstaltungen finden Sie unter Nr. VI dieses Leitfadens.

Die Stabsstelle Veranstaltungen prüft nach Antragseingang in einem ersten Schritt Ihren Antrag auf Vollständigkeit und leitet diesen - sofern alle erforderlichen Grundinformationen vorliegen - an die zuständige Stelle innerhalb der Stadtverwaltung Freiburg weiter, wo Ihr Antrag abschließend bearbeitet wird. Sie werden darüber informiert, welche Stelle bzw. welches Amt für Ihren Antrag zuständig ist. Bei Fragen oder Hilfebedarf steht Ihnen die zuständige Stelle selbstverständlich unterstützend zur Verfügung.

Sofern Sie eine Veranstaltung planen, die als Groß- oder Risikoveranstaltung eingestuft wird oder bei der ein besonderer Koordinierungsbedarf besteht, wird das Genehmigungsverfahren unter Beteiligung der entsprechenden Fachämter direkt bei der Stabsstelle Veranstaltungen durchgeführt. Die Stabsstelle Veranstaltungen begleitet Sie in diesen Fällen aktiv in der Planungs- und Koordinierungsphase und teilt Ihnen mit, ob ein formelles Sicherheitskonzept zwingend vorgeschrieben ist oder für erforderlich erachtet wird. Mit Unterstützung der Stabsstelle Veranstaltungen werden die tatsächlich von der Veranstaltung ausgehenden Risiken individuell betrachtet und gemeinsam mit Ihnen als Veranstalter falls nötig umfassende, falls ausreichend aber auch "kleine" Lösungen erarbeitet.

2. Einzuhaltende Fristen

Grundsätzlich gilt:

3 Monate Veranstaltungen ohne besonderes Risiko
5 Monate Groß- und Risikoveranstaltungen

Aufgrund der Vielzahl der Veranstaltungen, die im Laufe eines Jahres innerhalb des Stadtgebiets Freiburg stattfinden, und deren unterschiedlicher Ausgestaltung wird für die Bearbeitung eingehender Anträge ausreichend Zeit benötigt. Diese ist insbesondere zur Anhörung und Koordination der beteiligten Stellen wie beispielsweise Polizei, Baurechtsamt, Amt für Brand- und Katastrophenschutz, Umweltschutzamt und Garten- und Tiefbauamt notwendig.

Angesichts des erforderlichen Prüfaufwands sowie zur frühzeitigen Erkennung von Kollisionen mit anderen Veranstaltungen oder aktuellen Baumaßnahmen und deren Auflösung ist es notwendig, dass Anträge im Zusammenhang mit Veranstaltungen grundsätzlich drei Monate vor der Veranstaltung bei der Stabsstelle Veranstaltungen gestellt werden.

Bei kleineren oder regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen, die in der Vergangenheit unproblematisch abgelaufen sind, kann auch eine kürzere Antragsfrist ausreichend sein. In diesen Fällen empfiehlt sich jedoch eine direkte Absprache mit der Stabsstelle Veranstaltungen.

Anträge für Großveranstaltungen oder Veranstaltungen, die ein besonders Risiko aufweisen, sind aufgrund des außerordentlich großen Prüf- und Genehmigungsaufwands zwingend fünf Monate vor der Veranstaltung an die Stabsstelle Veranstaltungen zu richten.

3. Genehmigungsbescheid und Konsequenzen bei der Durchführung einer ungenehmigten Veranstaltung

Es ist vorgesehen, Genehmigungsbescheide spätestens einen Monat bevor die Veranstaltung stattfindet, zu erlassen. Dies setzt allerdings unter allen Umständen voraus, dass Anträge frühzeitig, den unter IV. Nr. 2 genannten Fristen entsprechend, gestellt und acht Wochen vor der Veranstaltung keine grundsätzlichen Änderungen des Veranstaltungskonzepts durch den Veranstalter mehr eingereicht werden. Sollten Änderungen des Veranstaltungskonzepts später als acht Wochen vor einer Veranstaltung eingereicht werden, kann deren Berücksichtigung bzw. Prüfung durch die Genehmigungsbehörden nicht garantiert werden.

Sofern erforderlich, bei Groß- und Risikoveranstaltungen in jedem Fall, findet kurz vor Beginn der Veranstaltung (i.d.R. einen Tag vor Veranstaltungsbeginn) eine gemeinsame Begehung der Veranstaltungsörtlichkeit zusammen mit der Veranstaltungsleitung statt (sog. Abnahme), um eventuelle Probleme gemeinsam zu erkennen und zu lösen. Des Weiteren wird im Rahmen der Abnahme überprüft, ob die Umsetzung der im Genehmigungsbescheid verfügten Auflagen ordnungsgemäß erfolgte. Auch kann es je nach Veranstaltung für notwendig erachtet werden, dass während der Veranstaltung ein oder mehrere Behördenvertreter vor Ort anwesend sind, um notfalls regulierend eingreifen zu können. In erster Linie obliegt es jedoch der im Veranstaltungskonzept festgelegten und namentlich benannten Veranstaltungsleitung, die Einhaltung der sicherheitsrelevanten Auflagen während der Veranstaltung zu garantieren.

Bitte beachten Sie, dass bei zu kurzfristiger Antragstellung die Veranstaltung grundsätzlich nicht genehmigt werden kann.

Wenn eine Veranstaltung dennoch ohne die erforderlichen behördlichen Genehmigungen stattfindet, da aufgrund eines verspätet oder unvollständig gestellten Antrags keine Genehmigung erteilt werden konnte, sind ordnungsbehördliche Maßnahmen möglich, die von der Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens bis zur Untersagung bzw. der sofortigen Beendigung der Veranstaltung gehen können. Ebenfalls weisen wir Sie ausdrücklich darauf hin, dass auch eine bereits stattfindende oder kurz vor der Eröffnung stehende Veranstaltung von den Ordnungsbehörden untersagt werden kann, wenn eklatante und vor allem sicherheitsrelevante Probleme auftreten, die nicht oder nicht rechtzeitig lösbar sind.

4. Veranstaltungsgebühren

Die Stadt Freiburg erhebt für die Erstellung von Genehmigungen Gebühren nach der Verwaltungsgebührensatzung der Stadt Freiburg i. Br. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach dem in der Verwaltung tatsächlich entstandenen Zeitaufwand.

Sie erhalten daher nach Beendigung des Antrags- und Genehmigungsverfahrens einen Gebührenbescheid, in dem die Höhe der fälligen Gebühren und deren Zusammensetzung dargelegt werden. Gegebenenfalls kann bereits während des Genehmigungsverfahrens ein Gebührenvorschuss von Ihnen erhoben werden.

Für verkehrliche Erlaubnisse und Anordnungen sind Gebühren nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) vom Garten- und Tiefbauamt zu erheben.


V. Welche rechtlichen Anforderungen müssen bedacht werden?

Im Folgenden werden für Sie als Veranstalter wichtige Themen und Rechtsbereiche kurz vorgestellt und erläutert, die i.d.R. als veranstaltungsabhängige Auflagen in Genehmigungsbescheiden Berücksichtigung finden.

1. Versammlungsstättenverordnung

Bei der Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) handelt es sich um eine landesspezifische Rechtsverordnung, die sich auf den Bau und den Betrieb von sogenannten Versammlungsstätten bezieht. Versammlungsstätten sind Gebäude mit (Versammlungs-)Räumen, die mehr als 200 Personen fassen.

Gebäude, mit mehreren Versammlungsräumen, die insgesamt mehr als 200 Personen fassen, werden ebenfalls von der VStättVO umfasst, wenn die Versammlungsräume gemeinsame Rettungswege haben.

Unter die VStättVO fallen auch Versammlungsstätten im Freien mit Szenenflächen (d.h. Flächen für künstlerische und andere Darbietungen, wie z.B. Bühnen), deren Publikumsbereich mehr als 1.000 Personen fasst, sowie Sportstadien, bei denen mehr als 5.000 Personen Platz finden.

Veranstaltungen im Freien fallen nur dann unter den Anwendungsbereich der VStättVO, wenn sie mehr als 1.000 Besucherplätze und Szenenflächen aufweisen und der Publikumsbereich ganz oder teilweise aus baulichen Anlagen besteht. Die Voraussetzung der baulichen Anlage ist bereits erfüllt, wenn der Publikumsbereich durch eine Abschrankung abgegrenzt ist, während eine bloße Ansammlung von Menschen unter freiem Himmel (z.B. bei einem Straßenfest) nicht zur Anwendung der VStättVO führt.

Die VStättVO legt aufgrund der Grundfläche eines Veranstaltungsraumes fest, wie viele Personen maximal gleichzeitig anwesend sein dürfen und regelt die Beschaffenheit u.a. der Bauteile und Dächer sowie die Führung und Bemessung der Rettungswege, Treppen, Türen und Tore sowie die Bestuhlung und die Brandmelde- und Alarmierungsanlagen.

Bei jeder Veranstaltung mit Großbühnen mit mehr als 200 m2 Grundfläche muss ein Feuersicherheitsdienst der Feuerwehr anwesend sein. Außerdem ist eine Brandschutzordnung aufzustellen. Für Versammlungsstätten mit mehr als 5.000 Besucherplätzen muss ein Sicherheitskonzept (vgl. hierzu Nr. V Ziffer 8) aufgestellt werden.

Versammlungsstätten bedürfen grundsätzlich einer Baugenehmigung durch die zuständige Baurechtsbehörde. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie beim Baurechtsamt der Stadt Freiburg.

2. Baurechtliche Anforderungen

Bei Veranstaltungen werden i.d.R. bauliche Anlagen wie z.B. Zelte, Bühnen, Tribünen, Fahrgeschäfte oder Karussells aufgebaut, die baurechtlich als sog. fliegende Bauten bezeichnet werden, da sie immer wieder an unterschiedlichen Veranstaltungsörtlichkeiten aufgestellt und abgebaut werden.

Der Aufbau fliegender Bauten muss unter Vorlage eines Prüfbuchs der Baurechtsbehörde angezeigt werden. Die Inbetriebnahme fliegender Bauten kann zudem von einer Abnahme durch die Baurechtsbehörde vor der Veranstaltung abhängig gemacht werden. Die Anzeige und gegebenenfalls das Ergebnis der Abnahme sind in das Prüfbuch einzutragen.

Die Anzeigepflicht gilt nicht für sog. unbedeutende fliegende Bauten wie z.B. kleine Zelte, Toilettenwagen, Verkaufsbuden oder kleine Kinderkarussells.

Bei der Abnahme vor Inbetriebnahme eines fliegenden Baus wird insbesondere geprüft, ob

  • der fliegende Bau mit den Bauvorlagen übereinstimmt,
  • die im Prüfbuch enthaltenen Nebenbestimmungen eingehalten werden und
  • die Standsicherheit des fliegenden Baus im Hinblick auf die örtlichen Bodenverhältnisse gewährleistet ist.

Wird bei der Prüfung Ihrer Antragsunterlagen festgestellt, dass Sie beabsichtigen, fliegende Bauten aufzubauen, wird das Baurechtsamt der Stadt Freiburg im Rahmen des Anhörverfahrens über Ihr Vorhaben informiert. Dort werden dann die dargestellten Prüfungen und Maßnahmen durchgeführt. Nähere Informationen zum Thema "fliegende Bauten" erhalten Sie beim Baurechtsamt der Stadt Freiburg.

3. Verkehrsrechtliche Erlaubnisse und Anordnungen sowie Sondernutzungen

Wenn Ihre geplante Veranstaltung im öffentlichen Straßenraum, z.B. auf der Fahrbahn einer Straße, stattfindet und dafür eine Straße gesperrt werden muss, ist eine verkehrsrechtliche Erlaubnis erforderlich. Die Erlaubnis ist mit verschiedenen Bedingungen und Auflagen versehen, die maßgeblich für den verkehrssicheren Ablauf der Veranstaltung sind. Bestandteil einer verkehrsrechtlichen Erlaubnis ist bspw.:

  • die grundsätzliche Erlaubnis, eine Veranstaltung auf der Straße durchführen zu dürfen,
  • die Anordnung von verkehrsregelnden Maßnahmen, i.d.R. Vollsperrung einer Straße, Umleitung des Verkehrs, Ausweisung von Halteverboten, etc.,
  • Bedingungen und Auflagen, z.B. Bereitstellung von Ordnern, rechtzeitige Anwohnerinformation, Abschluss einer Haftpflichtversicherung, usw.

Wenn Ihre geplante Veranstaltung nicht im öffentlichen Straßenraum stattfindet, aber Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr hat und deshalb verkehrsregelnde Maßnahmen notwendig sind, dann ist eine verkehrsrechtliche Anordnung erforderlich.

Folgende verkehrsregelnde Maßnahmen können bspw. angeordnet werden:

  • Teil- oder Vollsperrung einer Straße,
  • Halteverbote,
  • Bushaltestellen, Taxiplätze.

Zur Beurteilung der verkehrlichen Auswirkung der Veranstaltung und als Entscheidungsgrundlage für die verkehrsrechtliche Erlaubnis oder Anordnung kann die Vorlage eines Verkehrskonzeptes durch den Veranstalter erforderlich sein.

Zuständig für die Erteilung von verkehrsrechtlichen Erlaubnissen und Anordnungen ist die Straßenverkehrsbehörde beim Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg. Die von Ihnen als Antragsteller auszufüllenden Unterlagen wie etwa das Antragsformular finden Sie unter Nr. VII Anhang, Ziffer 2 (81,1 KB).

Sofern Sie beabsichtigen, öffentlichen, nicht dem Straßenverkehr zugänglichen Raum, wie etwa einen der Innenstadtplätze (Kartoffelmarkt, Rathausplatz, Augustinerplatz) oder die Fußgängerzone für Ihre Veranstaltung in Anspruch zu nehmen, ist hierfür eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich. Die vom Gemeinderat beschlossenen Sondernutzungsrichtlinien sind hierbei zu beachten.

Sondernutzungserlaubnisse für die Inanspruchnahme der Fußgängerzone oder von Innenstadtplätzen, müssen beim Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Freiburg beantragt werden. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei der Stabsstelle Veranstaltungen.

4. Veranstaltungen auf städtischen Privatflächen

Wenn Sie für Ihre Veranstaltung eine öffentliche Grünanlage bzw. sonstige nicht dem Verkehr gewidmete städtische Fläche nutzen möchten, ist mit dem Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen der Stadt Freiburg Kontakt aufzunehmen und ein Flächenüberlassungsvertrag abzuschließen.

Bei Veranstaltungen, die auf Schulhöfen stattfinden sollen, ist mit dem Gebäudemanagement der Stadt Freiburg (GMF) Kontakt aufzunehmen,

Für die Vermietung der Bürgerhäuser der Stadt Freiburg, wie etwa die Bürgerhäuser Zähringen und Seepark, ist das Kulturamt - Abteilung Zentrale Kulturverwaltung - verantwortlich.

Für die Vermietung von Waldflächen und Flächen auf dem Mundenhof ist das Forstamt der Stadt Freiburg zuständig.

Falls Sie eine Veranstaltung auf dem Messegelände der Stadt Freiburg, im Konzerthaus oder im Historischen Kaufhaus planen, wenden Sie sich bitte an die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM).

5. Lärmschutzrechtliche Anforderungen

Sowohl während einer Veranstaltung als auch zu Auf- und Abbauzeiten vor und nach einer Veranstaltung müssen Immissions- also Lärmgrenzwerte eingehalten werden. Die je nach Gebiet geltenden gesetzlich vorgeschriebenen Lärmwerte entnehmen Sie bitte der in Nr. VII Ziffer 3 (84,6 KB) beigefügten Tabelle. Die fachlich zuständige Behörde für Fragen des Lärmschutzes ist das städtische Umweltschutzamt.

Informieren Sie Bürgervereine, Gewerbevereine, Nachbarn und Anlieger rechtzeitig und in geeigneter Form, beispielsweise durch Wurfblätter oder ein persönliches Gespräch, über Ihre Veranstaltung. Dies gilt insbesondere dann, wenn Zugänge zu Grundstücken oder Geschäften betroffen sind oder mit erhöhtem Lärm, z.B. durch Musik oder Autoverkehr, zu rechnen ist.

6. Natur- und artenschutzrechtliche sowie forstrechtliche Anforderungen

Bei geplanten Veranstaltungen im Freien ist grundsätzlich zu prüfen, inwieweit natur- und artenschutzrechtliche Belange betroffen sein könnten und naturschutzrechtliche Zustimmungen erforderlich sind.

Veranstaltungen in Naturschutzgebieten sind generell verboten. In Landschaftsschutzgebieten sind Veranstaltungen genehmigungspflichtig. Insbesondere dürfen hier Veranstaltungen nicht im Widerspruch zum Schutzzweck des betroffenen Landschaftsschutzgebietes und zu nationalen und/oder europäischen Regelungen zum Lebensraumtypen- /Biotop- und Artenschutz stehen. Letztgenannte Regelungen sind auch bei Veranstaltungen im Freien außerhalb von naturschutzrechtlich geschützten Gebieten zu beachten. Selbst bei Veranstaltungen im Freien innerhalb der Bebauung können Artenschutzaspekte relevant sein. Nähere Informationen und Auskünfte hierzu erhalten Sie beim Umweltschutzamt der Stadt Freiburg.

Finden Veranstaltungen im Wald statt, ist eine forstrechtliche Genehmigung nach dem Landeswaldgesetz erforderlich. Es können Auflagen hinsichtlich des Befahrens der Waldwege mit Kraftfahrzeugen erfolgen. Bei Sportveranstaltungen sind wegen der Erholungsnutzung des Waldes durch andere Waldbesucher Sperrungen oder Streckenposten notwendig. Im Wald gilt zudem in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober ein gesetzliches Rauchverbot.

Für offene Feuer bedarf es einer Ausnahmegenehmigung des Forstamtes. Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände im Wald ist i.d.R. nicht gestattet. Da der überwiegende Teil der Waldflächen eines Schutzes nach Naturschutzrecht unterliegt, ist darüber hinaus eine Genehmigung der Naturschutzbehörden notwendig. Nähere Informationen und Auskünfte erhalten Sie beim Forstamt der Stadt Freiburg.

7. Verkehrskonzept

Veranstaltungen, die im Straßenraum stattfinden, stellen einen erheblichen Eingriff in den Straßenverkehr dar. Die Verkehrssicherheit der Veranstaltung muss ebenso wie die größtmögliche Sicherheit und Leichtigkeit des allgemeinen Straßenverkehrs gewährleistet sein. Auch Veranstaltungen auf Privatgelände können erhebliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr haben, z.B. wegen hohen Verkehrsaufkommens bei An- und Abreise zur Veranstaltung und starken Fußgängerverkehrs zum und vom Veranstaltungsgelände, zu Parkflächen oder Straßenbahnhaltestellen.

Hier kann zur nachvollziehbaren Beurteilung der verkehrlichen Auswirkungen der Veranstaltung, des Verkehrsregelungsbedarfs sowie Umfangs des Einsatzes von Ordnungskräften ein Verkehrskonzept erforderlich sein.
Das Verkehrskonzept ist vom Veranstalter beizubringen. Die Verkehrsbehörde und die zu beteiligenden Fachbehörden prüfen die Plausibilität und die Schlüssigkeit des eingereichten Konzepts. Das Verkehrskonzept ist auch die Grundlage für die Entscheidung über eine verkehrsrechtliche Erlaubnis der Veranstaltung und die Anordnung der erforderlichen Verkehrsregelung.

Bei Veranstaltungen, die gemäß § 29 Straßenverkehrsordnung (StVO) erlaubnispflichtig sind, kann dem Veranstalter aufgegeben werden, in der Tagespresse oder in sonstiger geeigneter Weise (z.B. durch Infoflyer) rechtzeitig auf die Veranstaltung hinzuweisen. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Veranstaltung erhebliche verkehrliche Auswirkungen hat (Sperrungen, Umleitungen, Halteverbote, besondere Parkierungsflächen, Busshuttleverkehr etc.). Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei der Straßenverkehrsbehörde im Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg.

Als Veranstalter sollten Sie die Veranstaltungsbesucher bereits im Vorfeld Ihrer Veranstaltung aktiv auf die Inanspruchnahme öffentlicher Verkehrsmittel hinweisen, um so dafür zu sorgen, dass so viele Veranstaltungsbesucher wie möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Wünschenswert ist es, wenn Sie als Veranstalter in Absprache mit den regionalen Verkehrsunternehmen Anreize für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel schaffen, wie etwa die Einrichtung eines Shuttle-Dienstes oder die Gültigkeit der Eintrittskarte als Fahrkarte.

8. Sicherheitskonzept

Ein Sicherheitskonzept soll Sie als Veranstalter oder Betreiber einer Versammlungsstätte auf die möglichen Risiken und Szenarien aufmerksam machen, die während einer Veranstaltung entstehen können.

Es sorgt unter anderem dafür, dass im Krisenfall auch entsprechend gehandelt wird, weil allen Verantwortlichen die notwendigen Schritte bekannt sind. Ziel eines Sicherheitskonzepts ist es, die Verantwortlichkeiten festzulegen, verantwortliche Personen zu benennen, Szenarien zu beschreiben, die Verfahrensregeln und Kommunikationswege festzulegen und den Personaleinsatz zu planen.

Aufgestellt und umgesetzt wird das Sicherheitskonzept für eine Veranstaltung oder Versammlungsstätte immer vom Veranstalter oder vom Betreiber der Versammlungsstätte. Die Sicherheitsbehörden prüfen jeweils nur die Plausibilität und Schlüssigkeit des eingereichten Konzepts.

8.1 Wann muss ein formelles Sicherheitskonzept vorgelegt werden?

Bei Veranstaltungen innerhalb von Versammlungsstätten mit mehr als 5.000 Besucherplätzen ist ein formelles Sicherheitskonzept, das mit den Sicherheitsbehörden abzustimmen ist, zwingend erforderlich (vgl. § 43 Abs. 2 VStättVO). Bitte beachten Sie, dass abhängig von der voraussichtlichen Gefährdungslage und den vorliegenden Risikofaktoren ein formelles Sicherheitskonzept bereits bei geringerer Besucherzahl gefordert werden kann.

Darüber hinaus kann ein Sicherheitskonzept auch für Veranstaltungen außerhalb von Versammlungsstätten notwendig sein. Dabei richtet sich das Erfordernis nach Art und Umfang der jeweiligen Veranstaltung (bspw. Besucherzahl, Örtlichkeit, Flucht- und Rettungswege, feuergefährliche Handlungen oder Zuschauerverhalten). Ob in diesen Fällen ein formelles Sicherheitskonzept für die Veranstaltung notwendig ist, entscheidet die Stabsstelle Veranstaltungen zusammen mit den Sicherheitsbehörden im Einzelfall. Zur Abklärung wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Veranstaltungen.

8.2 Ordnerdienst

Wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts ist grundsätzlich die Einrichtung eines Ordnerdienstes. Gestaffelt nach Besucherzahl und Gefährdungsgraden ist im Sicherheitskonzept zwingend die Mindestzahl der Kräfte des Ordnungsdienstes festzulegen. Des Weiteren sind die betrieblichen Sicherheitsmaßnahmen und die allgemeinen und besonderen Sicherheitsdurchsagen zu definieren. Der Ordnungsdienst muss unter der Leitung eines vom Veranstalter oder Betreiber der Versammlungsstätte bestellten Ordnungsdienstleiters stehen.

Ordnungsdienstleiter und die Ordnungsdienstkräfte sind für die betrieblichen Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich. Sie sind insbesondere für die Kontrollen an den Ein- und Ausgängen und den Zugängen zu den Aufenthaltsflächen des Publikums, für die Beachtung der maximalen Besucherzahl und der Anordnung der Besucherplätze, für die Einhaltung von Verboten wie Rauchen, Verwendung von offenem Feuer und pyrotechnischen Gegenständen, für die Sicherheitsdurchsagen sowie für die geordnete Evakuierung verantwortlich. Für gewerblich tätige Ordnerdienste gelten die Qualitätsanforderungen der Gewerbeordnung.

Für die Berechnung der notwendigen Anzahl von Personen des Ordnungsdienstes sind keine gesetzlichen Festlegungen oder Berechnungsmodelle verfügbar. Über die Festlegung der Kräfte des Ordnungsdienstes muss im Einzelfall entschieden werden. Die Anzahl bestimmt sich nach der Art der Veranstaltung sowie aufgrund einer Einschätzung des Gefahrenpotentials. Zum Beispiel sind für ein Rock-Konzert in aller Regel mehr Sicherheitskräfte erforderlich, als für ein klassisches Konzert.

8.3 Sanitäts- und Rettungsdienst

Je nach Art und Größe einer Veranstaltung kann neben den Ordnerdiensten auch der Einsatz eines Sanitäts- und Rettungsdienstes erforderlich sein.

Veranstaltungen mit voraussichtlich mehr als 5.000 Besuchern sind der für den Sanitäts- und Rettungsdienst zuständigen Behörde rechtzeitig anzuzeigen (vgl. § 43 Abs. 2 VStättVO). Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Veranstaltungen.

8.4 Feuerwehr

Die Art einer Veranstaltung, der Veranstaltungsort oder aber auch ein vorhandenes, besonderes Gefährdungspotential kann die Notwendigkeit der Einrichtung eines Feuersicherheitsdienstes, umgangssprachlich auch Brandsicherheitswache genannt, bedingen. Dies bedeutet, dass während Ihrer Veranstaltung Vertreter der Feuerwehr auf dem Veranstaltungsgelände anwesend sind, um im Bedarfsfall ohne Verzögerung eingreifen zu können.
Nähere Informationen zum Thema "Feuersicherheitsdienst" erhalten Sie bei der Stabsstelle Veranstaltungen.

8.5 Muster eines Sicherheitskonzepts

Bei aller Individualität erweist es sich, sowohl für Sie als Veranstalter als auch für die zuständigen Behörden als hilfreich und sinnvoll, auf ein einheitliches Grundgerüst für ein Sicherheitskonzept zurückgreifen zu können. Ein solches Musterkonzept dient dazu, keine wichtigen Punkte bei der Aufstellung des Konzepts zu vergessen. Sie als Veranstalter können anhand des vorgegebenen Musterkonzepts Ihrer Verpflichtung nachkommen und die individuellen Gegebenheiten bei der Ausformulierung des Konzepts berücksichtigen.
Auch wird den genehmigenden Behörden die Prüfung erleichtert, weil sie auf vergleichbar strukturierte Sicherheitskonzepte treffen.

In der Regel sind Sicherheitskonzepte durch professionelle Sicherheitsdienste zu erstellen. Unter Nr. VII Anhang, Ziffer 7 (33 KB) dieses Leitfadens finden Sie ein Mustersicherheitskonzept. Wir bitten Sie, das Sicherheitskonzept für Ihre Veranstaltung gemeinsam mit dem von Ihnen beauftragten Sicherheitsunternehmen anhand dieses Musters zu erarbeiten und zusammen mit Ihren Antragsunterlagen der Stabsstelle Veranstaltungen vorzulegen.

9. Rettungswege und Rettungszufahrten

Im Vorfeld öffentlicher Veranstaltungen ist es notwendig, die erforderlichen Rettungswege und -zufahrten festzulegen. Hierbei ist zu beachten, dass für Rettungsfahrzeuge eine Durchfahrtsbreite von mindestens 3 m und eine Durchfahrtshöhe von 3,50 m während der gesamten Veranstaltung gewährleistet werden.

Zur Durchsetzung können gegebenenfalls verkehrsrechtliche Anordnungen getroffen werden, z.B. können Halteverbote eingerichtet werden oder Sperrungen von Straßen für Rettungsfahrzeuge erfolgen. Unter Umständen muss durch den Einsatz von Ordnungskräften dafür Sorge getragen werden, dass Rettungswege und -zufahrten freigehalten werden.

Die festgelegten Flächen für die Feuerwehr sind grundsätzlich freizuhalten. Die bestehenden Zugänge zu Gebäuden sowie Feuerwehrzufahrten dürfen nicht eingeschränkt werden. Notausgänge von baulichen Anlagen sowie Zugänge zu Schalt und Verteilerräumen sind in voller Breite freizuhalten. Löschwasserentnahmestellen sind einschließlich ihrer Beschilderung im Umkreis eines Meters freizuhalten.

Bei Fragen zum Thema "Rettungswege und Rettungszufahrten" wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Veranstaltungen.

10. Brandschutzanforderungen an Materialien

Zur Vermeidung von Bränden ist es je nach Veranstaltungsörtlichkeit von großer Wichtigkeit, Materialien zu verwenden, die bestimmte Brandschutzanforderungen erfüllen und ggf. schwer entflammbar sind.

Bei Fragen zum Thema "Brandschutz" wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Veranstaltungen.

11. Verwendung von Flüssiggas

Bei der Verwendung von Flüssiggas ist aufgrund der hohen Unfallgefahr und der unter Umständen verheerenden Auswirkungen eines Unfalls besondere Vorsicht geboten. In diesem Zusammenhang wird auf das diesem Leitfaden in Nr. VII Anhang, Ziffer 4 (168,6 KB) beigefügte Merkblatt "Verwendung von Flüssiggas" verwiesen, in dem alle für Sie als Veranstalter relevanten Rechtsvorschriften und Sicherheitsbestimmungen benannt sind.

Die rechtlichen Sicherheitsbestimmungen bei der Verwendung von Flüssiggas gelten grundsätzlich für alle entsprechenden Behälter, Geräte und Anlagen, unabhängig von ihrer Größe.

12. Feuerwerke und Pyrotechnik

Das Zünden eines Feuerwerkes ist grundsätzlich nicht gestattet. Beabsichtigen Sie dennoch ein Feuerwerk zu veranstalten, benötigen Sie eine Ausnahmegenehmigung. Bitte beachten Sie, dass Ausnahmegenehmigungen nur sehr restriktiv und aus besonderem Anlass erteilt werden können.

Weitere Informationen zum Thema "Feuerwerke und Pyrotechnik" erhalten Sie bei der Ortspolizei- und Gewerbebehörde der Stadt Freiburg, Sachgebiet Waffen- und Sprengstoffrecht.

Das Steigenlassen von sogenannten Himmelslaternen, Himmelsfackeln, Skyballons, Skylaternen, Wunschlaternen oder Mini-Heißluftballons ist in Baden-Württemberg aufgrund der Gefährdung des Luftverkehrs und des nicht kontrollierbaren Brandrisikos verboten. Ausnahmen hiervon sind beim Regierungspräsidium Freiburg als zuständiger Luftfahrtbehörde zu beantragen.

Weitere Informationen hierzu können Sie auf der Homepage der Bundesanstalt für Materialforschung unter www.bam.de abrufen.

13. Ver- und Entsorgungsleitungen und Abfallentsorgung

Ver- und Entsorgungsleitungen für bspw. Wasser, Abwasser oder Strom in Form von Kabeln, Schläuchen, Seilen, etc. sind so zu verlegen, dass sie keine Stolpergefahr oder Behinderung darstellen. Dies gilt insbesondere im Bereich von Rettungswegen, Zufahrten und in Bereichen, in denen sich Veranstaltungsbesucher aufhalten. Um Stolperfallen zu vermeiden, sollten Kabelbrücken in Warnfarbe verwendet oder Leitungen mit Gummimatten abgedeckt werden. Freigespannte Leitungen müssen eine lichte Durchfahrtshöhe von mindestens 3,5 m aufweisen. Mobile Wasserleitungen sind vor der Wasserentnahme für den menschlichen Verzehr gründlich zu spülen.

Der bei öffentlichen Veranstaltungen anfallende Abfall muss von Ihnen als Veranstalter ordnungsgemäß entsorgt werden. Abfälle sind nach verschiedenen Abfallarten zu trennen und durch die Verwendung von Mülltonnen am Abfallort oder die Nutzung von Abfallentsorgungsanlagen zu entsorgen.

Nähere Einzelheiten und weitere Informationen zum Thema Abfallentsorgung erhalten Sie beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft der Stadt Freiburg.

14. Ausschank und Verzehr von Speisen

Wenn Sie beabsichtigen, während Ihrer Veranstaltung alkoholische Getränke auszuschenken, benötigen Sie eine sogenannte Gestattung. Zuständig für die Erteilung einer Gestattung ist die Ortspolizei- und Gewerbebehörde im Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Freiburg. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie bei der Stabsstelle Veranstaltungen oder direkt bei der Polizei- und Gewerbebehörde der Stadt Freiburg, Sachgebiet Gewerbeabteilung.

Für den Umgang mit Speisen und Getränken gelten besondere Regeln. Der Bereich Lebensmittelüberwachung beim Amt für öffentliche Ordnung kontrolliert u.a. bei Veranstaltungen stichprobenartig, ob sachgerecht mit Lebensmitteln umgegangen wird. Einzelheiten hierzu werden Ihnen bei der Erteilung einer Gestattung mitgeteilt. Nähere Informationen zum sachgerechten Umgang mit Lebensmitteln erhalten Sie zudem bei der Veterinärabteilung des Amts für öffentliche Ordnung.

15. Abgabe kostenlosen Trinkwassers

Nicht nur, aber besonders bei größeren Veranstaltungen, die in den heißen Sommermonaten stattfinden, muss von Ihnen als Veranstalter gewährleistet werden, dass während der gesamten Dauer der Veranstaltung kostenlos Trinkwasser an die Besucher abgegeben wird, um so Fälle von Dehydrierung und Kreislaufzusammenbrüchen zu verhindern. Die kostenlose Abgabe von Trinkwasser wird bei größeren, im Sommer stattfindenden Veranstaltungen als Auflage in den Genehmigungsbescheid aufgenommen. Sie sollten sich daher Gedanken darüber machen, wo und in welcher Form Trinkwasser abgegeben wird und wie die Besucher Ihrer Veranstaltung auf die Abgabe und die Ausgabestellen des kostenlosen Trinkwassers aufmerksam gemacht werden.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie bei der Stabsstelle Veranstaltungen.

16. Jugendschutz

Die Stadt Freiburg misst dem Schutz von Jugendlichen, die an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen, besondere Bedeutung bei. So wird im Antrags- und Genehmigungsverfahren mit großer Sorgfalt beispielsweise darauf geachtet, dass am Einlass von Veranstaltungen Alterskontrollen vorgesehen sind und das Jugendschutzgesetz vom Veranstalter konsequent eingehalten wird. Besonders sind dabei die Regelungen zum Rauchen und zu alkoholischen Getränken zu berücksichtigen. Eine Übersicht der gesetzlichen Regelungen finden Sie unter Nr. VII Anhang, Ziffer 6.1 (572,8 KB). Weiterhin ist je nach Veranstaltungsdauer darauf zu achten, ob die Übertragung der Aufsichtspflicht auf eine erziehungsbeauftragte Person zugelassen wird und wie dies vor Ort zuverlässig überprüft werden kann. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Veranstaltungen.

Fachlichpädagogische Fragen zu dem umfangreichen Thema Jugendschutz beantwortet das Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Freiburg.

17. Kommunale Alkoholpolitik und "Freiburger Festkultur"

Der Freiburger Gemeinderat hat 2009 mit dem Programm "PräRIE" ein Gesamtkonzept zur Etablierung einer "Kommunalen Alkoholpolitik" verabschiedet. Ziel ist es, Heranwachsende vor riskantem Alkoholkonsum zu schützen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu fördern. Dabei kommt der Vorbildfunktion von Erwachsenen große Bedeutung zu.

In diesem Zusammenhang hat der Arbeitskreis Suchthilfe Freiburg mit dem Amt für Soziales und Senioren Empfehlungen für eine neue "Freiburger Festkultur" erarbeitet. Diese Empfehlungen finden Sie in Form einer Checkliste in der Nr. VII Anhang, Ziffer 6.2 (33 KB). Dazu gehören Vorkehrungen zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes und Tipps zu Ablauf und Gestaltung Ihrer Veranstaltung. "PräRIE" bietet in diesem Zusammenhang spezielle Schulungen für Ihr Thekenpersonal an. Nähere Informationen erhalten Sie bei der Koordinationsstelle Kommunale Alkoholpolitik im Amt für Soziales und Senioren.

18. Polizei

Grundsätzlich sind Sie als Veranstalter, z.B. durch die Beauftragung eines Sicherheitsunternehmens oder Ordnungsdienstes, selbst dafür verantwortlich, dass durch geeignete Maßnahmen die Sicherheit und Ordnung während einer Veranstaltung gewährleistet sind. Sie können jedoch, wenn es erforderlich ist, die Polizei zur Durchsetzung Ihres Hausrechts gegenüber Besuchern oder sonstigen Personen, die die Veranstaltung nachhaltig stören, zur Hilfe rufen.

Weitergehende Unterstützung zur Durchführung der Veranstaltung sollten Sie mit der Polizei rechtzeitig vor der Veranstaltung abstimmen.

19. Sonn- und Feiertagsgesetz

Sonn- und Feiertage sind gesetzlich geschützte Tage. Bei Veranstaltungen sind daher immer die Voraussetzungen des Sonn- und Feiertagsgesetzes des Landes Baden-Württemberg in der aktuellen Fassung zu beachten. So sind während der Zeit des Hauptgottesdienstes (Sonntags von 9.00 bis 11.00 Uhr) alle Handlungen, wie Auf-, Um- oder Abbauarbeiten, Anlieferungen, laute Musik oder Funktionstests von Lautsprecheranlagen, die den Gottesdienst stören könnten, zu vermeiden. Darüber hinaus sind an diesen Tagen öffentlich bemerkbare Arbeiten, die geeignet sind, die Ruhe des Tages zu beeinträchtigen, ebenso untersagt.

An besonders geschützten Feiertagen wie bspw. dem Karfreitag, Allerheiligen oder dem Volkstrauertag sind Tanzveranstaltungen u.ä. untersagt.

Nähere Auskünfte zum Sonn- und Feiertagsgesetz erhalten Sie bei der Polizei- und Gewerbeabteilung der Stadt Freiburg, Sachgebiet Orts- und Kreispolizeibehörde.


VI. Ansprechpartner und Kontaktdaten

Stabsstelle Veranstaltungen
Basler Str. 2
79100 Freiburg i. Br.
Tel.: 0761/201-4903
Fax: 0761/201-4899
Veranstaltungen@stadt.freiburg.de


Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF)
Herrmann-Mitsch-Str. 2
79108 Freiburg
Tel.: 0761/76707-232 oder -233
Fax: 0761/76707-88
info@abfallwirtschaft-freiburg.de


Amt für Brand- und Katastrophenschutz
Eschholzstr. 118
79115 Freiburg
Tel.: 0761/201-3335
Fax. 0761/201-3377
feuerwehr@stadt.freiburg.de


Amt für Kinder, Jugend und Familie
Jugendförderung - Jugendschutz
Fahnenbergplatz 4
79098 Freiburg
Tel.: 0761/201-8587
Fax: 0761/201-8599
aki@stadt.freiburg.de


Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen
Fahnenbergplatz 4
79098 Freiburg
Tel.: 0761/201-5301
Fax: 0761/201-5399
ALW@stadt.freiburg.de


Amt für öffentliche Ordnung
Basler Str. 2
79100 Freiburg

Ortspolizei- und Gewerbebehörde
Tel.: 0761/201-4868
Fax: 0761/201-4893
Polizei-und-Gewerbebehoerde@stadt.freiburg.de

Veterinärabteilung
Bereich Lebensmittelüberwachung
Tel.: 0761/201-4965
Fax: 0761/201-4967
Veterinaerbehoerde@stadt.freiburg.de


Amt für Soziales und Senioren
Koordinationsstelle Kommunale Alkoholpolitik
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg
Tel.: 0761/201-3843
Fax: 0761/201-3113
praerie@stadt.freiburg.de


Baurechtsamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg
Tel.: 0761/201-4301
Fax: 0761/201-4399
BRA@stadt.freiburg.de


Forstamt
Günterstalstr. 71
79100 Freiburg
Tel.: 0761/201-6221
Fax: 0761/779 82
forstamt@stadt.freiburg.de


Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM)
Rathausgasse 33
79098 Freiburg
Tel.: 0761/3881-01
Fax: 0761/3881-11 99
info@fwtm.de


Garten- und Tiefbauamt
Straßenverkehrsbehörde
Berliner Allee 1
79114 Freiburg
Tel.: 0761/201-4601
Fax: 0761/201-4796
gut@stadt.freiburg.de


Gebäudemanagement Freiburg (GMF)
Berliner Allee 1
79114 Freiburg
Tel.: 0761/201-2404 oder 2405
Fax: 0761/201-2499
gmf@stadt.freiburg.de


Kulturamt
Zentrale Kulturverwaltung
Merianstr. 10a
79098 Freiburg
Tel.: 0761/201-2114
Fax: 0761/201-2198
Kulturamt@stadt.freiburg.de


Polizei
Polizeipräsidium Freiburg
Bissierstr. 1
79114 Freiburg
Tel.: 0761/882-1310
Fax: 0761/882-1259
freiburg.pp.fest.es.s@polizei.bwl.de


Umweltschutzamt
Talstr. 4
79102 Freiburg

Immissionsschutzbehörde
Tel.: 0761/201-6101
Fax: 0761/201-6199
umweltschutzamt@stadt.freiburg.de

Natur- und Artenschutzrecht
Tel.: 0761/201-6125
Fax: 0761/201-6199
umweltschutzamt@stadt.freiburg.de


VII. Anhang

Kontakt

Stabsstelle Veranstaltungen
Stabsstelle Veranstaltungen
Basler Straße 2
79100 Freiburg
Telefon (07 61) 2 01-49 03
Fax (07 61) 2 01-48 99