Erste Hürde im dreistufigen Verfahren ist geschafft:

Freiburg im Wettbewerb "Zukunftsstadt" ausgewählt

Unterstützung und wissenschaftliche Begleitung durch neues Leistungszentrum Nachhaltigkeit der Universität und der Fraunhofer-Gesellschaft

Wie sieht die Stadt von morgen aus? Um diese Frage geht es im Wettbewerb „Zukunftsstadt“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2015 startet. 52 ausgewählte Städte, Gemeinden und Landkreise entwickeln dafür gemeinsam mit Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine ganzheitliche und nachhaltige Vision 2030+ für ihre Kommune.

In Dresden gab heute (15.April) Bundesforschungsministerin Johanna Wanka die Namen der geförderten Kommunen bekannt. Auch Freiburg ist eine von bundesweit 52 Kommunen, die aus 168 Bewerbungen zur Teilnahme an dem Wettbewerb ausgewählt worden sind.

Bundesweit konnten sich bis zum 27. März 2015 Städte, Gemeinden und Landkreise mit einem Konzept für die Entwicklung einer nachhaltigen Vision 2030+ bewerben. In der ersten Phase des Wettbewerbs während des Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt werden die Kommunen im Bürgerbeteiligungsprozess eine Vision mit dem Zeithorizont 2030+ für ihre Kommune entwickeln und Handlungs- bzw. Umsetzungsvorschläge erarbeiten.

1,75 Millionen Euro stellt das Bundesministerium dafür insgesamt bereit. In der zweiten Phase ab 2016 prüfen bis zu 20 ausgewählte Kommunen diese Vorstellungen wissenschaftlich und erarbeiten ein umsetzungsreifes Konzept. In der dritten Phase ab 2018 werden schließlich bis zu acht ausgewählte Kommunen erste innovative Ideen in so genannten „Reallaboren“ in die Praxis umsetzen.

Die Freiburger Bewerbung war federführend von der städtischen Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement in enger Zusammenarbeit mit dem Leistungszentrum Nachhaltigkeit entwickelt worden; das erst vor wenigen Wochen eingerichtete Leistungszentrum wird gemeinsam von der Universität und der Fraunhofer-Gesellschaft im Freiburger Ernst-Mach-Institut betrieben.

Die Projektskizze „Freiburg 2030 : Miteinander die Zukunft gestalten!“ will die in der Stadtverwaltung in einem breit angelegten Prozess mit der Bürgerschaft und mit Unterstützung der Wissenschaft bereits bestehenden Prozesse in einer Gesamtvision für die weitere nachhaltige Entwicklung der Stadt zusammenzuführen und Themenfelder identifizieren, die insbesondere im Austausch mit dem wissenschaftlichen Partner schließlich in den weiteren Wettbewerbsstufen zu „Reallaboren“ weiterentwickelt und umgesetzt werden können. Das Konzept greift damit das Ziel des Wettbewerbs auf, in der ersten Phase die Zukunftsvision einer zukunftsfähigen, nachhaltigen und lebenswerten Stadt im Jahr 2030 zu entwickeln, und stellt dazu die politisch beschlossenen 60 lokalen Nachhaltigkeitsziele in den Vordergrund, die in 12 unterschiedliche stadtpolitische Handlungsfelder gegliedert sind.

Oberbürgermeister Dieter Salomon begrüßt die Entscheidung, mit der die erste Hürde in einem dreistufigen Auswahlverfahren geschafft sei. „Wir bauen auf vielen fundierten Erfahrungen auf; Nachhaltigkeit ist seit langem die wichtigste Leitlinie unserer Stadtentwicklung. Der Wettbewerb ‚Zukunftsstadt‘ eröffnet nun die Möglichkeit, diesen Prozess auf eine breitere bürgerschaftliche Basis zu stellen und wissenschaftlich zu begleiten.“ Dieter Salomon erwartet, dass die Ergebnisse gleichzeitig als Evaluierung der gültigen Freiburger Nachhaltigkeitsziele dienen werden.

Ausdrücklich dankt Salomon der Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement, Simone Ariane Pflaum, Prorektor Professor Gunther Neuhaus (Universität Freiburg) und Gerhard Stryi Hipp (Fraunhofer ISE) für die Erarbeitung der Projektskizze. Für Freiburg sei es ein Glücksfall, die wissenschaftlichen Kompetenzen der Universität und der Fraunhofer-Institute im neuen Leistungszentrum Nachhaltigkeit nutzen zu können. Für Juli kündigte OB Salomon eine Auftaktveranstaltung mit allen Akteuren im Rahmen der Sitzung des Freiburger Nachhaltigkeitsrates an.

Infobox:

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ zeigt, wie Bürger und Forschung schon heute dazu beitragen können, Städte nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Bürger, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung entwickeln gemeinsam Visionen für die Zukunft ihrer Kommunen und erproben diese vor Ort: Es geht um sichere Energie, um klimaangepasstes Bauen, bezahlbares Wohnen, um Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität und vieles mehr. Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ startet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).


Veröffentlicht am 15.04.2015

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