Naturschutzbund Deutschland e.V., Ortsgruppe Freiburg

Beitrag der Institution zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt Freiburg und zu den Freiburger Nachhaltigkeitszielen

Betreuung und praktische Pflegemaßnahmen in (Natur)Schutzgebieten

Arlesheimer See (seit 1985), Humbrühl (seit 1978), Hochstetter Feld (seit 1985), Rieselfeld (seit 1992) sowie weiterer Gebiete wie z.B. Stauden (NAJU seit 1987), am Schönberg und in Gundelfingen.


Spezielle Artenschutzmaßnahmen

Amphibienschutz am Waldsee (seit 1986), Pflege des Krebsbaches in Waltershofen (seit 1989), Amphibienschutz Tuniberg (seit 2006), Aktion Alpensegler (seit 1990), Nisthilfenbetreuung im Stadtgebiet (seit 1986)


Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit

Organisation von Jahresprogrammen mit Arbeitseinsätzen, Exkursionen, Vorträgen zu fast allen Themen des Natur- und Umweltschutzes. Die Angebote richten sich an verschiedene Zielgruppen, von Kindern und Jugendlichen bis zu Spezialisten aus verschiedensten Disziplinen.


Politische Arbeit

Engagement in Gremien und Ausschüssen vor allem auf städtischer Ebene. Zusammenarbeit mit dem NABU Landes- und Bundesverband und anderen (über)regionalen Organisationen.



Zuordnung zu den Politikfeldern und den Nachhaltigkeitszielen

Natürliche Gemeinschaftsgüter

Verantwortungsbewusster Konsum und Lebensweise, Lokal und Global

Stadtplanung und Stadtentwicklung

Bildung

Klima und Energie


Beispielhafte Projekte der Institution

Aktion Alpensegler

In den 1950er Jahren besiedelte der Alpensegler die Stadt Freiburg. Bei der Bestandsaufnahme 1990 zeigte sich, dass die Population im Vergleich zu 1984 stagnierte, stark im Stadtgebiet aufgesplittert war und die meisten betroffenen Hausbesitzer, Verwalter und Nutzer nichts von den Vögeln wussten. Viele Brut- und Schlafplätze waren durch Baumaßnahmen akut oder potenziell gefährdet; deshalb wurde die Aktion Alpensegler des NABU Freiburg gegründet. Durch Information der betroffenen Menschen, Koordination von Baumaßnahmen und Angebot von Nisthilfen wurde der Kolonie deutlich geholfen: 2003 wurde die „magische“ Zahl von 100 erfolgreichen Brutpaaren in Freiburg erstmals übertroffen, nach einer Phase der Stagnation erneut in der Saison 2007. 2012 wurden sogar über 150 Brutpaare gezählt.


Amphibienschutz am Waldsee

Seit 1987 gewährleistet die Naturschutzjugend (NAJU) den Amphibienschutz am Waldsee. Durch vielfältige Maßnahmen und dauernden Einsatz bei Wind und Wetter hat sich seit dem die Zahl der Kröten versiebenfacht und die Zahl der Feuersalamander und Molche sehr stark erhöht. Die NAJU bildet am praktischen Beispiel Kindergärten und Schulen im Amphibienschutz aus. Für den Schutz der Amphibien wird jedes Jahr im Frühling zur Wanderungszeit der Krötenzaun auf- und später wieder abgebaut. Die Tiere sammeln sich in Eimern, die dann von den Kindern, Jugendlichen und Bürgern über die Straße getragen werden. Erst durch die Sperrung der Waldseestraße seit 2002 zur Krötenwanderungszeit, können Grundschul- und Kindergartenkinder beim Amphibienschutz mithelfen.


Naturschutzbund Deutschland e.V., Ortsgruppe Freiburg