Veröffentlichungen des Stadtarchivs

Buchvorstellung "Die Kartause St. Johannisberg"

Am Donnerstag, 18. September, wird um 17.30 Uhr das Buch „Die Kartause St. Johannisberg in Freiburg im Breisgau. Historische und baugeschichtliche Untersuchungen“ im Gartensaal im Schloss Ebnet, Schwarzwaldstraße 278, in Ebnet vorgestellt. Das Werk, das in der Reihe „Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg im Breisgau“ als Band 41 erschienen ist, wird von Heinz Krieg, Frank Löbbecke und Katharina Ungerer-Heuck herausgegeben.

Die Geschichte und Bedeutung der um 1345 vor den Toren der Stadt gegründeten Kartause St. Johannisberg war bislang nur wenigen Spezialisten bekannt. Dies änderte sich durch eine öffentliche Tagung im Frühjahr 2011. Die dort gehaltenen Vorträge werden im vorliegenden, reich bebilderten Band erstmals publiziert.

Aufwändige Bau- und Geländearbeiten kennzeichnen die mittelalterliche Klosteranlage. Über ihr wurde der barocke Neubau von 1754 bis 1756 errichtet. Einer der bekanntesten Exponenten der Freiburger Kartäuser war Gregor Reisch (um 1467 bis 1525), Beichtvater Kaiser Maximilians I.. Er war auch Verfasser der „Margarita philosophica“, eines enzyklopädischen Bestsellers aus der Frühzeit des Buchdrucks. Während seiner Zeit als Prior war das Kloster in ein weit über die Region hinausreichendes Netzwerk der Bildung, Kultur und Politik eingebunden. Die Phase dieser Blütezeit im Umfeld des Humanismus zeigt sich unter anderem auch in der Ausstattung der Klosteranlage mit hervorragenden Glasgemälden nach Entwürfen von Hans Baldung Grien. Nach der Aufhebung des Klosters im Zuge der Josephinischen Reformen (1782) wurde die Kartause zunächst als Adelssitz und von 1895 bis 2008 als Alten- und Pflegeheim genutzt. Nach Restaurierung, Umbau und Erweiterung des Gebäudekomplexes mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung wird dort in Kürze das erste deutsche United World College (UWC) den Lehrbetrieb aufnehmen.

Veranstalter sind das Stadtarchiv und die Abteilung Landesgeschichte des Historischen Seminars der Albert-Ludwigs-Universität.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Stadtarchiv, Grünwälderstraße 15, Hans-Peter Widmann, Telefon: 201-2720, oder per E-Mail unter hans-peter.widmann@stadt.freiburg.de
Der Eintritt ist frei.

Veröffentlicht am 15.09.2014

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