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Stadtteilbezogene Energiekonzepte

In der heutigen Zeit sind Klimaschutz, Energieversorgung und Stadtentwicklung nicht mehr voneinander zu trennen. Freiburg hat dies schon früher als andere Städte erkannt und berücksichtigt seit Jahren energierelevante Aspekte bei der Entwicklung von Stadtteilen.

Klimaschutz in der Stadtteilplanung​

Bereits 1992 wurden energetische Anforderungen für die neuen Stadtteile Rieselfeld und Vauban festgelegt. Die danach eingeführten „Freiburger Effi zienzhaus-Standards“ für Neubauten übersteigen seit Jahren die Vorgaben der bundesweiten Energieeinsparverordnung (EnEV). Um aber die gesammelten Erfahrungen auf neue Quartiere übertragen zu können, wurde eine grundsätzliche Verfahrensweise zum Thema "Klimaschutz in der Bauleitplanung" entwickelt:„Solare Optimierung des Bebauungsplans", "Variantenuntersuchung für die Energieversorgung" und "Einhaltung der Freiburger Gebäudestandards", wie sie u.a. im neuen Quartier Gutleutmatten angewandt werden. Dort wird zudem in einem bundesweit einzigartigen Pilotprojekt eine Nahwärmeversorgung mit Solarthermie und Kraft-Wärme-Kopplung aufgebaut.

Klimaschutz im Bestand​

Auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune besteht die Herausforderung aber nicht im Neubau, sondern in der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes. Freiburg bietet hier zahlreiche Stadtteilprojekte und Förderprogramme für private Haushalte sowie Gewerbe und Industrie. Gerade hier brauchen Projekte die Akzeptanz der Menschen vor Ort. Daher stehen vor allem die Kommunikation und Beratung sowie die Einbeziehung aller Akteure bereits in der Projektentwicklung im Vordergrund.

Kraftwerk Wiehre

Im Stadtteil Wiehre mit seinen denkmalgeschützten und erhaltenswerten Gründerzeitfassaden fördert die Stadt Freiburg – aufgrund von Restriktionen für eine energetische Fassadensanierung – den Einsatz von Blockheizkraftwerken (BHKW). Das Projekt umfasst neben stadtweiten Beratungsangeboten für Gebäudeeigentümer und Eigentümergemeinschaften auch die Entwicklung individueller Lösungen sowie die finanzielle Unterstützung von BHKW-Konzepten und Modellprojekten.


Energie-Quartier Haslach

Der Stadtteil Haslach soll zum Vorzeigeviertel für vorbildhafte Gebäudeenergiekonzepte werden. Konkret bedeutet dies die energetische Sanierung von Wohngebäuden, um die großen Einsparpotenziale exemplarisch "zu heben". Dazu wurde ein Beratungskonzept entwickelt, das mit einer auf den Bedarf der Eigentümer abgestimmten Erstberatung zu weiteren Schritten motivieren soll. Weitere Unterstützung erfolgt bei der konkreten Umsetzung und Finanzierung, dem Einsatz erneuerbarer Energien und der Vereinbarkeit mit dem Denkmalschutz.


Green Industry Park

Auch Industrie und Gewerbe sind wichtige Akteure beim kommunalen Klimaschutz. In einer gemeinsamen Initiative von Stadt Freiburg, Fraunhofer ISE, badenova und FWTM soll das größte und älteste Freiburger Industriegebiet – Industriegebiet Nord – zum energie- und ressourceneffi zienten "Green Industry Park Freiburg" weiterentwickelt werden. Unter Einbindung der ansässigen Unternehmen sollen zunächst Kooperationspotenziale und individuelle Einsparmöglichkeiten identifi ziert werden, um darauf aufbauend konkrete Maßnahmen entwickeln und umsetzen zu können.


Weingarten-West: Erstes Passivhochhaus Deutschlands

Zum Auftakt der energetischen Sanierung des Quartiers "Weingarten-West" wurde das 16-stöckige Hochhaus der 1960er-Jahre in der Bugginger Straße 50 für ca. 13,4 Millionen Euro zum ersten Passivhochhaus Deutschlands umgerüstet, zwei weitere Hochhäuser folgten. Neben energetischen Maßnahmen wurden durch die städtische Baugesellschaft Freiburger Stadtbau vor allem auch soziale Aspekte bedacht: Umzugsmanagement, Mieterbedürfnisse, Sicherheit durch preisgebundene Wohnungen sowie Barrierefreiheit und soziale Einrichtungen.


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Kontakt

Umweltschutzamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg

Tel. 0761/ 201-61 40
umweltschutzamt
@stadt.freiburg.de