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Schönes buntes Bild IV

Werke der 1980er Jahre aus der Sammlung​

Museum für Neue Kunst​

12. Juli – 19. Oktober 2014​

Das Museum für Neue Kunst feiert 2015 sein 30jähriges Bestehen. Im Vorfeld dieses Jubiläums präsentiert es Werke aus seinem Gründungsjahrzehnt, den optisch schrillen und bewegten 1980er Jahren.

Der Wechsel vom Industrie- zum Informationszeitalter wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus und prägt die Gesellschaft. Die Massenmedien schaffen eigene Realitäten und die Kunst reflektiert sie kritisch. Viele Informationen sind nun gleichzeitig verfügbar, formen krasse Gegensätze und liefern reichlich Material für künstlerische Auseinandersetzungen. Politische Ereignisse überschlagen sich, Mode und Lifestyle boomen, vom Schlageridyll über Pop bis zum Punk.
 
Als Blütezeit der Postmoderne steht das Jahrzehnt in der Kunst für einen hemmungslosen Stilmix mit hohem Wiedererkennungswert. Es dominieren die großen malerischen Gesten der Jungen Wilden und die bunte Annäherungen an Pop und Graffiti. Parallel entwickeln sich Konzeptkunst und Minimal Art weiter, sie werden durch neue, unerwartete Ausdrucksformen ergänzt.
 
In der Sammlung des Museums für Neue Kunst steht die Malerei im Vordergrund: Die Spanne reicht von expressiven hin zu gestisch-informellen Bildern von Friedemann Hahn, Rudolf Schoofs, Martin Disler und K.R.H. Sonderborg. Andere arbeiten mit der Materialität von Farbe, wie Ralph Fleck oder Artur Stoll. Konzeptuelle Ansätze verfolgen Klaus Merkel und Stefan Ettlinger. Das Spektrum vervollständigen ideologisch-propagandistische Werke von Jörg Janzer und Friedrich Weßbecher. Objekte und Videokunst verweisen auf die Entwicklungen anderer Medien.
 
Die Ausstellung ist eine aktuelle Auseinandersetzung mit der Kunst der Gründerjahre des Museums. Sie analysiert künstlerische Inhalte, Brüche und Fragestellungen und schöpft daraus Erkenntnisse und Denkanstöße für die Gegenwart.