Museum für Neue Kunst

Die Sammlung: Das kulturelle Kapital des Museums

Die Sammlung ist das kulturelle Kapital des Museums und zeugt von der bereichernden Teilhabe verschiedener Akteure: vom kulturellen Selbstverständnis der Stadt und des Landes sowie von der nachhaltigen Unterstützung durch den Förderverein. Außerdem ermöglichen großzügige Spenden und Schenkungen von  Bürgerinnen und Bürgern sowie Künstlerinnen und Künstlern den Ausbau der Bestände.

Die Sammlung umfasst ca. 1500 Werke, überwiegend Gemälde und Skulpturen. Sie reicht von den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis heute. Hinzu kommt die Graphische Sammlung mit über 6000 Arbeiten auf Papier. Schwerpunkt sind Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus Südwestdeutschland, die durch gewichtige internationale Akzente ergänzt werden.

In der Endphase der Sanierung und Einrichtung der neuen Ausstellungsbereiche des Augustinermuseums ist das Restaurierungsteam der Städtischen Museen Freiburg leider so ausgelastet, dass bis Mitte 2026 keine Kapazitäten für die Bearbeitung von Leihanfragen frei sind. Wir bitten um Verständnis!

Julius Bissier

Ein Herzstück der Sammlung sind die Werke von Julius Bissier. Er wurde 1893 in Freiburg geboren und lebte hier bis 1939. Nach jahrzehntelanger beständiger Arbeit, mitunter sogar in Isolation, wurde er erst mit 65 Jahren international bekannt. Mit seinen Tuschen und Miniaturen in Eiöltempera erlangte Bissier internationale Anerkennung. Eine Einzelausstellung, die Werner Schmalenbach 1958 in der Hannoveraner Kestner-Gesellschaft einrichtete, brachte den durchschlagenden Erfolg. Teilnahmen an der documenta und den Biennalen von Venedig und Sao Paolo folgten.

Der Beginn der Moderne: Expressionismus

Der Expressionismus feiert Anfang des 20. Jahrhunderts die emotionale Wirkung der Farbe und ihre Loslösung vom Gegenstand. Exzellente Werke, zum Beispiel von August Macke oder Erich Heckel, führen dies eindrücklich vor Augen. Ein Hauptwerk der Sammlung ist das „Bildnis Max John“ von Otto Dix, ein Meisterwerk seiner Porträtkunst. Auch der prominente Deutsch-Schweizer Hermann Scherer ist mit Skulptur und Malerei vertreten.

Neue Sachlichkeit und die zwanziger Jahre

Klare, strenge Linien und fast fotografisch genau gemalte Gegenstände kennzeichnen die Neue Sachlichkeit. Sie prägt die Kunst der 1920er Jahre. Das Museum zeigt insbesondere Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Umfeld der Kunstakademie Karlsruhe, einem der Zentren der Stilrichtung. Zu den Höhepunkten gehören Arbeiten von Georg Scholz, Karl Hubbuch, Wilhelm Schnarrenberger, Rudolf Dischinger und Hanna Nagel. Neben den Gemälden finden sich Plastiken, u.a. von Ernst Barlach und Rudolf Belling.

Die Kunst der dreißiger bis fünfziger Jahre

Der Beginn des Nationalsozialismus in den 1930er Jahren veränderte das Leben in Deutschland einschneidend. Berufs- und Ausstellungsverbote trieben etliche Künstlerinnen und Künstler in die innere Emigration oder den Widerstand. Otto Dix ging von Berlin nach Hemmenhofen am Bodensee, wo er hauptsächlich Landschaften und religiöse Szenen malte. „Sommertag“ und „Christopherus“ sind herausragende Werke dieser Schaffensphase. Parallel entstanden melancholische, nach innen gekehrte Menschendarstellungen von Karl Hofer. Aus der Zeit nach dem Krieg stammen Landschaften von Hans Purrmann und eine Freiburg Ansicht von Oskar Kokoschka, die damals eine lebhafte Diskussion über Abstraktion und Moderne hervorrief.

Maria Lassnig, Körpergefühl (Selbstbildnis), 1958, Foto: H.-P. Vieser, © Courtesy der Künstlerin
Peter Dreher, Tag um Tag guter Tag (2576), Foto: H.-P. Vieser, © VG BILD-KUNST, Bonn 2013
Günter Fruhtrunk, Drei Lichtquellen, 1953-54, Foto: H.-P. Vieser, © VG BILD-KUNST, Bonn 2013

Öffnungszeiten

Dienstag–Sonntag, 10–17 Uhr
Donnerstag, 10–19 Uhr

Eintrittspreise

7 Euro / erm. 5 Euro

Eintritt frei für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren sowie mit Museums-PASS-Musées

Tickets

vor Ort oder online buchen

Kontakt

Museum für Neue Kunst

Marienstraße 10a
79098 Freiburg im Breisgau
Tel.: +49 761 201-2583
mnk@stadt.freiburg.de
Ansprechpersonen

Für den Zugang und den Fahrstuhl wird eine Assistenz benötigt, nicht aber für das WC