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Presse- und Öffentlichkeitsreferat

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Stadtbezirksatlas beleuchtet Freiburgs Entwicklung kleinräumlich

Hand aufs Herz: Hätten Sie gewusst, in welchem Freiburger Stadtbezirk das Durchschnittsalter mit 52,3 Jahren um 12 Jahre über dem Wert der Gesamtstadt liegt? Und welcher andere Stadtbezirk mit 30,6 Jahren die jüngste Bevölkerung aufweist? Oder wo die durchschnittliche Wohnfläche pro Person am größten und wo am kleinsten ist? In welchem Bezirk die private Pkw-Dichte am höchsten und wo am niedrigsten ist? Der Stadtbezirksatlas gibt die Antworten.

Wer Freude am Umgang mit Zahlen, Daten, Fakten über Freiburg hat oder beruflich damit in Berührung kommt, wird alljährlich gründlich bedient: Das "Statistische Jahrbuch", herausgegeben vom Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung, versammelt jeweils auf knapp 300 Seiten Angaben aus 16 Lebens- und Arbeitsbereichen. Seit längerem bestand darüber hinaus der Wunsch, die Daten separat auch für jeden der 42 Stadtbezirke zu erfassen. Diesem Wunsch entspricht nun der "Stadtbezirksatlas 2012", den Erster Bürgermeister Otto Neideck heute auf einer Pressekonferenz vorgestellt hat.

"All diese Daten haben wir für diesen Atlas räumlich und inhaltlich differenziert. Damit wird die Vielfalt unserer Stadt bis in viele interessante Einzelheiten beschrieben und vergleichbar gemacht. Das ist wichtig, denn erst kleinräumige Datenanalysen machen eine nachhaltige Stadtentwicklung möglich", betonte Neideck. Ab sofort findet sich der Stadtbezirksatlas im Internet unter den aktuellen Veröffentlichungen des Amtes für Bürgerservice und Informationsverarbeitung (www.freiburg.de/statistik) und steht zum kostenlosen Herunterladen (24,875 MB) bereit. Zusätzlich ist das 180 Seiten starke Kompendium im Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung (Fahnenbergplatz 4, 79098 Freiburg, Fax 0761/201-5598) für 10 Euro plus Versandkosten zu beziehen. Die Inhalte der Veröffentlichung sind auch interaktiv in der Online-Statistik "FR.ITZ" unter dem Sachgebiet Stadtbezirksatlas abrufbar (wiki.stadt.freiburg.de/webkatalog)

Mit dem Stadtbezirksatlas legen die Statistiker der Stadt ein Nachschlagewerk auf, das alle wichtigen Daten kleinräumig gliedert. Dabei erhält jeder Stadtbezirk sein eigenes Profil. Dank ausgewählter Indikatoren und Merkmale werden die Bezirke untereinander und mit der Stadt insgesamt vergleichbar, es werden Entwicklungstendenzen aufgezeigt und auch mögliche Handlungsfelder.

Zur Orientierung sind zu Beginn alle Stadtbezirke auf einer Karte abgebildet. Für den schnellen Überblick sind die Tabellen und Grafiken für die Stadt insgesamt und für jeden Bezirk auf vier Seiten zusammengefasst. Zu jedem Bezirk folgt eine kurze Beschreibung, eine Übersichtskarte und eine Wohngebiets-Typisierung mit Charakteristika in der Haushaltestruktur. Partei-Hochburgen werden ebenso aufgeführt wie aussagekräftige Abweichungen zum Wert der Stadt Freiburg, Bevölkerungspyramiden. Tabellen zu Bevölkerung, Wirtschaft und Soziales, Bauen und Wohnen, Fläche, Verkehr, Wahlen und Infrastruktur sowie eine Karte zum jeweiligen Stadtbezirk runden das Informationsangebot ab.

Die Daten, die dem Stadtbezirksatlas zugrunde liegen, basieren überwiegend auf kommunalen Statistiken (Einwohner-, Flächen-, Bau-, Kraftfahrzeugstatistik u.a.). Sie wurden im Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung aufbereitet und für diesen Atlas durch Angaben aus anderen städtischen Ämtern und der Bundesagentur für Arbeit ergänzt.

Interessant ist zum Beispiel die Typisierung nach den Haushalten im jeweiligen Bezirk. Zum Typus "Durchschnittswohngebiet" gehören 17 Stadtbezirke, die nur geringfügig vom Gesamtdurchschnitt in Freiburg abweichen. Im "Seniorenwohngebiet" (5 Bezirke) überwiegen Einpersonenhaushalte und Haushalte mit kinderlosen Paaren über 60 Jahren. "Studentenwohngebiete" (10 Bezirke) haben sehr viele Einpersonenhaushalte mit Personen unter 30 Jahren, zudem höhere Anteile an Einpersonenhaushalten mit Personen zwischen 30 und 60 und an Haushalten mit kinderlosen Paaren unter 30 Jahren auf. Den vierten Typus, das "Familienwohngebiet" (13 Bezirke), prägen klassische Familienhaushalte, aber auch höhere Anteile an Alleinerziehenden und an Haushalten mit Familien in der Phase der Schrumpfung (Paare mit erwachsenen Kindern) oder mit älteren, kinderlosen Paaren.

Der Stadtbezirk "Vauban" weist dagegen eine Haushaltestruktur auf, die mit anderen Stadtbezirken nicht vergleichbar ist. Auf der einen Seite liegt der Anteil von Erziehenden im Alter von 30 bis 55 Jahren (und entsprechend der Anteil von Kindern) sehr hoch. Auf der anderen Seite gibt es - bedingt durch die Studentenwohnheime und SUSI - sehr viele Studierende, aber nur sehr wenige Haushalte mit Personen über 60 Jahren. Der Bezirk ist somit eine Kombination von einem Familien- und einem Studentenwohngebiet ...

... und (um unsere Eingangsfragen zu beantworten) der "jüngste" Stadtbezirk: Das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Vauban ist 30,6, in Freiburg St. Georgen-Süd 52,3 Jahre. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person ist in Günterstal am größten, in Kappel am kleinsten (51,8 bzw. 27,9 Quadratmeter). In Tiengen kommen pro 1000 Einwohner 541 Pkw (Höchstwert), im Vauban nur 165 Pkw.

Stadtbezirksatlas 2012

Strukturdaten der Stadt Freiburg und ihrer Stadtbezirke
181 Seiten mit zahlreichen Grafiken und Tabellen.

Online lesen (PDF, 25 MB) (24,875 MB)

Gedruckte Ausgabe bestellen (10,00 EUR)


Veröffentlicht am 23. Januar 2013