Die grüne Lunge: Der Stadtwald

Freiburg ist eine der grünsten Städte Deutschlands: Keine andere Stadt von vergleichbarer Größe hat mehr Wald und Weinberge und eine derartige Vielfalt an Biotoptypen und Naturräumen zu bieten. Freiburg liegt buchstäblich im grünen Bereich, und das trägt nicht unwesentlich zu seiner Attraktivität bei. Die Lage, das sonnenreiche Klima, die entspannte Lebensart seiner Bewohnerinnen und Bewohner ließen Besucher schon im 19. Jahrhundert von den "Vorhallen Italiens" und dem "ersten Rausch des Südens" schwärmen.

Die Stadt Freiburg ist einer der größten kommunalen Waldbesitzer Deutschlands. Mit ca. 6.400 Hektar bestehen 43 Prozent des Stadtkreisgebiets aus Wald – er ist Lunge und grünes Herz Freiburgs und mit ca. vier Millionen Besucherinnen und Besuchern im Jahr der wichtigste stadtnahe Erholungsraum. Auch der nahe Schwarzwald mit seinem natürlichen Reichtum trägt wesentlich zur touristischen Attraktivität Freiburgs bei: 90 Prozent sind Landschaftsschutzgebiet, 15 Prozent Biotop. Mit 450 Kilometern Waldwegen, Erlebnis- und Waldlehrpfaden, Grill- und Spielplätzen, Aussichtstürmen, Badeseen etc. verfügt der Schwarzwald zudem über eine exzellente Infrastruktur.

Erholungsraum, Forstbetrieb und Ökoystem

Nicht zufällig ist die viel zitierte "Nachhaltigkeit" ein Begriff aus der Forstwirtschaft. Der Wald ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Erholungsraum für die Menschen und unverzichtbar für den Klimaschutz, da er den nachwachsenden Rohstoff Holz produziert und Grundwasser speichert.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung

Wald ist neben dem Meer weltweit die wichtigste CO2-Senke und damit von zentraler Bedeutung für den Klimaschutz. Freiburg engagiert sich daher schon seit Langem für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, seit 1999 ist das Forstamt als erster Forstbetrieb Baden-Württembergs nach den Richtlinien des Forest Stewardship Council (FSC) zertifi ziert und darf damit Holz unter diesem Label vermarkten. Für die Waldbewirtschaftung gelten somit hohe Standards wie etwa der Verzicht auf Kahlschläge, Pestizide und Insektizide.

2001 wurde die "Freiburger Waldkonvention" verabschiedet, die erste ihrer Art auf kommunaler Ebene, und 2010 fortgeschrieben. Hierin bekennt sich die Stadt zur ökologischen, ökonomischen und sozialen Verantwortung einer nachhaltigen Waldwirtschaft. Seit 2009 unterstützt Freiburg auch das durch Greenpeace Freiburg erarbeitete Freiburger Abkommen zum Schutz der Urwälder. Ziel ist unter anderem, den Absatz heimischen, vorzugsweise nach FSC oder Naturland zertifi zierten Holzes stärker zu fördern.

In Zeiten steigender Holzpreise gewinnt der Stadtwald auch wirtschaftlich an Bedeutung: Derzeit bringt der Holzeinschlag von 35.000 Quadratmetern jährlich zwei Millionen Euro Erlös. Das Ökosystem Wald kann nur erhalten werden, wenn ökonomische und ökologische Bewirtschaftung Hand in Hand gehen. Wenn mit Holz aus dem Mooswald Kindergärten und Mehrfamilienhäuser gebaut werden, kommt das Ressourcen, Geldbeutel und Arbeitsplätzen in der Region zugute.

Von der Natur lernen

Das städtische Forstamt Freiburg betreut das Tiergehege Mundenhof, unterstützt private und öffentliche Einrichtungen der Natur- und Umweltbildung und bietet eigene waldpädagogische Veranstaltungen an. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt oder die Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaft genießen in Fragen der Wald- und Klimaökologie weltweit einen guten Ruf.

Mehr zum Thema

Wald und Forst:
www.freiburg.de/forstamt

Waldhaus Freiburg:
www.waldhaus-freiburg.de

Tiergehege Mundenhof:
www.freiburg.de/mundenhof


Kontakt

Forstamt Freiburg
Günterstalstraße 71
79100 Freiburg

Tel. 0761 / 201-6201
Fax: 0761 / 77982
forstamt@stadt.freiburg.de